Damit in Zukunft Beiträge über den NP Telascica nicht mit denen über die Kornaten vermischt werden , hab ich ein neues Kapitel aufgemacht.
Hat ja in der Vergangenheit zu berechtigter, wenn auch manchmal etwas übertriebener Kritik geführt. Übertrieben deshalb . . . es war ja auch schon Anders. Bei der Gründung des NP war ja schließlich Telascica UND Kornaten enthalten. Später wurde getrennt : die Konaten von Murter verwaltet, und die Telascica als eigener NP von Sali aus verwaltet.
Möchte Euch nicht mit Zahlen langweilen, falls gewünscht, bitte fragen. Lieber erzähle ich eine Storry :
Bei meinen 1.Besuch in Sali kann ich mich an 1 Polizisten erinnern. Hat am Hafen seinen Kaffee getrunken, und ist anschließend auf sein MOPED aufgestiegen.
So etwa 3 Jahre zurück haben wir immer 2 Polizisten beim Kaffee getroffen. Falls der Funk piepste, sprangen sie rasch in EIN AUTO.
HEUER sahen wir in Sali : 2 Streifenwagen, 1 Polizei-Kleinbuß und 1 Geländefahrzeug !
Die Bojen in der Telascica bringen scheinbar EINIGES !
Darin dürfte auch der wahre Grund für die Trennung verborgen sein. Und auf irgendwelchen Umwegen, auch der Grund für die Kritik ? Möglich, aber lassen wir das ruhen und kommen zum Thema.
Vorerst einige Fotos von der Teil- Bucht Mir und von der Steilküste.
jetzt versuch ich, ob ich ein Foto vom SESTRICE finde. Der Leuchtturm steht an der Grenze zwischen NP Kornati und NP Telascica.
bis vor ein oder zwei Jahren hat die Stahlkonstruktion vor sich hingerostet. Aber jetzt ist er neu gestrichen und ist mit seinem rot- weißen,spiraligen Anstrich, von weitem und unverwechselbar, zu erkennen.
Apropo Kennung : B Bl 8s 47m 19M finden wir in der Seekarte neben SESTRICA Sestrica bedeutet Schwesterchen B Bl 8s = Bijelo (weißer) Blink mit 8 Sekunden Wiederkehr (1 Blink) die 47m 19M bedeuten : Mitte Laterne über Kartennull = 47 m Höhe und das Licht ist 19 sm ( 35,18 km ) weit zu sehen.
Möchte einen kleinen Beitrag über die Erreichbarkeit der Telascica schreiben.
Die Wichtigste : mit Ausflugsschiffen. Im Freundeskreis sagen wir "Seeadler" weil diese Agentur eine der Ersten war,die solche Angebote hatte. In jedem Hafen zwischen Zadar und Vodice sind Schiffe zu finden die Ihre Fahrgäste zu den Inseln bringen. Üblicherweise sind es Tagestouren die durch die Kornaten, zum Sestrice Leuchtturm, zur Steilküste von Dugi Otok und in die Telascika führen. Was genau angeboten wird ist meißt auf einer Tafel vor dem Schiff ersichtlich. Vor dem Kauf der Tickets unbedingt nachfragen. Oft ist auch ein Badeaufenthalt oder ein Fisch-Picknik enthalten. In der Hauptsaison fahren zahleiche Ausflugschiffe von der Zdrelac zur Mala Proversa und weiter in die MIR-Bucht. Die Mir ist der bekannteste, vordere Teil der Telascica. An den drei kleinen Anlegern herrscht dan auch bald ein großes Gedränge. Die Schiffe liegen oft 3 oder 4 fach im "Päckchen". Es wird über den "Nachbarn" ein und ausgestiegen.
Ein Stück neben den Anlegern bietet eine Gastwirtschaft Stärkung vor dem Aufstieg zum Rand der Steilküste. Daneben ist auch ein Kinderheim. Mit Zelten auf einem Holz-Sockel. Unter den Bäumen weiden Esel. Der Weg ist gut beschildert und seit einigen Jahren betoniert. Es geht auf ca. 70 m hinauf, gute Schuhe sind von Vorteil. Sportschuhe oder wenigsten Trackingsandalen. Badeschlapfen sind eher ungeeignet. Oben angelangt belohnt ein schöner Ausblick über die Adria.
Die Struktur der Steine ist auch beachtenswert. Sie erzählen förmlich von den Urgewalten bei der Auffaltung, und vom späteren Abbruch, als Italien sozusagen davongedriftet ist. Da das Meer vor der Steilküste 70 bis 80 m tief ist, hat dieser Bruch eine gewaltige Gesamthöhe. Der Druck der sog. Afrikanischen Scholle auf bzw. unter die Europäische, spielt auch eine Rolle, aber darüber sollen Geologen schreiben.
In jedem Fall dehnt sich die Adria bis Italien vor Euch.
Beim Abstieg ist eine beliebte Variante über den Salzsee. Dazu geht es zunächst entlang der Steilküste bergab. Manchmal sieht man den Sestrice, manchmal den Salzse. Einige Male geht der Weg auch wieder ein Stück bergauf. Entlang einer alten Steinmauer findet sich ein Trampelpfad, der schließlich zum Salzsee führt.
Dieser See wird auch gerne "Silbersee" genant. In der Seekarte steht einfach Jezero, also See. Mit Karl Mai hat das nichts zu tun, die wahren Drehorte findet Ihr auch hier im Forum. Über den Salzgehalt ist auch schon Einiges geschrieben worden. Möglicherweise ist er schwankend. Beachtenswert sind die kleinen Krebse in diesem See. Habe gehört, es ist eine Art, die nur hier vorkommt.
Den Kindern ist es einerlei. Sie stehen im seichten Wasser und wetteifern damit, wer die meißten Krbschen an seinen Beinen hat. Die Garneelen sind auch sehr zutraulich und nagen winzige Hautschupen von den Füßen. Das kitzelt ! Sozusagen eine kostenlose Pediküre, wenn man nur Geduld hat.
Am Weg zurück zu den Anlegern, hier wieder betoniert, führt an einem Unterstand aus geschlichteten Steinen vorbei, so wie in der Vergangenheit für Mensch und Tier der einzige Schutz vor Unwettern. Jetzt steht aber schon ein gemauertes Steinhaus daneben.
An dieser Stelle des Weges weist ein Schild auf einen (angeblichen) Winnetou-Felsen. Bei den Drehorten steht aber drüber Nichts. Hoffentlich hat Euer Schiff nicht den Platz gewechselt, war die übliche Makrele gut, und Ihr habt eine schöne Tour gehabt. Meißt bleibt auch noch reichlich Zeit für eine ausgiebige Badepause.
Natürlich ist die Telascica auch auf eigenem (oder gechartertem) Kiel zu erreichen. Und auch über den Fährhafen oder von Sali aus. Werde darüber gesondert schreiben.
Vorerst muß man aber erst zur Einfahrt dieser Riesenbucht kommen.
Daher schreibe ich zuerst über die Prolaz Proversa.
Zwischen den großen Inseln Dugi Otok und Kornat liegt die eher kleine Insel Katina. Dadurch werden 2 Durchfahrten gebildet. Prolaz = Durchfahrt, Passage.
Die von Katina südliche Durchfahrt ist die Prolaz Proversa Vela ( große Proversa ) An der seichtesten Stelle hat sie etwa 2 m Tiefe. Das ist nicht viel für einen Segler, es bleibt nur die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel und erfordert genaue Navigation. Damit der genaue Kurs für die Durchfahrt gefunden werden kann, sind in dessen Fortsetzung am Ufer je 2 Steinpyramiden mit schwarz-weißer Markierung. Der Kurs ist OK wenn voraus und achteraus die Marken genau übereinander sind. Wird schön eng bei Gegenverkehr.
Nördlich der Katina ist die "kleine" Proversa, die Prolaz Proversa Mala. Dort gibt es eine kleine Bucht, ein Gasthaus und die Reste einer römischen Villa. Bis vor wenigen Jahren hatte es dort nur etwa 1 m Tiefe, nur für die kleinen Fischerboote geeignet. Dann wurde gesprengt und gebaggert, Tonnen ausgelegt, und Platz für recht große Schiffe geschaffen. Durch die Aufstellung von Leuchtfeuern ist diese Durchfahrt nun auch in der Nacht möglich. Die einstige "Kleine" ist nun recht groß, heißt aber noch immer "Mala".
Die Proversa bildet die Grenze zwischen den NP Kornati und NP Telascica.
Im Übrigen liegt noch ein Wirtshaus an der Proversa. Eigentlich das Bekanntere. War noch mit Karl Vettermann dort. Damals gab`s nur 1 Mole.
Anbei Fotos vom "Katina-Wirt" der Vela mit den Steinpyramiden und der Mala mit den Tonnen.
Hallo, Sestrice, Dein Beitrag über den "Silbersee" und die kleinen Garnelen hat mich dazu gebracht, in meinen alten (2004) Fotos zu suchen und: die Zehen meiner Enkeltochter mit Garnele send ich jetzt in der Anlage. Allen Seglern mit Kindern kann ich diesen See nur empfehlen, ist mal eine Abwechslung und man kann sich wieder mal die Beine "vertreten" . . . LG, Schildi
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