Finden – nicht suchen: Kroatien-Urlauber können sich jetzt noch besser informieren
„Finden – nicht suchen“ lautet das Motto des neu erstellten Internetportals für Appartements und Hotels in Istrien, http://www.strand-direkt.com . Bereits jetzt haben die Nutzer die Auswahl aus mehr als 360 Objekten, bis Mai soll sich diese Zahl noch auf gut 1000 erhöhen. Um einen umfassenden Service anzubieten und den Urlaubern die Qual der Wahl zu erleichtern, werden alle Objekte sukzessive zusätzlich zu einer ausführlichen Beschreibung in Google Maps dargestellt, denn, wie vom Betreiber verlautete „wird nirgends so viel gemogelt wie bei der Lage und der Entfernung zum Meer der einzelnen Ferienobjekte“. So haben die Urlauber aber die Möglichkeit, dank der hoch auflösenden Satellitenbilder gleich zu erkennen, wo sich ihr Feriendomizil befindet.
Doch damit nicht genug. Auch die modernste Technik im Internet kann ein persönliches Gespräch nicht ersetzen. Unter der Hotline 05732/71099 haben Urlauber die Möglichkeit, sich persönlich beraten zu lassen. Die Experten am Telefon haben Antworten auf all die Fragen, die das Internet nicht geben kann. „Ganz gleich, ob Kinder, Haustiere oder sogar Dialysepatienten, bisher haben wir auf alle Fragen noch die richtigen Antworten gefunden“, heißt es vom Betreiber.
Besonderen Wert legt man hier aber auf die Feststellung, dass der überwiegende Teil der angebotenen Ferienwohnungen kaum älter als 5 Jahre ist und die Objekte sehr gut ausgestattet sind. Das schlägt sich jedoch keineswegs im Preis nieder. Dank Direktvermarktung kosten Appartements selbst in der Hauptsaison für 4 Personen kaum mehr als 60 Euro pro Tag, in der Vorsaison und über Pfingsten liegen die Preise bei 30 bis 40 Euro für 4 Personen. Interessant ist ein Pfingsturlaub in Istrien insbesondere für Urlauber aus Bayern und Baden-Württemberg, die über 14-tägige Pfingstferien verfügen und in Istrien bei Temperaturen um 25 Grad schon einen vorweggenommenen Sommerurlaub zu Schnäppchenpreisen verbringen können.
Während aus Gründen der Übersichtlichkeit die Ferienobjekte auf der Internetseite http://www.strand-direkt.com dargestellt werden, findet man auf http://www.beach4you.de wertvolle Hinweise für den Urlaub in dieser Region. Neben Tipps für Restaurants, Winzer und Ölmühlen in Istrien steht hier auch die komplette Ausgabe des edlen Istrien-Magazins als Online-Version zur Verfügung. Alle angegebenen Orte sind auch mit Geodaten versehen, so dass man sie unkompliziert in das Navigationssystem eingeben kann. Ganz nach dem Motto „Finden, nicht suchen!“
Pressebuero Wolfgang Kroeger Werster Str. 212 D - 32584 Loehne Tel. 0049 5732 71099 Fax 0049 5732 73337 Mobil 0049 170 4800 350 Mail: redaktion@beach4you.de redaktion@fahrgas.com Url: http://www.beach4you.de (Demo / im Aufbau) Url: http://www.fahrgas.com
lt. Leider ist der Link nicht mehr aktuell. - Thofroe
Köhler reist nach Kroatien und Mazedonien Der Bundespräsident trifft in Zagreb Kroatiens Präsidenten Mesic
Bundespräsident Horst Köhler reist am Montag zu einem Besuch nach Kroatien. In Zagreb will das Staatsoberhaupt mit seinem Amtskollegen Stjepan Mesic zusammentreffen. Außerdem ist ein Gespräch Köhlers mit Premierminister Ivo Sanader vorgesehen. Am Dienstag will der Bundespräsident, der von seiner Frau Eva Köhler begleitet wird, unter anderem ein Wirtschaftsforum eröffnen und mit Studenten sprechen.
Am Mittwoch fliegt Köhler zunächst in die kroatische Hafenstadt Dubrovnik und reist anschließend weiter in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien. Dort wird Köhler in der Hauptstadt Skopje am Donnerstag und Freitag politische Gespräche führen und mit Schülern und Religionsvertretern zusammentreffen.
Mit der Reise wolle der Bundespräsident hervorheben, dass die »Zukunft des westlichen Balkan in Europa liegt«, hieß es im Bundespräsidialamt. Außerdem stellten die Visiten eine Anerkennung für die geleisteten Reformen in beiden Ländern dar. Auch das Verhältnis zur NATO werde auf der Reise ein Thema sein. Während die Allianz Kroatien aufnehmen will, wurde Mazedonien auf dem Bukarester NATO-Gipfel wegen des Namensstreits mit Griechenland vorerst nicht zum Beitritt eingeladen.
aus: Leider ist der Link nicht mehr aktuell. - Thofroe
Ja, da aber nicht nur einer, vorsichtig ausgedrückt "dumm dagestanden ist", kann man ja etwas Vorsicht walten lassen. Vielleicht hat der Herr ja auch alle seine Schulden beglichen und die Anzeigen wurden zurückgenommen.
>>> ok - danke für den Hinweis! Ich wollte den Beitrag grad wieder löschen, lasse ihn nun aber stehen!
Interessenten mögen sich bitte deinen Link anschauen und selbst entscheiden! - beka
Verivox hat den Beitrag auch in seinen "News" Leider ist der Link nicht mehr aktuell. - Thofroe
In Antwort auf:Verivox.de hat den Beitrag auch in seinen "News"
Auf meine Nachricht vom Samstag, 12. April 2008 13:12 an die Redaktion von Verivox man möge doch die beiden Threads hier im Kroatien-Forum sowie im Istrien Forum anschauen, kam diese Antwort heute:
Sehr geehter Herr Kaufmann,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Die besagte Pressemitteilung wurde von unserer Seite genommen - sie stammt vom Presseverteiler http://www.pressrelations.de/
Zitat von beka Köhler reist nach Kroatien und Mazedonien Der Bundespräsident trifft in Zagreb Kroatiens Präsidenten Mesic Bundespräsident Horst Köhler reist am Montag zu einem Besuch nach Kroatien. In Zagreb will das Staatsoberhaupt mit seinem Amtskollegen Stjepan Mesic zusammentreffen. Außerdem ist ein Gespräch Köhlers mit Premierminister Ivo Sanader vorgesehen. Am Dienstag will der Bundespräsident, der von seiner Frau Eva Köhler begleitet wird, unter anderem ein Wirtschaftsforum eröffnen und mit Studenten sprechen. Am Mittwoch fliegt Köhler zunächst in die kroatische Hafenstadt Dubrovnik und reist anschließend weiter in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien. Dort wird Köhler in der Hauptstadt Skopje am Donnerstag und Freitag politische Gespräche führen und mit Schülern und Religionsvertretern zusammentreffen.
Wie Bundespräsident Horst Köhler auf seiner Balkan-Reise mit den Spekulationen über eine zweite Amtszeit kokettiert - Ruf nach Agenda 2020
Zagreb - Irgendwann ist der Moment gekommen, an dem der Bundespräsident eine außerordentliche Aufmerksamkeit erfährt. Es ist jener Moment, in dem Horst Köhler Fragen gestellt werden, die in diesen Tagen eine besondere Bedeutung haben. Köhler weilt in Kroatien und sitzt mit etlichen Studenten in der Hauptstadt Zagreb in einem fensterlosen Raum des Goethe-Instituts.
Die Germanistikstudentin Irena Mrsiæ steht auf, ergreift das Mikrofon und bringt selbstbewusst in perfektem Deutsch die Fragen ihrer Kommilitonen auf den Punkt: Ob er jemals beruflich falsche Entscheidungen getroffen, dies eingesehen, aber nicht zugegeben habe, will die junge Frau wissen. Und ob er seinen Lebensweg - "Sie waren erfolgreicher Wirtschaftsexperte, Sie sind erfolgreicher Politiker" - wieder so gehen würde. Da muss Köhler lächeln, und später leitet er seine Antwort mit dem Hinweis ein, dies sei eine hypothetische Frage. Um sie dann doch zu beantworten.
Im Nu ist Horst Köhler bei dem Thema einer zweiten Amtszeit, ohne aber dieses Wort in den Mund zu nehmen. Er widmet sich mithin indirekt der Nachricht aus der "Bild"-Zeitung vom vergangenen Wochenende, die in der Delegation des Präsidenten seit der Abreise aus Berlin am Montag natürlich diskutiert wird. Es liegt auf der Hand, dass der Bundespräsident sich zu einer erneuten Kandidatur - die drei von vier Deutschen begrüßen würden - im Ausland erst recht nicht äußert. Er will dies "zu gegebener Zeit" tun und wohl daheim. Seine Antworten aber auf die Fragen der charmanten Studentin Irena Mrsiæ lassen vermuten, dass Köhler eine erneute Kandidatur im Mai 2009 erwägt - oder gar längst für sich beschlossen hat.
Dass es Köhler noch einmal wissen will, darauf deuten ebenfalls Interviewäußerungen hin, die parallel zu seiner Auslandsreise für Schlagzeilen sorgten. Der Zeitschrift "Super Illu" hatte Köhler vor seiner Abreise gesagt, dass er sich für eine Reformagenda 2020 einsetzen will. Der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit bleibe die vorrangige politische Aufgabe, so Köhler. Würden die Reformen fortgesetzt, sei Vollbeschäftigung möglich. Dazu müssten private und öffentliche Investitionen steigen, Forschung und Bildung massiv gefördert und betriebliche Bündnisse für Arbeit weiterentwickelt werden.
Zurück nach Kroatien: Seine "jetzige Tätigkeit" habe ihm "eigentlich immer Spaß gemacht", betont der Bundespräsident und lächelt dabei vieldeutig. Im Raum befinden sich etliche Medienvertreter. Er weiß das und ergänzt daher, die Journalisten könnten seine Aussage "bewerten". Auch seine weiteren Bemerkungen deuten nicht darauf hin, dass er in gut einem Jahr das Schloss Bellevue zu verlassen gedenkt. Er sei "ganz entspannt", sagt Köhler, und er habe sich in seinem Leben "noch nie überfordert gefühlt". Sein Leben betrachtend, stellt der Bundespräsident fest: "Je älter ich werde, desto neugieriger werde ich."
Natürlich, Horst Köhler geht gleichfalls ausführlich ein auf die Fragen der Studenten nach der Zukunft Kroatiens, dem besten Weg in den Beruf oder nach den gemeinsamen Werten in Europa. Köhler ermutigt die Studenten, er verweist auf die großen Chancen, er appelliert dazu, weltoffen zu sein und dennoch heimatverbunden. In der eigenen Identität und der Globalisierung sieht er keinen Widerspruch. "Neugier" ist ein Schlüsselwort Köhlers. Durchaus mit Pathos in der Stimme bekennt er, der Satz "Nie wieder Krieg" begleite ihn Zeit seines Lebens. Und er sage es immer wieder - selbst wenn sein 30-jähriger Sohn ihm stets entgegne, er solle es mit jener "ollen Kamelle" gut sein lassen.
In den deutsch-kroatischen Gesprächen geht es hingegen vor allem um die Zukunft Kroatiens, das seit dem vorigen Jahr Beitrittsverhandlungen mit der EU führt und bei dem Nato-Gipfel vor zwei Wochen die Einladung zur Mitgliedschaft im nordatlantischen Bündnis erhalten hat. Die Beziehungen zwischen Berlin und Zagreb sind weitgehend störungsfrei, offiziell leben eine Viertelmillion Kroaten in Deutschland, das zweitgrößter Handelspartner ist.
Köhler verweist nach seinem Gespräch mit Staatspräsident Stjepan Mesiæ darauf, es müsse das ureigene Interesse Kroatiens sein, die Beitrittskriterien der EU zu erfüllen. Man werde jedenfalls "kein Auge zudrücken", denn dies hieße, falsche Signale auszusenden. Jene Worte dürften sich beziehen auf Defizite in der Bekämpfung von Korruption im Lande. Nicht euphorisch, sondern realistisch seien die Gespräche verlaufen, heißt es aus Delegationskreisen. Der Bundespräsident trete in den kleinen Runden "deutlich, aber nicht dozierend, sondern kollegial" auf.
Köhlers Besuch und die von ihm eingeforderte EU-Beitrittsperspektive für die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens "in toto" wird in den Medien zwar vermerkt, aber nur knapp. Die zweitgrößte Zeitung des Landes widmet hingegen dem jüngsten Auftritt Angela Merkels in der Oper zu Oslo ein großes Foto und eine Umfrage. Staatspräsident Mesiæ aber lobte in freundlichen Worten Köhlers Wirken und hob sein Engagement für Afrika hervor.
Gestern Abend reiste der Bundespräsident, begleitet von seiner Frau Eva Luise und einer Wirtschaftsdelegation, nach Mazedonien. Dieses Land befindet sich in einer schwierigeren Lage. Der Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der EU ist noch nicht fixiert, die Nato verweigert Skopje eine Einladung wegen des Namensstreits mit Griechenland. Köhler spricht von der "ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien". Im gedruckten Programm seiner Reise ist in Diplomatendeutsch von der "EJR Mazedonien" die Rede.
"Ich glaube, sie gehören dahin" Bundespräsident Köhler für langfristigen EU-Beitritt Mazedoniens Moderation: Sandra Schulz Bundespräsident Horst Köhler hat sich für einen langfristigen Beitritt Mazedoniens in die Europäische Union ausgesprochen. Es seien allerdings noch viele Hausaufgaben zu erledigen, sagte Köhler. Dazu gehörten der Aufbau der staatlichen Institutionen, die Entwicklung der Rechtssicherheit und die Bekämpfung der Korruption.
Philipp Krohn: Am Donnerstag dieser Woche machte Bundeskanzlerin Merkel öffentlich, dass sie eine weitere Amtszeit von Horst Köhler als Bundespräsident unterstützt. Darüber wurde in dieser Woche genauso diskutiert, wie über Köhlers Äußerungen, die Bundesregierung solle die Reformanstrengungen in einer Agenda 2020 bündeln. Dazu zählte er höhere Investitionen in Bildung und Forschung, sowie mehr betriebliche Bündnisse für Arbeit. Köhler selbst aber verbrachte die vergangenen fünf Tage in Kroatien und Mazedonien, wo er sich über die Fortschritte beider Länder auf dem Weg zu einer EU-Mitgliedschaft informierte. Meine Kollegin Sandra Schulz hat ihn auf seiner Reise begleitet und den Bundespräsidenten gesprochen. Als Erstes hat sie ihn gefragt, was Deutschland von Mazedonien lernen könne?
Horst Köhler: Für mich war das Ermutigendste, der vielen Gespräche in Mazedonien, meine Begegnung mit den Religionsführern, das heißt, mit dem Erzbischof der orthodoxen, mazedonischen Kirche, den Katholiken, den Evangelischen, dem Imam und der jüdischen Gemeinde. Und dort kam klar raus, dass es möglich ist, dass die Menschen verschiedener Religions- und Glaubenszugehörigkeit friedlich, produktiv miteinander zusammenleben können. Das ist ein ermutigendes Signal über Mazedonien hinaus, weil es die ganze Welt im Augenblick beschäftigt. Und für mich war es auch besonders bewegend und ermutigend, dass der Repräsentant der jüdischen Gemeinde nachdrücklich auch gesagt hat, wie stark Deutschland in Mazedonien als Freund empfunden wird, und er auch dann noch gesagt hat, es gibt in Mazedonien keinen Antisemitismus. Ich würde mich freuen, dieses Urteil gäbe es auch in Deutschland oder in anderen Ländern Europas. Da ist das so noch nicht möglich, auch das war für mich also ermutigend.
Schulz: Wie sieht der weitere Weg Mazedoniens aus in Richtung Europäische Union?
Köhler: Es kommt ganz drauf an, dass sie ihre eigenen Hausaufgaben machen, und da gibt es noch ganz viele. Sie müssen im Grunde noch ihren staatlichen Institutionenaufbau wirklich ins Visier nehmen. Es gibt noch nicht wirklich so etwas wie zum Beispiel Beamte, die ans Allgemeinwohl denken, als Grundverständnis ihrer ethischen Arbeitsmoral, die Wirtschaft muss noch Fuß fassen, sie brauchen Investitionen, um Arbeitsplätze zu schaffen, da muss noch mehr Rechtssicherheit geschaffen werden. Also es gibt noch sehr viele Dinge, deshalb wird Mazedonien auch nicht ganz kurzfristig zur Europäischen Union beitreten können, aber sie wollen dahin, und ich glaube, sie gehören dahin, und wenn sie sich selber anstrengen, das will ich unterstreichen, dann haben sie auch um so mehr berechtigten Anspruch, dass ihnen geholfen wird, und dafür trete ich ein.
Schulz: Ein Bremsschuh bei den Gesprächen zwischen der Europäischen Union und Mazedonien war Griechenland, jüngst wieder in Bukarest. Bräuchte es größeren Druck von Seiten der EU auf Griechenland für eine Einigung im Namensstreit?
Köhler: Also zunächst einmal würde ich sagen, ja, da ist ein Thema, das Aufmerksamkeit verlangt. Für mich erst mal direkt von Griechenland, denn am Ende ist es doch so, dass Mazedonien irgendwann auch Mitglied der Europäischen Union wird, und dann sind beide Länder sozusagen Partner in einer politischen Einheit, und deshalb sollten sie auch ein eigenes Interesse haben, dass jetzt schon partnerschaftlich zu lösen. Wenn das sich aber hinschleppen würde, dann finde ich schon, dass auch die Europäische Union deutlich sagen sollte, dass man dafür kein Verständnis hat, und ich wünschte mir hier mehr Kompromissbereitschaft von Griechenland.
Schulz: Sie haben auf der Reise eine weitere Vision geäußert für den Balkan, Sie haben sich dafür ausgesprochen, dass längerfristig gesehen alle ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken Teil der Europäischen Union werden sollen, könnten, je nachdem, wie die Reformprozesse laufen. Ist die Europäische Union für weitere Erweiterungen überhaupt gerüstet?
Köhler: Erst einmal kommt es darauf an, dass in der südosteuropäischen Region die Länder an sich selber arbeiten. Das habe ich immer unterstrichen, und das will ich auch jetzt noch mal unterstreichen. Aber es gibt überhaupt keinen Zweifel, wenn man jedenfalls es ernst meint, die Europäische Union als Friedensordnung zu verstehen und wenn man es auch ernst meint, Schlussfolgerungen draus zu ziehen, dass Europa ja schon viele Irrungen und Wirrungen erlebt hat, und dass es deshalb in unserem Eigeninteresse ist, dass in einer großen Region, Südosteuropa, eben auch Frieden und Stabilität herrscht, wenn es das nicht wäre, würden wir selber in Schwierigkeiten kommen. Für mich gibt es keinen Zweifel, die Teilung Europas wird erst dann endgültig überwunden sein, und der Test, ob die Europäer in der Lage sind, das europäische Modell sozusagen glaubwürdig für die ganze Welt darzustellen, wird jetzt erfolgen, in dieser Region, und das heißt, für mich ist der ganze Balkan Teil Europas und gehört zur Familie. Aber die müssen sich selber anstrengen, und ich halte das auch für lösbar.
Schulz: Gilt das auch für die Türkei, die ja zumindest geografisch zum Teil Europa ist?
Köhler: Das ist ein anderes Thema, weil auch die Türkei ja schon ein Verhandlungsangebot hat. Hier würde ich sagen, müssen die Verhandlungen abgewartet werden, sie sollten nicht abgebrochen werden, weil man hat ja der Türkei dieses Verhandlungsangebot gemacht, und ich stehe auf dem Standpunkt, pacta sunt servanda, also muss man die Gespräche abwarten. Das ist fair gegenüber der Türkei und diese Fairness können sie auch beanspruchen.
Schulz: Die Verhandlungen der EU laufen ja auch mit Kroatien jetzt schon seit zweieinhalb Jahren, seit Oktober 2005. Es sind von mehr als 30 Kapiteln erst zwei abgearbeitet. Der Plan, der Zeitplan so wie er im Spiel, so wie Sie es auch auf der Reise wieder betont haben, sieht eine Mitgliedschaft bis 2010 vor. Wie soll dieser Zeitplan realisiert werden?
Köhler: Über Zeitpläne möchte ich mich nicht äußern. Ich finde es ganz nachvollziehbar, dass die Kroaten selber sich und damit auch der Europäischen Union einen ehrgeizigen Zeitplan geben. Aber das hängt davon ab, was sie selber darstellen, leisten, leisten können, und danach wird es gehen. Also ich würde mich nicht in eine Automatik über festgesetzte Jahreszahlen begeben wollen.
Schulz: Sie hatten in Ihrer Delegation auch einen Teil einer Wirtschaftsdelegation, die, so hört man, mit großen Erfolgen zurückkehren nach Deutschland. Werden wir bald lesen von Arbeitsplatzverlagerungen von Deutschland nach Kroatien?
Köhler: Nein, hoffentlich, will ich mal sagen, werden wir von guten Investitionen in Kroatien hören, lesen und dann auch spüren, dass diese Investitionen Arbeitsplätze auch in Deutschland schaffen, weil es sind Beratungsbüros, die hier in meiner Delegation waren, es sind Unternehmer, die sich sozusagen verbreitern wollen auch in ihrem Marktgebiet, Absatzgebiet. Also diese Investitionen von denen ich dort gehört habe, würde ich sagen, werden eher eine positive Bilanz, Arbeitsmarktbilanz, für Deutschland abwerfen.
Philipp Krohn: Bundespräsident Horst Köhler im Deutschlandfunk, die Fragen stellte meine Kollegin Sandra Schulz.
Unter der Überschrift "Die Kreuzfahrtschiffe werden immer größer und das Bordleben immer abwechslungsreicher." berichtet die Berliner Zeitung:
"Mehr Inseln als die Malediven, geheimnisvolle Buchten und Märchenstädte wie Rovinj und Dubrovnik: Kroatien gilt als die neue Top-Destination für Schiffsreisen. Besonders Dalmatien erinnert an das Italien von früher. Kreuzen im Kielwasser von Hollywoodstars: Brad Pitt und Angelina Jolie, Tom Cruise und Katie Holmes sind mit ihren Privatyachten selbstverständlich auch schon da. Nicht minder nobel gestaltet sich ein Kroatien-Törn mit ... "
ITS Autoreisen: Noch mehr Familienurlaub in Kroatien Veröffentlicht Mittwoch, 30. April 2008
Nur die Familie zählt! Unter diesem Motto hat ITS Autoreisen im Sommer zahlreiche zusätzliche Angebote für Urlaub mit dem Nachwuchs ins Programm genommen. So auch in Dalmatien, wo die Kölner drei weitere PrimaSol-Hotels präsentieren. In allen drei Häusern werden die Kleinen ganz groß geschrieben: Jede Menge Action im PrimaKidsClub für 4 bis 12jährige, hohe Kinderermäßigungen und Preishits für Singles mit Kind gehören zur Grundausstattung. Das 3-Sterne-PrimaSol Lavanda ist idyllisch in einer kleinen Bucht der Insel Hvar gelegen und bietet viele Sportmöglichkeiten - unter anderem Schnorcheln direkt vor den Badeplateaus des Hotels. Auf einer Halbinsel in der Nähe von Sibenik liegen die Schwester-Hotels PrimaSol Andrija (4 Sterne) und PrimaSol Jakov (3 Sterne). Die Pluspunkte: der 4 Kilometer lange Kiesstrand mit Badeplateaus und viele Freizeitaktivitäten wie Basketball, Handball, Fußball und Beachvolleyball.
Preisbeispiele von ITS 3-Sterne-PrimaSol Lavanda, Insel Hvar, Dalmatien, Kroatien (ITS Autoreisen-Katalog „Kroatien" Sommer 2008, S.101) 1 Woche, Doppelzimmer, Alles inklusive, eigene Anreise pro Person ab 156 Euro (2 Wochen ab 312 Euro) Kinder bis 13 Jahre im Zimmer der Eltern gratis
4-Sterne PrimaSol Andrija & 3-Sterne-PrimaSol Jakov, Solaris-Sibenik, Dalmatien, Kroatien (ITS Autoreisen-Katalog „Kroatien" Sommer 2008, S.92) 1 Woche, Doppelzimmer, Alles inklusive, eigene Anreise pro Person ab 252 Euro (2 Wochen ab 504 Euro) Kinder bis 11 Jahre im Zimmer der Eltern gratis
Ein druckfähiges Foto zu dieser Meldung gibt es im Internet unter http://www.its.de/ unser unternehmen/ presse oder telefonisch unter 02203-42702. Bildunterschrift: Kinder-Urlaubsparadiese in Kroatien - hier im PrimaSol Lavanda in Starigrad. Bitte geben Sie ITS als Quelle an.
Der Familienveranstalter ITS gehört neben Tjaereborg und Jahn Reisen zur Pauschaltouristik der REWE Group. Die Touristiksparte der REWE Group ist mit einem Marktanteil von rund 13 Prozent die Nummer drei der deutschen Reisebranche.
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11.05.2008: Bad Doberan/MVregio Die SJD - Die Falken im Kreisverband Bad Doberan führen in den Sommerferien wieder einige Fahrten durch.
So findet erstmalig ein Camp für Kinder und Jugendliche ab 13 Jahre in Pula/Kroatien vom 19.07. bis 03.08. statt.
Die Stadt Pula gilt als älteste Stadt an der Ostadria mit einem Amphitheater und ist der Zentralpunkt Istriens. Das Camp befindet sich auf einem weitläufigen, bewaldeten Gelände direkt in der Natur. Die Teilnehmer sind in Kabinenzelten untergebracht. Genutzt werden kann auf dem Camp ein Bolzplatz, Tischtennisplatten, ein Volleyball- und Basketballplatz und ausgeliehene Fahrräder. Aktive Erholung am Strand und beim Baden ist gegeben. Geplant ist außerdem ein Busausflug in die Umgebung.
Wer also Interesse an der Mitfahrt hat, melde sich bei den SJD - Die Falken im Kreisverband Bad Doberan bei Frau Reincke:
Telefon: 038203/62622 Fax: 38203/63664 EMail: buero@sjd-falken.de oder direkt im Büro Am Kamp 12.
10. Mai 2008, 04:00 Uhr Von Roland Mischke Nur nicht neidisch werden
Auf der 35-Meter-Yacht Galatea sind exklusive Törns vor Kroatien zu erleben. In dem Boot steckt ein spannendes Stück jüngerer Geschichte
Ernst August war sauer. Der für jähe Gemütsstürze bekannte Prinz von Hannover und seine Ehefrau Caroline von Monaco sind allsommerlich mit ihren Kindern auf einer Yacht im Adriatischen Meer vor Kroatien unterwegs. Ein stolzes Schiff besitzen sie, aber dort trafen sie auf eines, das noch größer, schöner und schneller ist: die Galatea.
"Wir waren in der Inselgruppe der Kornaten vor der dalmatinischen Küste, als die beiden abends in unserer Nähe ankerten", erzählt Astrid Kilger, Tochter des Galatea-Eigners. "Der Prinz schaute herüber und ließ sich sogar ein Fernglas reichen. Dann winkte er und unterhielt sich mit seiner Frau, er war ganz aufgeregt. Schließlich mussten seine Bodyguards das Tenderboot ins Meer lassen, Ernst August und Caroline stiegen ein, schipperten eine Weile um unser Boot herum, die Leibwächter mit versteinerten Gesichtern."
Yachtbesitzer messen ihre Bedeutung auch an der Länge, der Größe und dem Auftritt ihres Schiffs. Neureiche Russen, stolze Spanier, sarkastische Engländer und versnobte Italiener greifen automatisch zum Feldstecher, wenn sie die Galatea ausmachen. Ab 30 Meter Länge gilt ein Segelschiff als Megayacht und somit als eines der letzten großen Statussymbole. Die Galatea hat fast fünf Meter über Maximallänge, und jeder Meter hat mehr als eine halbe Million Euro verschlungen. "Das ist kein Schiff, das ist eine Show", sagt Livio, der einige Jahre Skipper an Bord war.
Showmaster und Besitzer der Galatea ist Hans Stangl, 66, aus dem bayerischen Deggendorf. Er führte lange eine Firma für Klimatechnik, Heizung und Lüftung mit mehr als 1200 Angestellten und Filialen in Berlin, Prag, Warschau und anderswo. Das Unternehmen hat er verkauft, kann aber vom Arbeiten nicht lassen. So gründete er Stangl Consult, eine Firma für Schiffbau, Reparatur und Charter. Hauptstandort ist Pula, auf der Halbinsel Istrien gelegen, und 1998 hat er sich dort ein Schiff nach eigenem Gusto bauen lassen, die Galatea.
Seit rund zwei Jahren kann die Yacht gechartert werden, Topmanager von Siemens, der Deutschen Telekom oder des römischen Herrenausstatters Brioni waren mit ihr unterwegs, einem schlanken Traum mit einer Segelfläche von fast 500 Quadratmetern. "Ein Segel kostet so viel wie ein Ferrari", sagt Skipper Livio. Innen ein großzügiger Salon, um ihn gestaffelt vier Luxuskabinen mit Teak und Mahagoni, in den Marmorbädern tatsächlich goldene Wasserhähne. Am schönsten aber ist die schwungvolle Linie des stählernen Schiffskörpers, ein dunkles, glänzendes Kleid.
Mit der Galatea auf dem Meer zu sein, das ist vor allem ein alles beherrschendes Gefühl unerhörter Leichtigkeit. Kein Stampfen, kein dumpfes Vibrieren, keine schweren Maschinengeräusche. Die Passagiere wähnen sich am Rand der Schwerelosigkeit. Zwölf Knoten pro Stunde mit dem Motor, segelnd um einiges schneller. Dreht sich der Wind, schwenkt das Hauptsegel knatternd auf die andere Seite. Das neue Ausrichten der Segel löst im Schiffsrumpf keine Zuckungen aus. Glatt schießt die Yacht über die Adria, nimmt wieder Fahrt auf.
Oft wissen nicht einmal die Eigentümer, welche Gäste sich an Bord befinden. "Konzernführer, bekannte Politiker und Leute aus dem Showbusiness, die mit ihren Familien in aller Ruhe segeln wollen, geben aus Sicherheitsgründen nicht gern ihre Identität preis", sagt Astrid Kilger. "Sie buchen über Agenturen, die alles abwickeln, Namen werden nicht genannt."
Dass wohlhabende Gäste überhaupt auf der Galatea Erholung finden, grenzt allerdings an ein Wunder. Mit den Arbeiten am Schiff wurde begonnen, als der Jugoslawien-Krieg in seine heißeste Phase ging - und die Hauptverwaltung der kroatischen Kriegsmarine ist ausgerechnet in Pula stationiert. Igor Maglica, Stangls Geschäftsführer vor Ort, erinnert sich: "Es war fast unmöglich, die Bauteile heranzuschaffen. Sie kamen aus dem Ausland, und das Land war abgeriegelt. Fast immer spekulierten die Zöllner, ob es sich nicht doch um Waffen handeln könnte."
Schließlich entsendete Stangl Vertraute zu den Zulieferern, die die Teile persönlich nach Pula bringen sollten. Es begann ein logistisches Puzzle, bei dem es sogar gelang, von der US-Küstenwache Masten zu bekommen. Für Lkw waren sie zu lang, mit diplomatischem Geschick und einer ordentlichen Summe Schmiergeld brachte Stangl sie auf einem militärischen Eisenbahntransport unter: frisch gelieferte Panzer unten, obendrauf die Masten.
An diese dramatischen Zeiten erinnert nun nichts mehr. Das Boot strahlt Frieden aus, Ruhe und Souveränität. Wer mehr Abwechslung will, für den gibt es Fernsehen und Internetanschluss. Aber nur an Regentagen begeben sich die Passagiere dieses Traumschiffs freiwillig unter Deck.
Das Klima ist mild, der Lavendel prächtig, die Inseln sind zauberhaft. Warum also nicht mal spontan nach Kroatien? Genauer gesagt, an die Küste Mitteldalmatiens. Die Reise ins Blaue gerät zu einem sinnlichen Feuerwerk.
Einfach ins Blaue. Geht das noch? Wie früher, als man jung war? (Nur bequemer, bitte.) Billig wird's sicher nicht, aber billig ist TV auf der Couch. Also: ab ins Blaue.
Sagen wir, Dalmatien. Mitteldalmatien. Bisschen Küste, ein, zwei Inseln. Paar Tage da, paar dort. Flug nach Split buchen, Mietwagen reservieren, fertig, los. Wenn das mal gut geht…
Die inneren Unken lösen sich nach der ersten durchkurvten Serpentine der Insel Bra in Luft auf. Besser: in Duft. Man möchte über den feinen Geruchssinn eines Wolfs verfügen, doch selbst die abgestumpfte Nase eines Großstädters öffnet ihre Rezeptoren gierig. Mithilfe des Reiseführers und Restwissens aus der Botanikstunde spinnt man sich die Urheber dieses aromatischen Potpourris zusammen: Macchie, das hartlaubige Gebüsch des Südens; dazu Ginster und Kiefer, wilder Thymian wohl, Majoran und das Violette da - Lavendel? Eher Rosmarin.
Das verlorene Paradies Welchen Liebreiz, welche Würze und Lockungen diese Aromaböe transportiert! Durchs geöffnete Autofenster flutend, löst sie Sehnsucht aus, nach - nun ja, Ewigkeit, Ursprünglichkeit oder ähnlich Wuchtigem. Evolutionshistorisch mit dem ältesten Hirnareal verknüpft, schießt der Geruchssinn Botenstoffe direkt in die Sinnlichkeit, in die Emotionen, ins Gedächtnis. Und so scheint's, als röche man nichts Geringeres als das Bukett des verlorenen Paradieses, satt von Kindheitsglück oder gar Archaischerem. Wenn dann noch je ein Hauch Meersalz, Kiefern- und Pinienharz hinzukommt, die Augen sich weiden am verschwenderisch ins Gestrüppgrün und Felsgrau getupften Altlila des Rosmarins - dann ist man jeden Tag dieser Reise ins Blaue gegen Unbill gefeit.
Die Passage von Splits zu Bracs Fährhafen bei Supetar hat eine Stunde gedauert, die Autofahrt quer über die wohlriechende Insel in ihr touristisches Zentrum um das Städtchen Bol nicht mal so lang. Jetzt, in der Vorsaison, ist wenig los, ein ruhiges Apartment zu mieten kein Problem (40 Euro). Und es ist hübsch gelegen, das Centar Marijan: Da sitzt man beim Tee im Rattansessel unter den Nadelschirmen der Kiefern, die sich gemeinsam mit Agaven in den Steilhang krallen, und schaut aufs Meeresazur hinunter, auf die Silhouette der Insel Hvar und die höhere, doch schwächere Korculas. Vor allem aber wirft man den schönsten Blick der Gegend auf Zlatni rat, das berühmte "Goldene Horn". Allzu golden ist es aber gar nicht, das Horn, und auch nicht aus feinem Sand- Kies-Gemisch, wie oft behauptet. Sondern aus groben grauen Kieseln. Wer zimperlich ist, trage Badeschuhe. Trotzdem wunderbar, die paar Schritte vom üppigen Frühstückstisch durch den schattigen Hain hinunter an den Wassersaum zu machen, um durchs Türkismoiré bis auf den Grund zu spähen. Oder auf die 780 Meter hohe Vidova gora, den höchsten Berg von Brac (auch erwanderbar). Am Nachmittag platzt an dessen Spitze eine Wolke. Der Kellner sammelt die Zuckerstreuer ein.
Er und seine Kollegen sind sehr aufmerksam. Der "Krakensalat", den er bringt, ist zwar recht fad, aber das Cevapcici prima; das Radiogedudel lästig, aber der Standort einmalig, und wenn Hotelmanager Petar, der sein Handwerk am Starnberger See gelernt hat und entsprechend gut Deutsch spricht, sein solides Preis-Leistungs- Verhältnis aufrechterhält, wird er sich hier, pardon: bestimmt ein goldenes Horn verdienen. Zu Recht.
Panoramablick Schlendert man auf der Promenade durch den Nadelwald zwischen Küste und großen Hotels weiter, taucht alsbald Bols charmanter Hafen auf. Die Abendsonne beleuchtet das Gestein am Grund unterhalb der Kaimauer, sodass die Ausflugsboote darüber zu schweben scheinen. Die Wolken erröten, Jungs fischen, ein Spitz verbellt Mofas. Durch die autofreien Gassen wird flaniert auf Mondschein komm raus. Mit Brac vermag unsere Reise ins Blaue also einen gelungenen Auftakt zu verzeichnen. Und die Steigerung folgt in der Stadt Hvar auf der Insel Hvar.
Da man erst nach Split zurückmuss, um dorthin zu gelangen (es gibt keine direkte Autofähre, nur eine für Fußgänger), ist es bereits spät, als die neue Unterkunft feststeht - nach ausgiebiger Suche und fieberhafter Selbstprüfung: 150 Euro pro Nacht! Eigentlich 240, doch der Hotelier ist die Nonchalance in Person. So ziehen wir, besoffen vom eigenen Leichtsinn, in ein bildschönes, erst 2006 als Hotel Park wiedereröffnetes Gebäude mit Ursprung im 16. Jahrhundert. Insbesondere nachts reißt der Panoramablick aus den Fenstern der 83-Quadratmeter-Suite im Dachgeschoss derart hin, dass man kaum zu Bett will.
Mit leichtem Hall dringt das internationale Stimmengewirr der Nachtschwärmer herauf. Es schlägt zwölf, von der Kirche Sveti Marko, vom fünfstöckigen Glockenturm neben der Kathedrale des Sveti Stjepana mit ihrer Renaissancefassade und auch vom Uhrturm (erbaut anno 1466) neben der venezianischen Stadtloggia. In deren Foyer eröffnet tags darauf eine Ausstellung: 140 Jahre organisierter Tourismus auf Hvar. 1868 gründete eine Gruppe von lokalen Honoratioren eine "Gesundheitsgesellschaft". Das Seebad Lesina, wie Hvar einst hieß, galt als "Madeira Österreichs". Zu k. u. k.-Zeiten legten die Schiffe des Österreichischen Lloyd Triest außer in Korfu auch in Hvar an.
Diese historische Verbindung schlägt sich bis heute akustisch nieder: In den Restaurants spricht man verbreitet Deutsch mit Schmäh, Gäste wie Inhaber. Kellner Romeo Barnjak hat 30 Jahre in Bregenz gelebt, bevor vor er die dortige Existenz preisgab, um seine Heimat kennenzulernen: "Wirtschaftlich schwierig ist es inzwischen nicht mehr nur in Kroatien, und hier habe ich wenigstens das Meer!"
Hier floriert noch die Flora! Nicht leicht, diese schöne Stadt zu verlassen. Zumal eine Direktfähre nach Korcula erst in zwei Tagen geht. Also umdisponiert! Machen wir doch einen Längsschnitt durch die über 68 Kilometer ausgedehnte, zwölf Kilometer schmale Insel. Fantastische Route, die nicht nur Abstecher nach Milna und Stari Grad, Vrboska und Jelsa erlaubt: Ein Panorama jagt das nächste, und die Wildnis duftet womöglich noch betörender als auf Bra. Hier floriert noch die Flora! Vom winzigen Fährhafen Suuraj am Ostzipfel setzen wir in halbstündiger Fahrt aufs Festland über. Biegen bald von der Magistrale, der Küstenstraße zwischen Dubrovnik und der Halbinsel Istrien, nach Makarska ab. Und checken nach all dem Lesina-Luxus nun im windigen achten Stock des Drei-Sterne- Hotels Dalmacija ein (54 Euro). Gleich beim Frühstück gähnt uns ein blau tätowierter Bizepsbrite entgegen.
Schon lange vorm Krieg (1991-1995) blühte an der Makarska-Riviera der Pauschaltourismus. Das allgegenwärtig erscheinende Biokovo-Massiv rückt hier ein wenig ab vom Meer, erreicht mit dem Sveti Jure aber die höchste Höhe (1762 Meter), und die terrassenförmig in seine Ausläufer gebaute Stadt genösse spektakulären Meerblick, versperrte den nicht ein Riegel aus Bettenburgen der jugoslawischen Ära. Dem noch spärlichen Publikumsverkehr sei Dank ist es trotzdem nicht unangenehm, in eines der Cafés einzukehren. Man sitzt unter Kiefernkronen direkt auf dem Strand, dessen Kiesel-Schotter-Splitt-Mischung an etwas Bestimmtes erinnert. Woran, fällt einem ein, als man einen Zimmerpuma beim Scharren beobachtet. "Ja, das macht die Katze froh …" (Helge Schneider).
Hm. Na gut, im städtischen Franziskanerkloster besichtigt man die angeblich größte Schnecken- und Muschelsammlung Europas. Und flaniert schließlich an den Cafés, Nippes- und Klamottenbuden entlang. Doch schon seit dem ersten Plüschtier-Greifarm-Automaten mit eingebauter Schlagerplatine sehnt man sich nach dem Bukett des verlorenen Paradieses zurück. Eine Reihe Zypressen steht am Straßenrand stramm, als wir aus der Stadt fliehen - 1762 Meter in die Höhe. Bis zum Eingang ins Biokovo- Reservat dauert's eine Viertelstunde mit dem Auto. Dann hebt sich für 30 Kuna (4 Euro) die Mautschranke, und das Abenteuer beginnt - ein sehr empfehlenswertes, vorausgesetzt, man hat Nerven, Nacken und Fahrzeug stets unter Kontrolle. Die Straße zum und vom Gipfel des Sveti Jure ist zwar nur rund 25 Kilometer lang. Ab Baumgrenze allerdings einspurig! Wenn Gegenverkehr in Person eines Stuttgarter Rentners im Benz mimisch klagend seine bandagierte Hand präsentiert, muss man schon mal den Mietwagen (Schadens-Selbstbeteiligung 600 Euro) 100 Meter auf-, ab- und rückwärts durch ungesicherte Serpentinen lenken, bis sich die Indiana-Jones-Gedenkpiste leicht ausbeult, sodass man mit eingeklappten Außenspiegeln aneinander vorbeischlüpfen kann.
Split Belohnt wird man mit grandiosen Aussichtspunkten sowie, am Ziel, mit 360- Grad-Blick auf ganz Dalmatien. Außerdem ist der Biokovo im Frühsommer ein einziger gigantischer Steingarten mit den reizendsten Blütengewächsen, teils nur hier vorkommend, und Gebirgsgetier von Ziegen über Gämsen bis hin zu - Kühen!? Mit schaukelndem Euter trottet die Schwarzbunte in aller Seelenruhe vor unserem Konvoi her (und zwar "Kampflinie", wie es in der Formel 1 heißt). Gefühlte zehn Kilometer später erst macht sie Platz, nicht ohne entnervten Schulterblick.
Vorm Heimflug ist noch Zeit, sich einen Eindruck von der Altstadt Splits zu verschaffen, entstanden innerhalb der historischen Mauern vom Kaiserpalast des Römers Diokletian. In den von quirligstem Leben erfüllten Gassen begegnet man den Zeugnissen von 1700 Jahren Geschichte, verwaltet von Gesangstrios in Trachten und Dutzenden Reiseführern, die in allen europäischen Hauptsprachen dozieren. Hunderte von höchst urbanen Shops residieren in dem alten Stein. Und draußen vor den Toren, auf der mit gewaltigen Marmorplatten gepflasterten, piazzabreiten Palmenallee tummeln sich, Handy links, Prada- Täschchen rechts, anscheinend Croatia's next Topmodels - und all das vor der Kulisse des adriatischen Himmels. "Wie kann das Licht, das das Nichts ist, so blau sein?" fragt Schriftstellerin Liane Dirks*. Genau das ist die Frage.
Tipps + Adressen Anreise Direktflüge nach Split, z. B. von Hamburg für ca. 330 Euro (in der NS ab 200 Euro)
Telefon Vorwahl Kroatien 00385
Währung 1 Kuna entspricht ca. 0,14 Euro
Fährenpreise inkl. Pkw Split–Supetar (Brac): 20 Euro Split–Stari Grad (Hvar): 39 Euro Sucuraj (Hvar)–Drvenik (Festland): 13 Euro
Unterkünfte/Restaurants In Bol auf Brac: Hotel Centar Marijan, direkt am Zlatni rat (Goldenes Horn), 2-Bett-Apartment mit Dusche/WC ab 40 Euro inkl. F., Tel.: (0)21/71 79 91 (http://www.centar-marijan.hr). In Hvar auf Hvar: Hotel Park, luxuriöse Zimmer zwischen 100 und 350 Euro, Tel. (0)21/71 83 37 (http://www.hotelparkhvar.com). Das Essen im „Gostionica 4 Palme“ an der Riva und auf dem gegenüberliegenden Pier im „Jerolim“ ist empfehlenswert. In Makarska auf dem Festland: Hotel Dalmacija, Zimmer/F ab 39 Euro (http://www.hoteli-makarska.hr).
Landkreis (pm) - Der Verband für Landwirtschaftliche Fachbildung Lauingen/Wertingen hat eine Lehrfahrt nach Kroatien unternommen. Für alle Teilnehmer war es ein eindrucksvolles Erlebnis. In Kroatien wird im Vergleich zu Deutschland eher wenig Landwirtschaft betrieben. Nur rund zwei Drittel der Fläche werden agrarisch genutzt. Die wichtigsten angebauten Früchte sind Zuckerrüben, Kartoffeln, Weizen und Mais. In klimatisch günstigen Lagen wird auch Wein, Oliven und Obst angebaut. Der Pflaumenschnaps "Slibovic" ist die alkoholische Spezialität des Landes. In der Viehhaltung dominieren die Rinder-, Schaf- und Schweinezucht.
Urlaub auf dem Bauernhof in der Nähe von Bled
Erste Station der Reise war ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Nähe von Bled mit 70 Hektar Land und 45 Hektar Wald. Der Betriebsinhaber erläuterte das Konzept zur Bewirtschaftung seines Hofes den Ehemaligen. Einen weiteren nicht unerheblichen Teil seines Einkommens erwirtschaftet der Familienbetrieb durch "Urlaub auf dem Bauernhof".
Die Reise führte weiter nach Plitvica in Kroatien. Ein Höhepunkt war der Besuch der Plitvicer Seen, die 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurden. Aufgrund der großen Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt gilt das Gebiet des Plitvicer Nationalparks als biologisch bedeutsamstes Gebiet Kroatiens. Die Ehemaligen der Landwirtschaftsschule setzten ihre Lehrfahrt auf die Insel Krk fort. Sie liegt in der Kvarner-Bucht südöstlich von Rijeka. Krk ist die größte Insel der Adria und hat eine Größe von 409 Quadratkilometer. Von dort aus wurden weitere Besichtigungstouren gestartet. Eine Tour führt entlang der traumhaften Küstenstraße nach Opatija, entlang des Mirnatals, vorbei am Künstlerstädtchen Groznjan bis Fabci. Dort war eine Besichtigung des Betriebes, auf dem man heute noch das einheimische Boskarin-Rind findet. Das Boskarin-Rind ist ein lebendes Denkmal von Istrien und unter anderem auch die älteste Rinderart Europas. Dieses imposante Arbeitstier wird bis zu 1400 Kilo schwer und heute nur noch in Istrien gezüchtet.
In Zminj wurde ein weiterer landwirtschaftlicher Betrieb mit 120 Stück Vieh, Transponderfütterung, einer eigenen Heuballentrocknungsanlage (der größten in Istrien) besichtigt. Der Besitzer ist Präsident des Milchviehverbandes.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Fahrt nach Punat, von dort wurde mit dem Boot zum Inselchen Kosljun umgesetzt. Kosljun ist das einzige bewohnte Eiland der Inseln um Krk. Seit dem 15. Jahrhundert leben hier Franziskanermönche. Das Kloster ist eines der größten Kulturmuseen Kroatiens mit sakralen, bibliografischen, ethnografischen, archäologischen und naturwissenschaftlichen Exponaten.
Nach so viel Kultur und Geschichte ging es weiter nach Vrbnik zur Besichtigung eines bekannten Weinguts mit Weinprobe. Nach der Stadtbesichtigung in Krk hatten die Ehemaligen noch genug Zeit zum Baden und Bummeln. Am fünften Tag wurde die Heimreise über Rijeka, Postojna, Ljubljana und Villach mit einem kurzen Aufenthalt am Millstätter See fortgesetzt.
Die kroatische Küstenregion Dalmatien lockt Bildungsdurstige und Erholungshungrige gleichermaßen. Erstere lesen in den Altstädten von Split, Korcula und Dubrovnik wie in einem lebendigen Geschichtsbuch. Die zweite Gruppe strandet auf der verwunschenen Insel Mljet, wie einst Odysseus und der Apostel Paulus..."
Kroatien ist nicht nur wegen seines sauberen und blauen Meeres etwas Besonderes, sondern auch wegen der verschiedenen Kulturen, die sich durch die Jahrtausende auf diesem Gebieten abgewechselt haben. Das Adriatische Meer stellt nicht nur einen Meerbusen dar, mit dem das Mittelmeer tief in das europäische Festland eingedrungen ist und damit den ökonomischsten Verkehrsweg zwischen Europa und dem Osten geschaffen hat, sondern es ist auch die Wiege der alten Zivilisation.
Davon sind zahlreiche materielle Zeugnisse erhalten geblieben, die langsam aus der Tiefe adriatischer Höhlen und aus den azurblauen Tiefen des Meeres ans Tageslicht kommen.
Es wurde festgestellt, daß die östliche Adriaküste bereits zu Beginn der jüngeren Steinzeit besiedelt war und fand man Beweise dafür, dass die meisten der zugänglichen Inseln besiedelt waren (z. B. Funde in Höhlen auf der Insel Hvar, auf der Insel Palagruza usw.).
Dank der günstigen geographischen Merkmale unserer Küste, die durch zahlreiche größere und kleinere Buchten gegliedert ist, war dieser Küstenstreifen von jeher ein wichtiger Handels- und Verkehrsweg. Durch archäologische Funde wurde festgestellt, dass die alten Griechen im 6. Jahrhundert v. Chr. Schiffsverkehr mit den Illyrern unterhielten und hier ihre Kolonien gründeten (z.B. Pharos - das heutige Starigrad auf der Insel Hvar, Issa - das heutige Vis auf der gleichnamigen Insel.) Später kamen die Römer, die nicht nur Paläste und Sommerhäuser bauten, sondern auch intensiv die Meere befuhren. Davon zeugen viele unterseeische Fundorte, die es verstreut auf dem Grund unseres Meeres -von Pula bis Cavtat - gibt. Meistens handelt es sich um Funde von Amphoren, die damals die alltägliche Verpackung darstellten, in denen alles Mögliche verstaut wurde: vom Wein bis zu Getreide und Duftstoffen. Wo auch immer Sie tauchen werden, Sie werden auf die Reste antiker, gesunkener Schiffe und ihrer Ladungen stoßen. Als einer der vielleicht wertvollsten Funde aus der Zeit sind die Reste riesiger Tonwaren (Pithos) zu betrachten, die in die Schiffe eingebaut wurden und zur Verschiffung von Schüttgütern (Getreide und ähnlichem) dienten. Ein Fundort befindet sich unweit von Cavtat und der andere bei der Insel Murter.
Nach der Ankunft der Slawen in dieses Gebiet begann eine neue Periode, die durch ständige Kämpfe um die Vorherrschaft und die Verteidigung gegen verschiedene Feinde gekennzeichnet war. Dubrovnik entwickelte sich zur Republik, die in Kultur und Handel mit gutem Beispiel voranging. Ein Schiffbruch aus dem 17. Jahrhundert zeugt von jenen Zeiten. Es handelt sich um eine Galeere, die in Venedig ausgelaufen war und Glas aus Murano, Fensterglas und andere wertvolle Gegenstände geladen hatte. Außerdem war sie mit Kanonen bewaffnet.Während eines Sturms bei der Insel Olipe, unweit von Dubrovnik, versank die Galeere.
Im 18. Jahrhundert kam Napoleon, der nach kurzer Herrschaft von Österreich abgelöst wurde. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte kämpfen Österreich und Italien um die Vorherrschaft an der Ostküste, was in der "Viska bitka", der Schlacht um Vis, im Jahre 1866 kulminierte. Auf der einen Seite war die österreichische Flotte, die von Tegetthoff angeführt wurde, der sich auf der Panzerfregatte "Erzherzog Ferdinand Max" befand, und auf der anderen Seite war Admiral Persano als Befehlshaber der italienischen Flotte. Im Laufe der Schlacht versenkte Tegetthoff das Schiff von Persano, der sich auf dem Panzerschiff Re d"Italia befand. Danach begannen sich die Italiener zurückzuziehen, womit sie die Niederlage zugaben.
Beiweise aus diesen berühmten Zeiträumen finden sich auf dem Festland, aber auch unter Wasser und zwar in Form von Wracks und Überresten der Schiffsladung. Es folgte die Herrschaft der österreichisch-ungarischen Monarchie. Häfen und Wellenbrecher werden gebaut und verstärkt, Handel und Schiffbau blühen. Während der zwei Weltkriege war die Adria eines der wichtigeren Schlachtfelder, wovon eine große Zahl von Wracks zeugt. Rund um Pula, dem damals wichtigen Kriegshafen, wurden bis heute etwa 20 Wracks aus jener Zeit gefunden: U-Boote, Zerstörer oder Torpedoboote. Das Adriatische Meer war immer schon ein wichtiger Verbindungsweg zwischen dem Osten und dem Westen, was heute an den Überresten zu sehen ist, die uns daran erinnern, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern sie als Lehre für die Zukunft zu begreifen.
Zagreb
Zagreb zeichnet sich wie die meisten anderen Hauptstädte Europas durch einen besonderen Reichtum an kulturellem Erbe aus. Deshalb bildet es auch eine eigene administrative Einheit (eine Gespanschaft) und eine Tourismusregion inmitten des Mittleren Kroatien. Da Zagreb bereits im 11. Jahrhundert zu einer bedeutenden Siedlung und im 16. Jahrhundert zur Hauptstadt Kroatiens geworden war, gibt es hier besonders im bewahrten Altstadtkern der Oberstadt, Gornji Grad, viele Denkmäler aus diesen alten Zeiten. Das heutige Stadtzentrum in der Unterstadt, Donji Grad, zeichnet sich durch eine große Konzentration von Gebäuden von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert aus. Da Zagreb trotz seiner Bedeutung bis ins 20. Jahrhundert hinein eine kleine Stadt geblieben war, befinden sich fast alle wichtigen kulturellen Attraktionen in seinem Zentrum, das heißt in der Oberstadt und der Unterstadt. Hier liegen fast alle wertvolleren Paläste, Kirchen und Museen und auch die wichtigsten Hotels. Daher können die Gäste Zagrebs die meisten Denkmäler des kulturellen Erbes zu Fuß besuchen, und so hat Zagreb auch eine besonders intime Atmosphäre bewahrt, die für die Hauptstädte der meisten europäischen Staaten sehr untypisch ist.
Dubrovnik:
Das schönste Juwel des kroatischen Kulturerbes, die Altstadt von Dubrovnik, liegt ganz im Süden Kroatiens in seiner sonnigsten Tourismusregion Dalmatiens, dem –Gebiet Dubrovnik. Es besteht lediglich aus der Gespanschaft der Dubrovnik-Neretva, die sich fast zur Gänze am Meer entlang erstreckt. Hier ist Dubrovnik das schönste und das bedeutendste, aber keinesfalls das einzige kulturelle Juwel. Hier liegen auch die Heimat Marco Polos, die Insel Korcula, die grünen Inseln Mljet, Lastovo und die Elafiten und ihre malerischen Ortschaften, die Halbinsel Pelješac mit ihren Weinbergen und Kapitänshäusern, das charmante Tal Konavle und das fruchtbare Delta der Neretva. Die Region Dubrovnik nahm in der Geschichte eine besondere Entwicklung, denn hier erlebten die kroatische Kunst und Kultur im 13. bis zum 18. Jahrhundert eine besondere Blüte. Ihren Höhepunkt erreichten sie im 16. Jahrhundert, als die berühmte Republik Dubrovnik auf dem Gipfel ihrer Macht stand.
Split:
Die größte Tourismusregion Dalmatiens,mit der Gespanschaft Split-Dalmatien, ist der Teil rund um seine größte Stadt: Split. Dies ist das Zentrum und das wahre Herz Dalmatiens. Da hier die meisten seiner Einwohner leben und wo sich die wichtigsten dalmatinischen Inseln und die schönsten Strände befinden. Hier gibt es auch die größte Zahl an wertvollen Kulturdenkmälern und zwei von insgesamt fünf Lokalitäten, die zum Welterbe der UNESCO erklärt wurden: das historische Zentrum von Split mit dem Diokletianspalast und die historische Stadt Trogir. Wenn Dalmatien, wie viele meinen, den eigentlichen, ursprünglichen Mittelmeerraum bildet, dann ist sein zentraler Teil um Split herum sozusagen das Herz des ganzen Mittelmeers.
Zadar:
im äußersten Süden Kroatiens liegt die größte und weltweit bekannteste historische Region Kroatiens: Dalmatien. Sie ist ein Raum der Sonne, des warmen Meeres, des Fischs, des Weins, der Oliven, des Liedes, der malerischen Dörfer mit steinernen Häusern –mit einem Wort, das echte, wahre Mittelmeer. Dies ist auch der kulturell reichste Teil Kroatiens, in dem gleich vier der insgesamt fünf von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützten Stätten liegen. Da man meistens von Norden nach Dalmatien reist, erwartet uns hier gleich die erste der vier dalmatinischen Tourismusregionen, Dalmatien, sie umfasst die Gespanschaft Zadar. Hier liegt das historische Zentrum Dalmatiens, Zadar, die Inseln Pag, Dugi Otok, Ugljan, Pašman und eine Vielzahl kleinerer Inseln. Und mehr noch: Das Gebiet von Zadar hat die meisten besiedelten Inseln unter allen kroatischen Tourismusregionen, und das weitläufige Hinterland ist bekannt als das Gebiet mit der best entwickelten Landwirtschaft an der gesamten kroatischen Adria. All diese Gegenden sind besonders reich an historischem Erbe aus der Antike und dem frühen Mittelalter.
Istrien:
Die Halbinsel Istrien im äußersten Westen Kroatiens war schon immer eine besondere Region. Und so verhält es sich auch mit der Tourismusregion Istrien, die ausschließlich aus der Gespanschaft Istrien besteht, die aber ihren Besucherzahlen zufolge nachweislich die touristisch stärkste Gespanschaft Kroatiens ist. Die Besonderheit Istriens entspringt seiner geographischen Lage da, wo das Mittelmeer am tiefsten in das europäische Festland hinein schneidet, und seiner Isolation vom übrigen Kroatien durch das hohe Gebirgsmassiv Ucka. Und daher stand Istrien trotz seiner überwiegend kroatischen Bevölkerung seit dem siebten Jahrhundert bis vor etwa 50 Jahren unter fremder Herrschaft. Die einzigartige geographische Lage und die Vermischung verschiedener Einflüsse führten zur Entwicklung einer besonderen Kultur und Landschaft, Musik und Gastronomie, derentwegen viele es auch zärtlich das „magische“ Land nennen.
Kvarner:
Der vielfältigste Teil Kroatiens, dieses an Natur und Kultur ausgesprochen vielfältigen Landes, ist der Raum von Kvarner und Gorje. Er besteht aus zwei kroatischen Gespanschaften, der Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar und der Gespanschaft Lika-Senj, die das Küstengebiet der Kvarner-Bucht mit ihren zahlreichen Inseln und fast das ganze kroatische Bergland umfasst. Und gerade hier geht die warme Mittelmeerlandschaft mit ihren Steinhäusern und ihrem reichen Erbe aus dem Mittelalter und der Renaissance in die kälteren mitteleuropäischen Regionen mit ihren mächtigen Festungen, Kastellen und Barockkirchen über.
Slawonien:
Im Osten Kroatiens zwischen den großen Flüssen Donau, Drau und Sava liegt das fruchtbare Slawonien. Dies ist nach Dalmatien die größte historische Region Kroatiens. Sie ist bekannt für ihre weiten Ebenen, ihre Eichenwälder, ihre malerischen Weinberge und alten Weinkeller und ihre barocken Kirchen und Paläste. Hier wird ein authentisches Erbe kroatischer Folklore mit geschmückten Kutschen, malerischen Volkstrachten, Tamburicaklängen und einzigartigen kulinarischen Spezialitäten bewahrt. Nach dem Mittleren Kroatien ist dies die größte Tourismusregion Kroatiens. Sie besteht aus fünf Gespanschaften: Virovitica-Podravina, Požega-Slawonien, Brod-Posavina, Osijek-Baranja und Vukovar-Syrmien. Bisher sind die Touristenzahlen hier relativ niedrig, denn Slawonien liegt fern ab von den Haupttouristenrouten, die meistens ans Meer führen. Aber Gästen mit Entdeckergeist bietet es viele angenehme Überraschungen. Dies gilt insbesondere für feinsinnige Bewunderer verborgener Kulturschätze.
Mittelkroatien:
Auf den ersten Blick ist das Mittlere Kroatien gar nicht in der Mitte, denn wegen der ungewöhnlichen Form Kroatiens liegt es eigentlich im Nordwesten. Und doch ist es zentral, denn es liegt zwischen den beiden anderen großen Einheiten, dem Bergland im Südwesten, jenseits dessen das Meer liegt, und Slawonien im Osten. Aber vielleicht liegt der wichtigere Grund, warum es als Mittleres Kroatien gilt, darin, dass es der dichtest besiedelte Teil Kroatiens ist, in dem fast die Hälfte der Bevölkerung lebt. Das Mittlere Kroatien ist auch die bei weitem größte Tourismusregion Kroatiens, die aus acht Gespanschaften besteht (den Gespanschaften Zagreb, Krapina-Zagorje, Varaždin, Medimurje, Koprivnica-Križevci, Bjelovar-Bilogora, Sisak-Moslavina und Karlovac), die die kroatische Hauptstadt Zagreb wie ein Ring umfassen. Die dichte Besiedelung und der Reichtum an kulturellem Erbe sind eine Folge der Tatsache, dass dieser Teil Kroatiens in der Vergangenheit von Kriegsschäden weitgehend verschont geblieben ist. Daher gibt es im Mittleren Kroatien viele erhaltene mittelalterliche urbane Ensembles, alte Burgen und Befestigungen auf den Gipfeln der Berge, romantische Schlösser, Festungen und Paläste, prächtige Kirchen und wertvolle Museen.
Sibenik:
Wenn wir von Zadar aus nach Süden fahren, erwartet uns die Region Dalmatien –mit dem Gebiet SŠibenik, das für seine Nationalparks Krka und Kornaten bekannt ist. Aber diese Region, die mit der Gespanschaft ŠSibenik-Knin übereinstimmt, besitzt ebenfalls ein sehr wertvolles Kulturerbe. Die Gespanschaft selbst übrigens ist nach ihren beiden wichtigsten historischen Städten benannt, der Hauptstadt SŠibenik an der Adriaküste, die heute die bedeutendere ist von beiden ist, und der anderen, in der Vergangenheit noch wichtigeren Königsstadt Knin im Inneren der Dalmatinska Zagora. Der SŠibeniker Teil Dalmatiens besteht, wie auch das benachbarte Gebiet von Zadar, aus drei Teilen: dem weiten Hinterland der Dalmatinska Zagora rund um die Städte Drniš und Knin, einem Küstenteil, in dessen Zentrum sich die Stadt SŠibenik befindet und einem gegliederten Inselgebiet mit den Inseln Murter, Prvic, Kaprije, SŽirje, Zlarin und Krapnje. Obwohl es in der Region SŠibenik keine großen Inseln gibt, gibt es doch gerade hier durch die gegliedertste Inselgruppe der Adria, den Kornaten-Archipel, die größte Inselzahl unter allen Adriaregionen.
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