Offenbar Angriff mit Mörsergranate - Vierter Beschuss seit Ende des Kosovo-Krieges
Belgrad - Das aus dem 14. Jahrhundert stammende serbisch-orthodoxe Kloster Decani im Westen des Kosovo ist in der vergangenen Nacht beschossen worden. Es dürfte sich um einen Angriff mit einer Mörsergranate gehandelt haben, meldeten Belgrader Medien am Donnerstag. Der Leiter des Klosters, Bischof Teodosije, sagte der serbischen Presseagentur Tanjug, es habe sich offenbar um einen "Granatbeschuss" gehandelt, der darauf abgezielt habe, eine "drohende Botschaft an die Mönche und die KFOR-Soldaten" zu richten. Verletzt wurde niemand; es entstand kein Sachschaden.
Das serbisch-orthodoxe Kloster wird seit dem Kriegsende von italienischen KFOR-Soldaten bewacht, die Medien zufolge noch in der Nacht mit der Suche nach den Tätern begonnen haben. Nach Angaben des kirchlichen Kosovo-Informationsdienstes wurde die Mörsergranate wahrscheinlich von einem Berg oberhalb des Klosters abgefeuert.
Laut Tanjug wurde das Kloster, das auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht, seit dem Kriegsende im Juni 1999 damit zum vierten Mal beschossen. Die ersten zwei Granatangriffe erfolgten demnach im Februar und Juni 2000. Eine weiterer geschah im Verlauf der gewaltsamen anti-serbischen Ausschreitungen im März 2004.
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