Sa, 15.08. 04:30 05:00 SWR Schätze der Welt - Erbe der Menschheit An der dalmatinischen Küste - Die Altstadt von Trogir und die Kathedrale von Sibenik, Kroatien
Man braucht eine Spürnase, um sich im Gewirr der Gassen dieser kleinen dalmatinischen Stadt auf einem winzigen Inselchen zurechtzufinden. Das Wahrzeichen von Trogir ist heute die Kathedrale. Weithin sichtbar überragt ihr Turm das Dächermeer. Er diente den Schiffen auf der Adria, die einen geschützten Hafen suchten, als Wegweiser. Trogir konnte sich seit dem Altertum zu einer erfolgreichen Handelsstadt an der dalmatinischen Küste entwickeln. Wer den Aufstieg zur Turmspitze wagt, kann aus der Höhe das Gassengewirr als ein geordnetes Labyrinth überblicken. Trogir weist im kleinen Format alle Elemente eines unabhängigen Stadtwesens auf. Nicht nur die Türme der verschiedenen Kirchen zeigen die Fülle architektonisch sehenswerter Bauwerke an. Unter der Dächern manches ehemaligen Palastes sind Schätze verborgen, die von der Hochkultur des Ortes zeugen.
Ihre Maße sind nicht überwältigend, - es gibt gewaltigere Kirchen, und doch nimmt sie einen hervorragenden Platz in der Kunstgeschichte ein: Die Kathedrale von Sibenik.
Ein schlichter Bau von außergewöhnlicher Raffinesse, der nicht nur durch die Schönheit der Steinmetzarbeiten, durch die harmonische Form und seine Ausgewogenheit besticht, sondern auch durch seine Konstruktionsart Architekturgeschichte schrieb, und heute zum Weltkulturerbe zählt. Da Sibenik verhältnismäßig spät gegründet wurde und sich nicht, wie andere Städte an der dalmatinischen Küste, einer tausendjährigen Kulturtradition rühmen konnte, wollten Adel und Bürger durch ein großartiges Bauwerk Aufmerksamkeit auf sich und ihre Stadt ziehen - durch den Neubau einer Kathedrale. Neu und einmalig war und ist vieles an dieser Kirche, sie ist ein steingewordener Gedanke. Die Mauern und das Tonnengewölbe der Dachkonstruktion sind ebenso, wie die Kuppel vollständig aus einem Material ausgeführt: Aus vorgefertigten Steinblöcken, die wie Legosteine zusammengesetzt und miteinander verzapft sind.
Phoenix Fr 31.07., 19.00 Uhr Montenegro: Durmitor Nationalpark Schroffe, von Gletschern und Verkarstung gezeichnete Gipfel, Hochalmen und Urwälder prägen eine Berglandschaft ganz im Norden der Republik Montenegro: das Durmitor- Massiv. Eingebettet in die Berge liegen Gletscherseen und Karstschlunde, Quellen und Bäche, Flüsse tosen in wilden, unzugänglichen Tälern. Der Name Durmitor stammt wohl aus dem Keltischen und bedeutet: "Berge der vielen Wasser". Der Film begleitet eine Floßfahrt entlang der Tara und beobachtet den Alltag einer Hirtin, die den Sommer auf den Hochweiden des Durmitor verbringt. Er stellt mit dem Durmitor-Nationalpark eine einzigartige Naturlandschaft vor, die von der Unesco 1980 in die Welterbeliste aufgenommen wurde. 3sat So 02.08., 06.00 Uhr Die Brücke von Mostar, Bosnien-Herzegowina 3sat Mo 03.08., 12.45 Uhr Die Brücke von Mostar, Bosnien-Herzegowina SWR Sa 15.08., 04:30 Uhr Die Altstadt von Trogir und die Kathedrale von Sibenik, Kroatien
Do. 13.08. 04:42 TW1 Dubrovnik Fr. 14.08. 13:17 TW1 Split - Stadt im Palast Sa. 15.08. 04:30 SWR Die Altstadt von Trogir und die Kathedrale von Sibenik, Kroatien
Di, 06.04. 21:45 22:00 3sat Die Bucht von Kotor, Montenegro Fjord der Adria So, 11.04. 06:00 06:15 3sat Die Bucht von Kotor, Montenegro Mo, 12.04. 12:45 13:00 3sat Die Bucht von Kotor, Montenegro
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit Schützende Mauern – Dubrovnik und Split Kroatien D 2005
Showview: 2-439-034
Auf einem Felsen im Meer an der Küste Dalmatiens wurde im 7. Jahrhundert Dubrovnik gegründet und zum Schutz gegen Rivalen und Feinde mit kräftigen Wehrmauern versehen. Zudem sollten unwillkommene Gäste auch durch Forts und tiefe Gräben abgehalten werden. Das in Kroatien gelegene Ragusa, wie es früher hieß, erlebte seine Blütezeit im Mittelalter. Weitsichtige Politik sicherte 450 Jahre lang die Freiheit der Stadt. Aber eine Feuersbrunst und ein Erdbeben im 17. Jahrhundert zerstörten einen Großteil der alten Bauwerke und töteten viele Menschen. Dennoch sind viele romanische, gotische und Renaissance-Kirchen, Plätze und Brunnen erhalten. Was Erdbeben, Feuer und der Zahn der Zeit nicht ausgelöscht haben, litt in den Auseinandersetzungen auf dem Balkan. Der Krieg hat schwere Spuren der Zerstörung hinterlassen. Heute wird die 1991 beschossene Stadt wieder restauriert. Nach der Abdankung im Jahre 305 verbrachte Diokletian, einer der Herrscher des östlichen römischen Imperiums, seinen Lebensabend in seiner adriatischen Heimatstadt Split. Hier ließ der Soldatenkaiser und Reichsreformer in nur zehnjähriger Bauzeit einen gewaltigen Palast auf 30.000 Quadratmeter Fläche errichten. Diokletians Alterssitz in Split ist das größte antike Baudenkmal an der östlichen Adriaküste. Salona, wie die antike Vorgängerstadt Splits von den Römern genannt wurde, entwickelte sich unter Augustus zum politischen Zentrum der römischen Besitzungen in Dalmatien. Schon im Mittelalter wussten Splits Einwohner die mächtige Anlage für sich zu nutzen, innerhalb der schützenden Palastmauern bauten sie die Altstadt. In der Folgezeit entstanden Paläste im Stil der Spätgotik und des Barocks, der heutige Marktplatz befindet sich an der Porta Agentea, die erst 1946 freigelegt wurde.
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