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Dieses Thema im Kroatien-Forum hat 73 Antworten
und wurde 5.759 mal aufgerufen
  
 Anfragen und Beiträge aller Art zum Thema Kroatien - Sonstiges
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Pez ( Gast )
Beiträge:

15.06.2005 07:52
Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Hallo
Wenn man manche Beiträge über Schwierigkeiten (laufend neue Gesetze oder Bestimmungen zum Abzocken zb.Bau/Boot/Camping ..) in HR lest, kommt einem diese generelle Frage.
Was ist Eure Meinung.
Viel Grüße
Pez

Pez ( Gast )
Beiträge:

15.06.2005 07:55
#2 RE:Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Hallo
Nicht zu vergessen - soll man sich dies antun bei der Meinung der EU-Bürger über die
EU - siehe Frankreich ....

bonaca Offline

Mitglied im Kroatien-Forum

Beiträge: 2.491

15.06.2005 11:00
#3 RE:Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Der kleine mann häte(wahrscheinlich) nichts gegen die EU.......,aber die anderen die neureichen,und profieteure.....und grad die
reden dem kleinen mann ein , es ist nicht gut die EU
Pozdrav
Noch 39 tage

Gendryn Offline



Beiträge: 28

15.06.2005 19:43
#4 RE:Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Die EU ist nicht gut für Kroatien... das wäre der Todesstoß für die schon jetzt sehr schwache Produktion.
Lediglich der Tourismus hätte etwas davon... die meisten anderen Branchen wären eher benachteiligt, da das Lohnniveau in Kroatien im Vergleich zu Ungarn, Bulgarien und Rumänien einfach zu hoch ist. Die Lohnnebenkosten sind sogar noch höher als in Deutschland.

seeskipper Offline

Mitglied im Kroatien-Forum

Beiträge: 52

16.06.2005 02:12
#5 RE:Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Oh jeee, was soll das den.."schwache Produktion"???
Erkundigt euch mal was überhaupt noch Kroatien gehört: Alle Groß und Mittelständler sind schon in den Besitzt von EU-Firmen. Kroatische Banken gibt es nicht mehr, gehören alle Deutschen oder Österreichischen Konzernen (Und lass euch nicht von den Namen blenden)! Das Abfallwesen -> Österreich, Telefon -> Telekom und zwar alles nicht nur Handy. Diese Konzerte machen doch keine Investitionen in ein Land dessen Zukunft ungewiss steht. Die frage EU oder nicht EU stelle sich in Wirklichkeit nicht.
Ich kann verstehen, das die öffentliche Meinung ängstlich reagiert, aber alle wollen doch mit German-Wings billigt fliegen (noch ein Beispiel). Die Billig-Flieger müssen sehr feinfühlig auf den Markt achten.

Meiner Meinung nach, kann HR und wir alle HR-Freunde mit der EU nur dazu gewinnen. Zu den Franzosen und alle andern die nicht dafür waren, kann ich nur sagen, dass ich es nicht anders erwartet hatten. 1300 Jahre hat sich Europa nur gekloppt, das lässt sich in ein paar Jahren nicht wieder hinbiegen. Wenn ich in unser Land so sehe stelle ich immer noch so mache Feindseligkeit fest: Baden gegen Schwaben; Preußen gegen Bayern und nicht zu vergessen OST gegen West. Was da wohl bei einer Abstimmung heraus kommen würde??? Wir sollten in die Zukunft sehen und eine nicht ganz so reicht EU in Frieden, ist immer noch besser als, ein reicher Staat im Krieg.

AHOY

Gendryn Offline



Beiträge: 28

16.06.2005 22:31
#6 RE:Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Hallo Seekipper,


es ist eigentlich eher nebensächlich, wem welche Fabriken und Banken gehören. Die können ruhig auch ausländischen Investoren gehören. Die Frage ist stets die, wo die Investoren Kapital investieren. Das Land, wo es investiert wird, hat mehr Nutzen als das Land, von dem die Investoren stammen. Wenn Siemens 5 Fabriken in China eröffnet, so hat China viel mehr davon als Deutschland, weil in China Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und die Infrastruktur ausgebaut wird. Der deutsche Staat hat nur wenig davon... bestenfalls die Kapitalertragsteuern der Aktionäre.


Als Volkswirt sehe ich das alles sehr rational:

1. Das Lohnniveau ist in Kroatien höher als in anderen osteuropäischen Ländern. Wer sollte in die kroatische Industrie investieren, wenn ein Arbeiter in Bulgarien und Rumänien nur einen Bruchteil so viel kostet?

2. In der EU gibt es keine Zölle mehr. Man kann sich also von Importen nicht mehr schützen. Die Folge ist, daß man in Kroatien so gut wie gar nichts mehr produzieren und immer mehr Waren aus Osteuropa zollfrei importieren wird.

3. Jeder Staat kann seine konkunkturelle Entwicklung durch 2 Mittel beeinflussen:
a) Die Finanzpolitik.
b) Die monetäre Politik (Optimierung der Geldmenge und der Leitzinssätze durch die Nationalbank).
Die monetäre Politik als Instrument fällt in der EU komplett weg, da die europäische Zentralbank (EZB) die Geldmenge und die Leitzinssätze für alle Länder in der Währungsunion einheitlich regelt. Somit ist diese Optimierung für die Einzelländer nicht optimal, da das Wirtschaftswachstum in einem Zeitintervall Delta t nicht überall gleich ist.

Fazit:
1. Die Produktion in Kroatien wird bei einem Beitritt in die EU durch niedrigere Produktionskosten ist osteuropäischen Nachbarländern noch weiter absinken.
2. Mit dem Verlust der Instrumente der monetären Politik verliert der kroatische Staat ein wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument und ist dem Willen der EZB, die sich um die Interessen kleiner Volkswirtschaften wie der in Kroatien nicht viel kümmern wird, unterworfen.

Mit Ausnahme einiger Vorteile für den Tourismus und dem Eintritt weiterer ausländischer Supermarktketten sehe ich in der EU keine Vorteile für Kroatien... wohl aber mehrere Nachteile, die ich oben geschildert habe. Wenn ich in Kroatien das Sagen hätte, würde ich etwas ganz anderes machen... aber da ich es nicht habe, spielt das hier auch keine Rolle.

Das mit dem Frieden stimmt schon.
Aber da wäre ich vorsichtiger... Abspaltungs- und Bürgerkriege sind manchmal blutiger als Kriege zwischen zwei Ländern. Siehe Ex-Jugoslawien. Wenn es in der EU zu sozialen Unruhen kommen sollte und der Nationalismus aufflammt, wird es vielleicht blutiger enden, wie wenn die Nationen getrennt wären. Die wirtshaftliche Lage der EU Länder ist sehr unterschiedlich... wir haben eine Spannweite der Lohnniveaus von etwa 1500%. In Luxemburg verdient man im Durchschnitt etwa 15 mal mehr als in Estland. Eigentlich ist es unvorstellbar, daß das alles EINE zollfreie Währungsunion sein soll. Ob das gut gehen wird...

Basti Offline



Beiträge: 24

18.11.2005 12:44
#7 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten
Kroatien und EU?


Meine Meinung ist, das Kroatien noch nicht bereit ist in die EU zu kommen, und eigentlich macht die dadurch nicht viel gewinn. Lasst uns nicht blenden von den Tatsachen das eigentlich noch nichts so richtig funktioniert in Kroatien das System ist einfach noch nicht richtig bedacht, und wie könnte es auch Kroatien war jahunderte lang in fremden Herrschaften und hat einfach noch nicht genug Erfahrung mit selbstherschaft.

Dan muss ich sagen schon komisch das eins der Held Gotovina innerhalb Jahre zum Verbrecher deklariert wurde, klar klebt an seiner hand Blut unschuldiger aber wer darf darüber urteilen, wieso urteilt keine über die Amerikaner, die mehr leid und schmerz auf dieser Welt verbreitet haben als was 1000 Balkan Kriege verursachen könnten.

Man muss schauen das Europa mehr Profitiert Kroatien in die EU zu bekommen als andersrum den was wird uns dran noch gehören, jeder weis das Geld macht ist und Kroatien hat kein Geld es wird sich unterwerfen müssen, und ich glaube Kroatien war schon lang genug in fremder Herrschaft. Die sollten so was Ähnliches machen wie in der Schweiz, dann würde uns eindeutig besser gehen.

Bitte fasst das nicht als negativ auf aber mal ein Rückblick durch die EU ist der Mittelstand vollkommen vernichtet worden es gibt 2 Klassen Gesellschaft, Die Reichen und die Armen und braucht man das noch weiter auszubreiten? Ich sage nein man kann sich als Indirekter Partner der EU anbieten und einige Gesetzen lockern damit ist vielen mehr geholfen.

Abgesehen davon schaut euch mal die Infrastruktur an es ist nicht viel anders als wie in Deutschland. Komplette Küste kann sich finanzieren, die Gegend Von Zagreb auch aber was ist mit Slawonien es wird nicht genug dort investiert, die Menschen haben es sehr schwer arbeit zu finden, Slawonien ist genau das wie Ostdeutschland hier viel Potenzial aber einfach kein Geld um es um zu setzen, damit möchte ich Slawonier nicht durch den Kakao ziehen, man könnte dort Industrie aufbauen aber was ist dann mit der Natur.

Urteilt selber, was ist PRO und KONTRA für die EU?

- Werden wir da unten mehr Arbeitsplätze bekommen?
- Wie lässt sich das dann umsetzen?


Wie können große Konzerne sparen wen die Industrie umsiedelt, erstens die Arbeitskräfte sind preiswerter, aber das schlimmste ist die haben keine so Strenge Richtlinien was den schadstoffaustoß regelt klar wird es in der Anfangszeit erst mal besser aber was ist mit Menschen und natur.

Man könnte darüber Bücher schreiben vielleicht dient euch das als ne kleine Anregung
Viel spaß beim Posten

huegus Offline




Beiträge: 2.243

18.11.2005 13:31
#8 RE: Wozu Kroatien in die EU ? antworten
Langsam, langsam.
Hier sind ein paar Behauptungen versteckt die so nicht ganz korrekt sind.
Zum einen gibts Banken die in alleiniger kroatischer Hand sind, zum anderen ist Slawonien der wahrscheinlich größere Industrie.- und Wirtschaftschwerpunkt im Vergleich zu Dalmatien.
Doch warum sollte Kroatien in die EU?
- Zum einem, und für mich das wichtigste, das Kroatien endlich seine Korruption geregelt bekommt. Denn die wichtigsten Fragen werden dann in Brüssel geregelt.
- Auch dürfte interessant sein, das dann viel Papierkram in Bezug auf den Warenverkehr wegfällt.
- Im Tourismus gibts Erleichterungen
Sind für mich 3 Punkte die FÜR den Beitritt sprechen.
Nun die die dagegen sprechen.
- Kroatien hat neben Österreich das wohl beste Bankengeheinmnis Europas. Die wird dann unweigerlich aufgeweicht.
- Für EU Bürger dürfte es noch leichter werden an Wohneigentum zu kommen als es eh schon ist, was einem Ausverkauf gleich kommt.
- Den Neid der Bosnier/Herzegowiner sollte man ebenfalls nicht unterschätzen
- Vorteile für den einzelnen Kroaten sehe ich keine.

Die bestehenden bilateralen Zoll.- und Warenwirtschaftabkommen sollten genügen um Kroatien alleine auf die Füße kommen zu lassen.
Von mir aus kann Europa bleiben wo der Pfeffer wächst.

merlinrovinj2 Offline



Beiträge: 516

18.11.2005 13:35
#9 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Hi Basti,

In Antwort auf:
Die sollten so was Ähnliches machen wie in der Schweiz, dann würde uns eindeutig besser gehen.

KRO ist im Moment sowas wie die Schweiz - nur ohne Geld!!
Meinst du Kroatien müsste dann den Rest Europas finanzieren?
mr2

Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

18.11.2005 14:41
#10 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Kroatien rappelt sich wieder auf - jetzt in die EU?


Zagreb -

"Komm mit nach Varazdin, solange noch die Rosen blüh'n" - Slobodan Mikac hat diese Arie aus der Operette "Gräfin Mariza" von Emmerich Kalman längst zu seiner Hymne erhoben. Nach Meinung des stellvertretenden Bürgermeisters der 50 000-Einwohner-Stadt im Norden von Kroatien können gar nicht genug Besucher nach Varazdin kommen. Gerne Touristen, aber noch lieber vor allem Geschäftsleute. Der 800 Jahre alte Ort nahe den Grenzen zu Slowenien und Ungarn boomt. Grund dafür ist die sogenannte "Freie Zone" am Ortsrand. Auf 700 000 Quadratmetern Gewerbefläche sollen in den nächsten drei Jahren 4000 Arbeitsplätze entstehen. Zwei Firmen beschäftigen schon 1000 Menschen, elf Betriebe richten gerade Hallen ein. Steuer- und Zollnachlässe, qualifizierte Arbeitskräfte und eine gute Verkehrsanbindung sorgen für die Standort-Vorteile von Varazdin.

Die pittoreske Stadt mit ihren Kirchen, Plätzen und Barockbauten ist nur ein Gesicht von Kroatien, das Ziel einer Rundreise auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung war. In der Hauptstadt Zagreb finden sich gammelige Plattenbauten aus der Sozialisten-Ära neben modernen Glaspalästen und Häusern mit dem morbiden Charme der Habsburger Zeit. Der Verkehr ist dicht wie in jeder Großstadt, Cafés und Restaurants sind gut besucht, die Läden gut sortiert.

Zehn Jahre nach Ende des Balkan-Krieges mit dem Friedensabkommen von Dayton rappelt sich das südosteuropäische Land wieder auf und macht sich auf den Weg nach Westen. Am 3. Oktober begann die EU Beitrittsverhandlungen mit Kroatien. Für Staatssekretär Mario Horvatic aus dem Außenministerium steht fest: "An den Wahlen zum Europäischen Parlament 2009 wollen wir als Vollmitglied der EU teilnehmen." 60 Prozent der Kroaten unterstützen diesen Weg.

Die Mitgliedschaft in der EU und auch in der Nato sind die vorrangigen Ziele der kroatischen Politik. Da sind sich die national-konservative Regierung unter Ministerpräsident Ivo Sanader von der Partei "Kroatische Demokratische Gemeinschaft (HDZ)" und die sozialdemokratische Opposition einig. "Wir wünschen uns Stabilität, Prosperität, Sicherheit und gemeinsame europäische Werte", sagt Horvatic. Als EU-Mitglied könne Kroatien die Region stabilisieren und eine Vorbild-Funktion für Serbien oder Bosnien-Herzegowina übernehmen. Und für die EU hätte ein Mitglied Kroatien auch Vorteile. "Das Land wäre ein Brückenkopf der Europäischen Union nach Südosteuropa", sagt der deutsche Botschafter in Zagreb, Jürgen Staks. "So könnte die Region besser be- und erarbeitet werden, zum Beispiel für die Wirtschaft."

Aber auf dem Weg nach Brüssel liegen noch viele Stolpersteine. Dringend notwendig sind Reformen der Verwaltung, des Rechtswesens und des Militärs. Die Landwirtschaft ist nicht EU-tauglich, das Ausschreibungswesen nicht transparent genug, und Geschäftsabschlüsse kommen oft genug nur mit Korruption zustande. "Kroatien ist ein liebenswertes Land, das noch Hilfe braucht, um den Post-Sozialismus und die Kriegsfolgen zu überwinden", ist Botschafter Staks überzeugt.

Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien (1991-95) hat Kroatien rund 40 Milliarden Dollar gekostet - Geld, das zum Beispiel Tschechien oder Ungarn für ihren schnelleren Reformweg einsetzen konnten. Längst sind nicht alle Minen geräumt, und wo diese noch herumliegen, investiert auch niemand.

Eine andere Altlast, an der beinahe der Beginn der EU-Gespräche gescheitert wäre, ist General Ante Gotovina. Das Uno-Tribunal in Den Haag wirft ihm Kriegsverbrechen gegen die Serben vor, als der General im August 1995 bei der "Operation Sturm" die bis dahin serbisch kontrollierte Region Knin zurückeroberte. Ante Gotovina ist flüchtig und will sich nur stellen, wenn in Kroatien und nicht in Den Haag gegen ihn verhandelt wird. Von zahlreichen Landsleuten wird er aber immer noch wie ein Held und als Symbol der Unabhängigkeit des Landes verehrt.

Und dann ist da noch das mentale Problem der Kroaten mit den Serben im eigenen Land. "Die emotionale Aufarbeitung des Krieges wird noch einige Zeit dauern", sagt Christian Schmitz, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zagreb. Die Volksgruppen müßten akzeptieren, daß sie keine Kriegsgegner mehr seien, und einander tolerieren.

In Pakrac sind die Wunden noch deutlich sichtbar. Viele Häuser in der 9000-Einwohner-Gemeinde östlich von Zagreb weisen Einschußlöcher auf, Ruinen erinnern an die Kämpfe im Herbst 1991 zwischen Kroaten und Serben. Vor dem Krieg waren 46 Prozent der Einwohner Serben, 40 Prozent Kroaten. Heute sind 71 Prozent der Menschen in Pakrac Kroaten und nur 17 Prozent Serben.

"Die Statistik spiegelt nicht die Realität wider, die ist positiver", behauptet Damir Spancic, heute Staatssekretär im Verkehrsministerium und früher Bürgermeister von Pakrac. Die Serben bekämen ihre Häuser renoviert zurück und seien willkommen. Die Betroffenen sehen das anders. "Zurück kommen nur die Alten, weil sie an ihrer Heimat hängen", sagt ein Serbe. "Die Jungen bleiben weg, weil sie Angst vor Diskriminierung haben. Außerdem gibt es keine Arbeit." Und daß die kroatische katholische Kirche schon picobello hergerichtet ist, die serbisch-orthodoxe Kirche aber wenig einladend erscheint? "Alles Zufall", sagt Spancic, der aus seinem Nationalismus keinen Hehl macht. Im Rathaus hängen noch riesige Porträts des früheren Präsidenten Franjo Tudjman, dessen nationalistischer Kurs Kroatien nach dem Krieg erst einmal isoliert hatte.

Während der HDZ-Politiker aus Pakrac wie ein Ewiggestriger wirkt, hat sein Parlamentskollege Slobodan Mikac von den Liberalen in Varazdin eher die Zukunft im Sinn. "Unsere ,Freie Zone' ist die erfolgreichste in Kroatien, wir haben die größten Investitionen auf grüner Wiese in unserem Land", berichtet der Jurist, der auch in Kiel studierte, sichtlich stolz. "Wenn alle Firmen sich wie geplant angesiedelt haben, rechnen wir damit, daß Menschen auch aus anderen Gegenden Kroatiens hierherziehen." Also gilt Mikacs Hymne einmal mehr - "Komm mit nach Varazdin . . ."

erschienen am 18. November 2005, Hamburger Abendblatt


Aetz ( Gast )
Beiträge:

18.11.2005 16:03
#11 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

In Antwort auf:
- Kroatien hat neben Österreich das wohl beste Bankengeheinmnis Europas. Die wird dann unweigerlich aufgeweicht.

Wieso muesste Kroatien als Mitglied der EU "schlechter" als Oesterreich sein?

In Antwort auf:
- Für EU Bürger dürfte es noch leichter werden an Wohneigentum zu kommen als es eh schon ist, was einem Ausverkauf gleich kommt.

Kann es noch leichter sein als es jetzt schon ist?

huegus Offline




Beiträge: 2.243

18.11.2005 16:13
#12 RE: Wozu Kroatien in die EU ? antworten
In Antwort auf:
Wieso muesste Kroatien als Mitglied der EU "schlechter" als Oesterreich sein?

Korrigiert mich, aber soweit ich weiß, ist das Bankgeheimnis in der österreichischen Verfassung verankert, die zu ändert benötigt eine 2/3 Mehrheit die nicht zustande kommen wird.
In Antwort auf:
Kann es noch leichter sein als es jetzt schon ist?

ich denke schon, den Affentanz, das nur (Schein-)Firmen sich problemlos Eigentum verschaffen können, wäre vorbei.

Aetz ( Gast )
Beiträge:

18.11.2005 16:19
#13 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

In Antwort auf:
Korrigiert mich, aber soweit ich weiß, ist das Bankgeheimnis in der österreichischen Verfassung verankert, die zu ändert benötigt eine 2/3 Mehrheit die nicht zustande kommen wird.

Aber kann man von Kroatien "schlechteres" als von einem anderen EU-Land verlangen?

In Antwort auf:
ich denke schon, den Affentanz, das nur (Schein-)Firmen sich problemlos Eigentum verschaffen können, wäre vorbei.

Bei Wohneigentum gilt doch seit etwa 2000 das Gegenseitigkeitsprinzip, somit koennen doch
alle EU Buerger soviel Wohneigentum erwerben, wie sie jeweils bezahlen koennen. (Zumindest
gibt es bei den aktuellen Preisen in gewissen Lagen nicht viele Kroaten, die da mithalten
koennen...)

jacques63 Offline



Beiträge: 14

20.11.2005 10:09
#14 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Salut,

Hierzu mal die Information des AA zur Wirtschaft in Kroatien,wo auch einige Infos von euch wiedergegeben werden,die Kroatien vor Probleme stellt.

Leider ist der Link nicht mehr aktuell. - Thofroe


Gruss Klaus

Golphi Offline



Beiträge: 1.906

20.11.2005 10:26
#15 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten
Ressort Politik aus der Morgenpost vom Sonntag, 20 November 2005

In Antwort auf:
"Merkel wird uns unterstützen"

Kroatiens Präsident Mesic erwartet von Berlin schnelle EU-Integration

Berliner Morgenpost: Herr Präsident, die große Koalition in Deutschland steht. Die designierte Kanzlerin Angela Merkel warnt vor einer Überdehnung der Europäischen Union und ist zurückhaltend bis skeptisch bezüglich ihrer Erweiterung. Fürchten Sie Konsequenzen für Kroatiens Beitritt?

Stjepan Mesic: Ich habe keine besondere Angst. Es ist eine Sache, was in der Opposition gesagt wird, und was in Regierungsverantwortung. Die EU-Mitgliedsstaaten stehen auf der einen, auf der anderen Seite die Kandidaten. Die Mitglieder sind des Integrationsprozesses müde - aber auch die Kandidaten und Bewerber sind der Transformation müde. Diese Müdigkeit können wir nur überwinden, indem der Integrationsprozeß beschleunigt wird. Darum glaube ich, daß die deutsche Politik die beschleunigte Integration fortsetzt.

Sie sind sehr optimistisch - denn das hieße, daß die Union einen Kurswechsel einginge ...

Ich weiß nicht, ob die Union vollständig ihre Einstellung zur Integration verändert. Aber es ist sicher, daß sie den Beitritt Kroatiens unterstützt.

Brüssel hat im Oktober eine harte Schutzklausel für die Verhandlungen eingebaut; mit qualifizierter Mehrheit können diese bei Verstößen Kroatiens eingefroren werden. Empfinden Sie dies als ungerecht?

Es ist schwierig, über Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit zu sprechen. Es handelt sich hier um die Entscheidung eines Clubs, und es ist legitim, wenn er Bedingungen für einen Beitritt stellt. Es hängt von uns ab, die Standards zu erfüllen. Dann wird es keine Hindernisse für einen Beitritt geben.

In Ihrem Land ist das Gefühl verbreitet, daß die EU Kroatien den Beitritt schuldet. Welche Gefahr liegt in dieser Annahme?

Es gibt da keine Schulden. Kroatien hat sein Ziel, den Beitritt in die euroatlantischen Strukturen. Regeln und Standards müssen erfüllt werden. Da haben wir keine Vorurteile. Wir werden die Reformen durchführen und Verpflichtungen nachkommen. Das ist im Interesse der Bürger und Kroatiens. Das machen wir für uns selbst, und Europa wird das anerkennen. Mit Kroatien wird Europa reicher. Wer hat Interesse, daß es ärmer wird?

Am 3. Oktober gab Brüssel grünes Licht für die Beitrittsverhandlungen, obwohl Gotovina nicht ausgeliefert ist. Die USA verweigern aus diesem Grund indes ihr Plazet für einen Nato-Beitritt - ist Washington strenger als Brüssel?

Vielleicht werten Sie unsere Argumente nicht genügend aus. Aber die Zeit wird zeigen, daß unsere Kooperation vollständig ist. Wir werden Gotovinas Finanzierung stoppen. Auch Washington wird unsere Anstrengungen anerkennen.

Die Verurteilung des kroatischen Schriftstellers Predrag Matvejevic wegen Verleumdung und Beleidigung eines anderen Autors wirft ein schlechtes Licht auf Ihre Gerichte. Sie erinnert an die Anklage Orhan Pamuks in der Türkei. Wird Ihre Regierung intervenieren?

Ich möchte Gerichtsentscheidungen nicht kommentieren. Grundsätzlich aber sollte sich weder der Staat noch die Justiz in Auseinandersetzungen zwischen Schriftstellern einmischen.

Mit Präsident Stjepan Mesic sprach Stefanie Bolzen


Quelle

.................
Golphi

Melanie Offline



Beiträge: 743

25.11.2005 16:29
#16 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Ich bin dagegegen das Kroatien in die EU kommt.

Gäbe es dann den guten Honig oder Käse, den alte Frauen auf der Straße verkaufen ?
Gäbe es denn das gute Gemüse und Obst das man frisch auf den Markt kaufen kann, das noch nach Gemüse bzw. Obst schmeckt ?

Das würde es alles nicht mehr geben und daher bin ich dagegen.

Gast
Beiträge:

25.11.2005 16:51
#17 Hellseherin ?? antworten

In Antwort auf:
Das würde es alles nicht mehr geben

Woher willst Du das denn wissen ???
Bist Du etwa Hellseherin ??????

Meinst Du wirklich, daß die Leutchen, die heute ihre Produkte an Straßenrändern
zum Kauf anbieten sich vom Beitritt in die EU beeindrucken lassen ?

Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

25.11.2005 17:20
#18 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten
In Antwort auf:
Das würde es alles nicht mehr geben

Und warum nicht ?

Bei mir auf dem Markt gibt es auch massenweise Produkte aus Eigenherstellung, die von
"alten Frauen" feilgeboten werden. Alles Sachen von Höfen aus dem Umland.
Trotz EU !

Denkst du den Kroaten wird die Käse- und Honigherstellung und der Obst- und Gemüseanbau verboten ?

Die EU hat ja eine Menge dämlicher Reglementationen, aber so krass ist es nun auch nicht.

Golphi Offline



Beiträge: 1.906

25.11.2005 18:24
#19 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

In Antwort auf:
Das würde es alles nicht mehr geben

Wo hast Du nur diesen Blödsinn aufgeschnappt? Meinst Du wirklich, die kroatischen Bienen wandern aus, sobald die Grenze wech ist. Und die Tomaten stellen das Wachstum ein, damit sie nicht mehr verkauft werden müssen?

Im Ernst, es ändert sich gar nichts. Europäische Waren kannst Du heute schon Koratien in den Supermärkten kaufen und trotzdem gibt es überall frisches Obst aus der Region.

.................
Golphi

Melanie Offline



Beiträge: 743

28.11.2005 13:04
#20 RE: Wozu Kroatien in die EU ??? antworten

Ich bin keine Hellseherin und möchte auch keine werden. Dast ist meine persönliche Meinung !!!

Mir geht es nicht um europäische Waren. Es geht mir um kroatische Produkte !!!

Der Honig und der Käse werden wahrscheinlich den Richtlinien der EU angepasst,
d.h. es werden bestimmte Inhaltsstoffe sicherlich nach EU-Richtlinie gelten.
Daher glaube ich nicht das es so sein wird wie jetzt noch.

Die Tomaten werden wahrscheinlich nicht mehr wie Tomaten schmecken sondern so wie unsere holländischen Tomaten !!!
Die Tomaten müssen auch bestimmte EU Größen erfüllen und dürfen nicht so verkauft werden wie sie wachsen.


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