Dort, wo vor zweitausend Jahren ein Grenzwall Orient und Okzident trennte - der Limes des römischen Imperiums -, an dieser Nahtstelle liegt Belgrad, die Hauptstadt Serbiens. Serbien ist der größte Staat, der aus der Konkursmasse des ehemaligen Jugoslawien nach dessen Zusammenbruch 1991 hervorging. Mit einer düsteren Vergangenheit unter dem sozialistischen Diktator Milosevic, der das Land wirtschaftlich, politisch und moralisch ruinierte. Nach seinem Sturz öffnete sich Serbien der Demokratie, und es erstaunt, wie rasch die Wunden einigermaßen geheilt scheinen. Den Balkan-Reisenden von heute erwartet eine freundlich geordnete Landschaft rechts und links der Donau als wichtiger Lebensader, gesäumt von mächtigen Burgen als Bollwerke gegen frühere Eindringlinge. Ein gewaltiger Strom, der sich zum See verbreitert, durch enge Schluchten schäumt, eindrucksvoll in fast allen Passagen. In der Fruska Gora (Frankenwald) mahnen mehr als ein Dutzend Klöster zur stillen Einkehr, auf dem Zlatibor (Föhrenwald) treffen sich die Sportbegeisterten, rund um den Palic-See träumen die Nostalgiker. Und die Kulturfreaks werden vor allem in den beiden großen Städten Novi Sad und Belgrad bestens bedient und erleben Theater, Tanz und bildende Kunst auf hohem zeitgenössischem Niveau. Dass da manchmal doch eine schmerzliche Erinnerung das heitere Bild des heutigen Serbien trübt, auch davon erzählen einige Menschen, die der Film vorstellt.
Dokumentation Serbien 2008 (Goodbye, how are you?)
Eine Satire über Serbiens ärgste Feinde - die Serben! - drehte Filmemacher Boris Mitic in seiner Heimat. Auf seiner satirisch-essayistischen Reise quer durchs Land trifft er auf zahlreiche Stereotype, die er mit viel schwarzem Humor porträtiert. Serbiens paradoxe Wirklichkeit, aufbereitet mit viel schwarzem Humor steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms. Er zeigt die satirisch-essayistische Reise eines desillusionierten Don Quichotte, der für das in den Tod gehen würde, an das er glaubt. Doch leider glaubt er inzwischen an gar nichts mehr. Vom Leben enttäuscht, beschließt er sich in die absurdesten Duelle mit zu Ikonen aufgestiegenen Alltagspersönlichkeiten zu begeben. So zieht er gegen den Geschäftsmann im humanitären Gewand ebenso zu Felde wie gegen den korrupten Arzt und den skrupellosen Gläubigen. Doch all diese Typen sind längst zu Schießbudenfiguren geworden, desavouiert und lächerlich gemacht von allen Seiten. Am Ende findet sich für den Protagonisten nur ein würdiger Gegner weit und breit - er selbst. Wenn man Dinge nicht ändern kann, dann immerhin die Sicht auf die Dinge.
Über einen Zeitraum von drei Jahren gefilmt und gesammelt auf ziellosen Reisen durch den Balkan, wird in diesem Dokumentarfilm subversive Alltagsphilosophie zur verlässlichen Lebenshilfe.
3sat Sonntag | 20.12.2009 19.10 - 20.00 (50 min.) Vom Erbe der Natur Mexiko / Montenegro / Schweiz - In 24 Stunden um die Welt
Die 13. Etappe stellt die Agavenlandschaft und die Tequila-Produktionsstättein Mexiko, das Durmitor-Massiv in Montenegro und das schweizerische Weinbaugebiet Lavaux vor. Zu Gast bei Dieter Moor ist Otto Geisel von "Slow Food Deutschland".
Tequila, eine Form des Mezcal, wird ausschließlich in der Umgebung der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco hergestellt. Der alkoholische Saft, den der Literaturkritiker Carlos Monsivátis einmal "das Schmiermittel des Machismo" nannte, ist das Produkt einer ganz bestimmten Agavenart, der "Tequilera Weber azul". 2006 hat die UNESCO die Agavenlandschaft und die Tequila-Produktionsstätte zum Weltkulturerbe ernannt.
Auch Naturlandschaften stehen auf der Liste des Weltnaturerbes - wie das Durmitor-Massiv in Montenegro. Es zeichnet sich durch schroffe, von Gletschern und Verkarstung gezeichnete Gipfel, Hochalmen und Urwälder aus. Eingebettet in die Berge liegen Gletscherseen und Karstschlunde, Flüsse tosen in wilden, unzugänglichen Tälern. Bis zu 1.300 Meter tief hat sich der Tara-Canyon in die Berglandschaft gegraben, Europas vielleicht ursprünglichstes Flusstal und nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt.
Das Weinbaugebiet Lavaux zwischen Lausanne und Vevey gilt als eine der schönsten Landschaften der Schweiz. Die mächtigen Felswände der Savoyer- und Waadtländer Alpen schützen vor kalten Winden, und auch der über 300 Meter tiefe Genfer See sorgt für ein mildes Klima. Gute Voraussetzungen für Weinbau in einer alpinen Region. Schon 100 nach Christus pflanzten die Römer an den steilen Uferhängen Reben. Im Mittelalter begannen dann Zisterziensermönche stufenförmige, mit Mauerwerk befestigte Terrassen anzulegen und steigerten so Qualität und Ertrag der Weinstöcke.
Zu Gast in der 13. Etappe des Thementags ist Otto Geisel, Sprecher von "Slow Food Deutschland". Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen, pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.
EinsFestival, Dienstag, 28.12.2010, 15:55 - 17:00 Uhr WeihnachtsGESCHICHTE Good bye, how are you - Auf Wiedersehen, wie geht's
Wiederholungen
Mi. 29.12., 10:40, EinsFestival Good bye, how are you - Auf Wiedersehen, wie geht's Do. 30.12., 05:45, EinsFestival Good bye, how are you - Auf Wiedersehen, wie geht's Sa. 01.01., 11:50, EinsFestival Good bye, how are you - Auf Wiedersehen, wie geht's
arte, Samstag, 22.10.2011, 19:15 - 19:30 Uhr (VPS 19:15) Erstausstrahlung Mit offenen Karten Frankreich 2011
2011 hat Kroatien grünes Licht für den EU-Beitritt erhalten. Damit es der 28. Mitgliedsstaat werden kann, verpflichtete sich das Land zu weitreichenden Reformen, um sich den EU-Standards anzupassen. Wird Kroatien 20 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg eine Brückenfunktion zwischen Brüssel und den Balkanländern übernehmen können?
Regie: Frédéric Lernoud
Das Magazin 'Mit offenen Karten' bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. Mehr Infos unter: www.arte.tv/mitoffenenkarten
2011 hat Kroatien grünes Licht für den EU-Beitritt erhalten. Damit es der 28. Mitgliedsstaat werden kann, verpflichtete sich das Land zu weitreichenden Reformen, um sich den EU-Standards anzupassen.
Wird Kroatien 20 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg eine Brückenfunktion zwischen Brüssel und den Balkanländern übernehmen können?
Das Magazin "Mit offenen Karten" bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. Mehr Infos unter: www.arte.tv/mitoffenenkarten
Montenegro: Durmitor Nationalpark - Berge der vielen Wasser
rbb: 09.12.2011, 10:05 Uhr - 10:20 Uhr STEREO
Schroffe, von Gletschern und Verkarstung geprägte Gipfel, Hochalmen und Urwälder prägen das Durmitor-Massiv, eine Berglandschaft ganz im Norden Montenegros. Eine Flussfahrt durch das Unesco-Welterbe
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