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Dieses Thema im Kroatien-Forum hat 9 Antworten
und wurde 3.390 mal aufgerufen
  
 Anfragen und Beiträge aller Art zum Thema Kroatien - Sonstiges
Soline 1 Offline

verstorben

Beiträge: 6.078

09.06.2008 20:52
Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten
Vor einigen Jahren habe ich damit begonnen, mich mit der Geschichte von Kroatien intensiv zu beschäftigen. Dabei habe ich auch einige Hinweise hier aus dem Forum bekommen. Weil es möglich ist, daß sich auch Urlauber für die Geschichte unseres Landes interessieren, hier ein Bericht über das erste und einzige dreieinige Königreich der Kroaten, Slawonen und Dalmatiner, in der Zeit vom Jahre 924 bis zum Jahre 1089, welches von einem König aus einem dieser Länder angeführt worden ist. Nachher sind wir nur von anderen Herrschern regiert worden. Und jetzt soll sich der Kreis schliessen, wir sollen von den Damen und Herren aus Brüssel regiert werden.

Nachdem vom Jahre 796 bis zum Jahre 924 n. Chr. die verschiedenen kroatischen Fürsten regiert hatten, wurde im Jahre 924 der kroatische Fürst Tomislav I., aus dem Hause Trpimirovic, erster König von Kroatien, Slawonien und Dalmatien. Damit sind die drei verschiedenen Provinzen erstmals zu einem gemeinsamen Königreich vereint worden und nannten sich Dreieiniges Königreich von Kroatien, Slawonien und Dalmatien. Ob sich der Fürst die Königskrone selbst aufs Haupt setzte, oder ob er von den einheimischen Fürsten gewählt wurde, ist nicht genau festzustellen. Darüber, ob ihm von Byzanz oder von Rom die Königswürde verliehen wurde, liegen auch keine eindeutigen Dokumente vor. Es steht aber fest, daß ihn kurz danach Papst Johann X. in einem Brief als König von Kroatien, Slawonien und Dalmatien angesprochen hat.

Durch die faktische Bestätigung des Papstes ist dieses selbständige Königreich, wie in der damaligen Zeit üblich, ein völkerrechtlich anerkannter Staat geworden. Wie damals überall in Europa, ist dieser Staat aus der militärischen Macht der Fürsten entstanden.

Dieser neue Staat umfaßte weite Gebiete in Südosteuropa und ist mit dem heutigen Kroatien nicht vergleichbar. Dazu gehörte Slawonien, große Teile des heutigen Serbiens und Bosniens, Kern-Kroatiens und die dalmatinische Küstenregion. Es ist ein beachtlicher Prestigeerfolg erzielt worden. In den anderen Gebieten, außer Bulgarien und Byzanz, gab es zu dieser Zeit nur mehr oder weniger kleinere Fürstentümer.

Im dünn besiedelten Bosnien kam es damals zu einer erheblichen Ansiedlung von römisch katholischen Christen, die sich selbst als Kroaten bezeichneten. Erst durch die spätere Besetzung der Osmanen, die den moslemischen Glauben in dieses Gebiet brachten, erfolgte eine gewaltige Umstrukturierung der Gesellschaft. In einer historisch-juristischen Studie von 1898, also vor Entstehung der selbständigen Republik Bosnien, hat der österreichische Jurist Dr. Petrinjensis eingehend dargestellt und historisch begründet, daß Bosnien und die Herzegovina von diesem Zeitpunkt an, zu Kroatien gehört haben.
Noch als Fürst hatte Tomislav I. erste kriegerische Auseinandersetzung an der Nordgrenze mit den Aparden/Ungarn geführt. Sie konnten nicht verhindern, daß er große Gebiete im pannonisch/slawonischen Raum eingenommen hat. Nur Syrmien und die Gegend um Zemun hielten die Ungarn besetzt.

Auch später hat König Tomislav I. sein Königreich erfolgreich gegen arpadisch/ungarische Angriffe verteidigt. Seine politischen Pläne waren sehr weitgehend. Er baute eine Streitmacht auf, die nach Angaben des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. 100.000 Mann Fußvolk, 60.000 Reiter und 180 Kriegsschiffe zählte. Mit den Byzanthinern lebte er friedlich und war als deren Bundesgenosse willkommen. Ein Bündnisvertrag mit ihnen, unterstellte dem König die gesamte dalmatinische Küste, also auch die bis dahin formell byzantinischen Hafenstädte Split, Trogir und Zadar sowie die Adria-Inseln.

Danach ist Bulgarien in die Zange genommen worden. Der bulgarische Zar Simeon hatte die von dem byzantinischen Kaiser Konstantinis VII. aufgewiegelten serbischen Fürsten im Jahre 924 in einem erfolgreichen Kriegszug besiegt und deren Gebiete an sich bringen können. Das führte zu einer ersten serbischen Massenflucht in das soeben erst gegründete neue Königreich Kroatien, Slawonien und Dalmatien.

Im Gegenzug erlitt Zar Simeon von Bulgarien gegen König Tomislav I. eine empfindliche Niederlage und mußte einen von Papst Lando vermittelten Friedensvertrag akzeptieren. Bei dieser Gelegenheit hat Papst Lando nochmals den Königstitel von König Tomislav I. und das Königreich anerkannt. Somit erfolgte eine zweite staatsrechtliche Anerkennung.
Die Nachfolger von König Tomislav I. konnten den Territorialbestand und die Machtstellung des Königreichs allerdings nicht behaupten. Innere Streitigkeiten und Auseinandersetzungen schwächten die Handlungsfähigkeit des Herrscherhauses. Die romanisch geprägten Städte an der Küste suchten Kontakte zu dem immer größer werdenden Venedig. Die Stadt Dubrovnik machte sich selbständig und konnte mit Geschick diese Stellung als Stadtrepublik bis ins 19. Jahrhundert bewahren.
Auch zu Zeiten der Könige Trpimir II. von 928 bis 935 und von König Kresimir von 935 bis 945 konnte keine Einigung unter den verschiedenen Fürsten gefunden werden. Die Ermordung von König Miroslaw, der von 945 an König war, durch den Fürsten Pribina im Jahre 949, stellte den Höhepunkt dieser Streitigkeiten dar.

Erst durch König Kresimir II. der von 949 bis 969 herrschte und vor allem durch König Stjepan Drzislav, der von 969 bis 997 regierte und ein neues Bündnis mit Byzanz abgeschlossen hatte, konnte die Situation etwas konsolidiert werden. Byzanz übersandte ihm Krone, Zepter, Reichsapfel und Purpurmantel und außerdem die Anerkennung seiner Autorität, auch über Dalmatien. Unter ihm erschien zum ersten Mal eine Vorform des kroatischen Wappens, ein rot-weiß gemustertes Schachbrettmuster. Dieses Wappen ist heute wieder, mit einer Wappenkrone der Teilregionen versehen, die Flagge der Republik Kroatien.

Trotz der Konsolidierung drohte das Königreich zwischen seinen erstarkenden Nachbarn Venedig im Westen und Ungarn im Nordosten zerrieben zu werden. Für Byzanz wurde die Verständigung mit Venedig wichtiger als das Bündnis mit dem geschwächten dreieinigen Königreich. Der byzantinische Kaiser Baseleos II. erinnerte sich plötzlich daran, daß Dalmatien ja eigentlich ein byzantinischer Verwaltungsbezirk war und übertrug dessen Administration einfach an den Dogen von Venedig.

Auch mit ihrer starken Flotte konnten die Nachfolger von König Stjepan Drzislav, nämlich König Svetoslav von 997 bis 1000 und König Kresimir III. von 1000 bis 1035, die alten Positionen nicht halten bzw. zurück erobern. Ab Mai des Jahres 1000 hat der venezianische Doge Peter Orseolo fast alle wichtigen Küstenpositionen besetzt. Alle bewohnten Inseln waren annektiert und die Küstenstädte Zadar, Trogir und Split sind von Venedig eingenommen worden.

Die nachfolgenden Könige Stjepan I. von 1035 bis 1058 und König Kresimir IV. konnten ebenfalls auch keine entscheidende Änderung herbei führen. Die adriatischen Küstengebiete und die Inseln waren nicht mehr mit dem Königreich verbunden.
Die Situation wurde auch dadurch erschwert, weil ein unchristlicher Volksstamm, nämlich die Kumanen, in das inzwischen christliche Königreich vorgestoßen sind. Den Kumanen gelang es sogar im Jahre 1064, bis an die von Venedig besetzte Adriaküste bei Zadar vorzudringen.

Die dann folgende Zeit wurde in großen Teilen Europas von Papst Gregor VII. geprägt, der am 22.04.1073 auf den Heiligen Stuhl gekommen ist. Durch das von ihm erlassene "Dictatus papae" wurde der Führungsanspruch des Papstes innerhalb der Kirche wie auch in der weltlichen Gewalt erkennbar. Er versuchte die Politik in den einzelnen Königreichen mitzubestimmen.

Wie schon seine Vorgänger, hat er alles unternommen, verschiedene europäische Reiche durch lehensrechtliche Beziehungen an die römische Kurie zu binden. Das führte allerdings nur im Königreich Kroatien, Slawonien und Dalmatien zum Erfolg. Diesen konnte er nur deshalb erzielen, weil eine erhebliche Gefahr bestand, daß weitere unchristliche Kumanen dieses Königreich noch einmal angreifen würden. König Kresimir IV. ist gar nichts anderes übrig geblieben, als die lehensrechtlichen Forderungen des Papstes zu akzeptieren.

Der deutsche König Wilhelm der Eroberer, lehnte die aus der Verleihung der Petersfahne abgeleiteten lehenshoheitlichen Ansprüche einfach ab und beschränkte sich auf die Zahlung eines Peterspfennigs. Dem König Philipp I. von Frankreich, der total dagegen war, drohte Papst Gregor VII. mit dem Kirchenbann und seiner Absetzung. Er vermied aber schließlich doch den offenen Bruch. Auch der ungarische König Geza I. lehnte derartige Ansprüche ebenfalls ab und begründete das damit, daß er die königliche Krone vom byzantinischen Kaiser Michael VII. erhalten habe.

König Kresimir IV., der durch die lehensrechtliche Beziehungen eng mit der römischen Kurie verbunden worden war, ist im Jahre 1074 gestorben. Deshalb mußte sein Nachfolger unter den neuen und besonderen Bedingungen gefunden werden. Die Fürsten wählten Fürst Zvonimir aus Slawonien zum Nachfolger. Der Thronfolger hat vor seiner Krönung ebenfalls die Bedingungen des Papstes akzeptiert. Hätte er sie abgelehnt, wäre er nicht zum König gekrönt worden.

Schon im September des Jahres 1075 schickte Papst Gregor VII. seine beiden Legaten Gebizon und Fulkon in das dreieinige Königreich nach Dalmatien. Diese erklärten Zvonimir I. eingehend die päpstlichen Krönungsbedingungen. Danach hat Fürst Zvonimir I. zugesichert, daß er dem Papst treu und ergeben ist und seine Anordnungen befolgen wird. Daraufhin hat ihn der päpstliche Legat Gebizon am 09.10.1075 in einer feierlichen Zeremonie in Solin, in der Nähe von Split, zum König Zvonimir I. von Kroatien, Slawonien und Dalmatien gekrönt.

Mit der königlichen Krone erhielt er auch gleichzeitig andere königliche Insignien. Durch die Annahme der Petersfahne und dem Papstwappen gab er klar zu erkennen, daß er mit der lehensrechtlichen Bindung des Königreichs an die Kurie einverstanden war. Die dritte staatsrechtliche Anerkennung des dreieinigen Königreiches ist damit erfolgt. Der neue König, der praktisch den Schutz durch den Papst suchte, versprach dem heiligen Stuhl ausdrücklich, daß er bei der Glaubenserneuerung und bei der Kirchenverteidigung helfen wird. Außerdem versprach er jährliche Geldgeschenke und die Abgabe des zehnten Teils seines Einkommens an die Kurie. Außerdem überließ er dem Papst das Kloster des heil. Grgur in der Ortschaft Vrana, welches als Hospiz für die päpstlichen Legaten benutzt werden sollte.

Kurz nach seiner Krönung versuchte König Zvonimir I. die an Venedig verloren gegangen Gebiete wieder für sein Königreich zurück zu erobern. Zu diesem Zweck verlegte er extra seine Königsresidenz von Knin im Landesinneren nach Biograd na Moru, in der Nähe von Zadar. Trotz aller Anstrengungen ist es ihm aber nicht gelungen, diese Gebiete wieder ganz in sein Königreich einzugliedern.

Im Norden hatte das starke apardische Königshaus in Ungarn, schon längere Zeit Gelüste, sich bis ans Mittelmeer auszudehnen. Diesem Ansinnen stand, neben Venedig, auch das dreieinige Königreich im Wege. Deshalb gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man führte einen Krieg, dessen Ausgang ungewiß war, oder man versuchte, wie es damals im Mittelalter durchaus üblich war, verwandtschaftliche Verbindungen zu knüpfen.

Geschickt verstand es der ungarische König Ladislaus I., der Heilige, seine Schwester Helene, mit König Zvonimir I. zu verheiraten. Die weitreichende Bedeutung und die Gefahren dieser Ehe hat der gutgläubige König Zvonimir I. mit Sicherheit nicht erkannt. Die Wahrheit kam erst später ans Licht. Es stellte sich nämlich heraus, daß diese Ehe bewußt von dem ungarischen Königshaus aus imperialistischen und machtpolitischen Gründen organisiert worden ist.

König Ladislaus I. hat seine Schwester Helene dazu benutzt, um seinen Schwager und dessen Königreich an sich zu binden. Überaus vertrauensselig ist König Zvonimir I. davon ausgegangen, daß ihm dadurch von Norden, also von Ungarn, keine Gefahr mehr drohte. Dadurch kam es zunächst einmal zu einer weiteren Stabilisierung in seinem Königreich.

Ein Chronist der damaligen Zeit, dessen Name leider nicht bekannt ist, berichtete nach dem Tod von König Zvonimir, "daß zur Zeit des guten Königs Zvonimir große Freude im ganzen Lande herrschte. Es war Überfluß an Gütern aller Art vorhanden und die Städte besaßen einen großen Reichtum an Silber und Gold. Die Armen fürchteten nicht, von den Reichen ausgebeutet zu werden, die Schwachen nicht die Starken, der Diener nicht, daß ihm sein Herr ein Unrecht antun werde. Der König Zvonimir hielt seine schützende Hand über alle, und so wie er nichts unrechtmäßiges besaß, so gestattete er auch anderen nicht, dergleichen zu tun. Das Land war voll mit Gütern aller Gattung, und der Schmuck, den die Weiber und die jungen Leute auch auf den Pferden trugen, hatte einen größeren Wert, als in anderen Ländern ein ganzer Besitz. Und das Land Zvonimirs I. war voll Üppigkeit und Überfluß, es fürchtete Niemand, noch konnte ihm Jemand schaden, ausgenommen der Zorn des allmächtigen Gottes".

Aus der Regierungszeit von König Zvonimir I. sind nur wenige weitere Dokumente überliefert. Als wichtigstes und ältestes Dokument aus dieser Zeit wird von der kroatischen Geschichtswissenschaft eine erst im Jahre 1851 in der Nähe von Baska auf der Adriainsel Krk gefundene Steinplatte angesehen. In altkroatischer, cakavischer Sprache und in glagolischer Schrift, die von byzanthischen Mönchen entwickelt worden war, ist folgendes in den Stein eingemeißelt worden:

"Ich, im Namen des Vaters, des Sohnes und Heiligen Geistes. Ich, Klostervorsteher Drziha schrieb dies über Brachland, daß gab Zvonimir, König Kroatiens, in seinen Tagen, der Heiligen Lucija. Es zeugen mir Desimir, Gespan von Modruš, Martin aus Lika, Pribineg Vertreter in Vinodol und Jakov von der Insel. Wer das leugnet, soll verdammt sein von Gott, den 12 Aposteln, den 4 Evangelisten und der heiligen Lucija. Amen. Der wer hier lebt, soll für sie bei Gott beten. Ich, wohltätiger Klostervorsteher erbaue diese Kirche in den Tagen, in denen Fürst Kozmat im ganzen Grenzgebiet regiert hat. Es war in diesen Tagen eine Einheit mit dem Kloster des heiligen Mikula in Otocac und mit der Kirche heilige Lucija".

Aus dem Bericht des Chronisten und aus der Steintafel kann man erkennen, daß der König ungeheuer beliebt war und seine Stellung in seinem Königreich gefestigt hatte. Es darf aber zumindest angezweifelt werden, ob König Zvonimir I. überhaupt berechtigt war, dieses Land zu verschenken, denn zu dieser Zeit befand sich die Insel Krk unter der Herrschaft von Venedig.

Der Arpadenkönig hatte sein Ziel, die Adriaküste zu besetzen, nicht erreicht, so daß er andere Mittel und Wege suchen mußte. Darüber, wie König Zvonimir I. tatsächlich gestorben ist, gibt es unterschiedliche Berichte. Der kroatische Historiker Srecko M. Dzaja kommt erstmals in einem Artikel in dem "Biographischen Lexikon zur Geschichte Südosteuropas" zu dem Ergebnis, daß König Zvonimir I. im Jahre 1089, nachdem er fünfzehn Jahre regiert hat, im Auftrag seiner eigenen Frau Helene, ermordet worden ist.

Andere Historiker, vor allem Kirchenhistoriker, sind der Meinung, daß man darüber keine genaueren Angaben machen kann (oder will?). Es ist sehr erstaunlich, daß bisher keine Berichte veröffentlicht worden sind, weshalb der damalige Papst Urban II. (1088-1099) und der Gegenpapst Clemens III. (1084-1100), keinerlei Konsequenzen aus dem Auftragsmord gezogen haben, obwohl das Königreich unter der direkten und unmittelbaren Lehensherrschaft und damit unter dem Schutz des Papstes gestanden hat. Zusätzlich war es ganz und gar unüblich, daß von den Päpsten auf solche Lehensrechte verzichtet worden ist. Auch dieses Thema ist in der Geschichtsforschung bisher vernachlässigt worden.

Weil der König keinen eigenen Thronfolger hinterlassen hat, ist, entgegen den Plänen der Ungarn, noch im gleichen Jahr der einheimische Fürst Stjepan von einer Mehrheit der einheimischen Fürsten zum König, von Kroatien, Slawonien und Dalmatien gewählt worden. Weil auch er, nach nur zwei Jahren Amtszeit, im Jahre 1091 gestorben ist, mußte ein weiterer neuer König gewählt werden. Im Jahre 1093 einigte man sich auf den kroatischen Fürsten Petar I., der aber nur noch für Kroatien und Dalmatien gewählt worden ist.

Die von den Fürsten gewählten nachfolgenden Könige von Zvonimir I., sind vom Papst oder einem seiner Legaten nicht gekrönt worden. Dadurch ist es den Ungarn gelungen, ihren Einfluß in Kroatien, Slawonien und Dalmatien, auch durch einen militärischen Überfall zu vergrößern. Das endete im Jahre 1102 mit dem sog. „Pacta conventa“ (Vertrag), der in Biograd na More, an der dalmatinischen Küste, zwischen dem ungarischen König, aus dem Hause der Arpaden, Koloman I. und den einheimischen Fürsten abgeschlossen worden ist. In diesem Vertrag wurde vereinbart, daß Koloman I. gleichzeitig König von Ungarn und dem dreieinigen Königreich von Kroatien, Slawonien und Dalmatien wurde. In der Geschichtsschreibung heißt es, daß der einheimische Adel seine Rechte behalten sollte. In Wirklichkeit zeigte sich aber, spätestens bei den Nachfolgern von König Koloman I., daß dieses Versprechen nicht eingehalten worden ist.

Ein Teil dieser Ausführungen ist selbst im heutigen Kroatien noch nicht bekannt, weil die Geschichtsforscher in den letzten Jahrzehnten, über diese Zeit, nur wenig geforscht und geschrieben haben.

Micije 24 Offline




Beiträge: 5.636

30.12.2009 23:21
#2 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

@ za posavljaka
u166670_Posavinac.html

Samo jedan upit,poznaješ li ti Povijest Slovena u jugoistočnoj Evropi ?

Kennst du die Geschichte der Slaven in Südosteuropa überhaupt?

http://www.australis.bloger.hr/post/dola...ina/458981.aspx

http://www.australis.bloger.hr/post/balk...ovi/461916.aspx

Die slawischen Völker wanderten von 5-9 Jahrhundert nach Südeuropa ein.
Es waren Völker ,die sich viel später als Kroaten und Serben bezeichneten.
Die wanderten aus unterschiedlichen Gebieten ein, Kroaten aus Karpaten- heutiges Polen und ein
Teil aus dem Großgebiet Iran.
Die Serben wanderten aus der Ukraine und den angrenzenden Gebieten ein.
In den ersten Jahren kannten die Slaven keinen christlichen Gott, aber sie hatten andere Götter.
Nach der Christianisierung gab es keinen orthodoxen Glauben, genauso wie in anderen Teilen der
Welt. Viel später, um 312 kam es zur Glaubensspaltung. Diese Tatsache stellte kein großes
Problem dar. Im Gegensatz zur katholischen und protestantischen Kirche in Deutschland, gab es
kein Krieg.
Einige Jahrhunderte später im Kampf gegen die imperialistischen Osmanen kämpften die Kroaten
und Serben gemeinsam auf dem Amselfeld. Nach der Legende waren die Kroaten und Serben Kinder einer gemeinsamen Mutter „Slava“.
Unser kroatischer Ban Josip Jelacic ist im Jahre 1948 nicht nur vom katholischen Bischof, sondern auch von orthodoxen Patriarchen gesegnet worden. Was bedeutet das?
Trotz zweier verschiedener Religionen haben wir friedlich miteinander gelebt.
Etwas später bekamen die Habsburger und die Deutschen massive Probleme mit den Serben. Und seitdem wurde ein Samenkorn zwischen den orthodoxen Serben und katholischen Kroaten gelegt.
Nach dem ersten Weltkrieg gehörten die Kroaten zu den verlieren des Krieges und die Serben zu den Siegern.
Was daraus resultiert ist, haben wir gesehen in den neunziger Jahren. Die Weltpolitik hat die Brüder und Schwestern des Balkans verfeindet. Das hat zu zigtausend Opfern unter Serben und Kroaten geführt, und die Folgen sieht man heute noch.
Eine bitte an dich, lass mich die Gedichte, die aus meiner Heimat beeinflusst sind, schreiben.
Du kannst deine Gedichte/Erzählungen aus deiner Sicht schreiben(in einem separaten Thema ). Die deutschsprachigen Leser dieses Forums könnten evtl. vieles daraus lernen. Wir gehören den Völkern an, die ein reiches Kulturerbe und Traditionen besitzen. Wir sollen den Anschein nicht erwecken, dass wir dieses Kulturgut nicht in unseren Adern tragen.

Es grüsst dich Ante

Valonia Offline




Beiträge: 942

02.01.2010 12:35
#3 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Und wer noch ein wenig mehr über die Geschichte von Kroatien lesen möchte, findet hier bestimmt interessante Themen:

http://www.kroatien-lexikon.de/index.php...sche_Geschichte

pino Online

Mitglied im Kroatien-Forum


Beiträge: 7.072

04.07.2010 19:41
#4 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Schau her:

4.07.2010. | 15:32

U Žitnoj uvali na Viru potukla se dva Nijemca

U Žitnoj uvali na otoku Viru potukla su se dva Nijemca koji tu borave na odmoru. Tuča je izbila još u petak popodne, prethodno su se glasno svađali a onda je mlađi, 63 godišnji Nijemac nasrnuo na 69 godišnjeg virskog susjeda, također Nijemca starog 69 godina.

Stariji je zadobio lakše tjelesne ozljede, a mlađemu je odmah izrečena mjera zabrane približavanja, a u ponedjeljak mora dati iskaz na Prekršajnom sudu u Zadru.

Policija ne zna ništa detaljnije o uzrocima sukoba a tretira ga kao remećenje javnog reda i mira.

Mir ist lieber etwas zu haben was ich nicht brauche, als etwas zu brauchen was ich nicht habe

joccono Offline



Beiträge: 64

04.07.2010 21:02
#5 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

@pino
možeš objasniti vezu između ovog događaja i povijesti hrvatske, slavonije i dalmacije.
ja je ne vidim

pino, kannst du den zusammenhang erklaeren?
ich verstehe deinen beitrag in diesem thema nicht!

Slava-de Offline



Beiträge: 1.051

14.08.2010 23:39
#6 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Zitat von Soline1
...Der deutsche König Wilhelm der Eroberer, lehnte die aus der Verleihung der Petersfahne abgeleiteten lehenshoheitlichen Ansprüche einfach ab ...


Sorry, (neben anderen Ungereimtheiten, die zT wörtlich auch hier http://www.kroatien-lexikon.de/index.php...tigen_Kroatiens stehen):

Einen "deutschen König Wilhelm der Eroberer" hat es in D nie gegeben. Der Name Wilhelm taucht in D erstmals später bei den preußischen Königen auf.
HIer kannst Du nur den (römisch-) deutschen König (und ab 1084 Kaiser des HRR) Heinrich IV. (Investiturstreit, Gang nach Canossa) gemeint haben.

------
Gelobt sind die, die nichts wissen und trotzdem schweigen.

bambi1908 Online

Mitglied im Kroatien-Forum

Beiträge: 515

15.08.2010 07:40
#7 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Danke Euch zweien

zetA 2 Offline



Beiträge: 723

15.08.2010 08:45
#8 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Zitat
Einen "deutschen König Wilhelm der Eroberer" hat es in D nie gegeben. Der Name Wilhelm taucht in D erstmals später bei den preußischen Königen auf.
HIer kannst Du nur den (römisch-) deutschen König (und ab 1084 Kaiser des HRR) Heinrich IV. (Investiturstreit, Gang nach Canossa) gemeint haben.



Nein, gemeint war Wilhelm I. von England.

beka Offline

Moderator im Kroatien-Forum


Beiträge: 34.813

10.03.2012 11:45
#9 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Folgender Artikel ist hier vielleicht hier ganz passend?

Krieg und Frieden in Byzanz > http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=43

E-Teile > aB-S

Cato Offline



Beiträge: 35

16.06.2012 18:08
#10 RE: Die Geschichte von Kroatien, Slawonien und Dalmatien antworten

Hier http://fabian.sub.uni-goettingen.de/?Bib...ken_In_Kroatien
hab' ich einen Überblick über die Geschichte des kroatischen Bibliothekswesens gefunden.

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