Auf meine Anfrage, in einem kroatischen Forum, habe ich eine Menge Antworten bekommen. Dabei ist folgende heraus gekommen, wofür ich allerdings auch keine Gewähr abgeben kann: Dieser Bunker ist nach dem 2. WK von der jugoslawischen Kriegsmarine gebaut worden und sollte als Unterschlupf für Kleinst-Uboote dienen. Diese insges. 6 Boote gehörten zu der sog. "Una" und "Mala"-Klasse. Sie konnten auf der einen Seite in den Tunnel ein und auf der anderen Seite wieder heraus fahren, so das eine Rückwärtsfahrt nicht notwendig war. Das war trotz der Krümmung möglich, weil die Boote sehr klein waren und auch nur 5 Besatzungsmitglieder hatten. Angeblich sollen die Boote jetzt in Montenegro sein und vor sich hin rosten.
Also dann, die Kleinst-Uboote: sie gehör(t)en der sgn. "Una"-Klasse (P-911), obwohl die erste Einheit den Namen TISA bekam. Die anderen fünf hießen dann UNA, ZETA, SOCA, VARDAR und VRBAS und wurden nach Flüssen benannt. Es handelt sich um "Diversanten-U-Boote", die mit jeweils vier Grundminen / Sprengsätzen bewaffnet werden sollten, oder bis 6 Kampfschwimmer mit ihren Unterwasser-Scouts ausgerüstet werden sollten. Die ersten vier hatten eine Verdrängung von 76,1/87,6 t (über/unter Wasser), die beiden letzten mit 80/90 t. Sie waren 18,1 m land, 2,7 m breit, der Rumpf ist 3,7 m hoch, der Tiefgang liegt bei 2,5 m. Sie hatten nur 2 Elektromotoren (2x18 kW) für eine Geschwindigkeit von 8 kn unter und 6 kn über Wasser. Sie hatten entweder 6 oder nur 4 Mann Besatzung, je nach der geplanten Rolle (Legen der Sprengsätze oder Hilfe bei den Kampschwimmer-Einsätzen). Die Reichweite lag bei 200 sM bei 4 kn, theoretisch sollten sie die italienische Küste erreichen und dort in Häfen Minen legen (à la X-Craft, die die TIRPITZ beschädigt hatten). Größte Tauchtiefe 120 m. Beim Kriegsausbruch 1991 lagen fünf Boote in der Bocche di Cattaro, das sechste (P-914 Soca) in der Werft Brodosplit in Split und verblieb in Kroatien. Später wurde es durch den Einbau eines Diesel-Generators modernisiert und zugleich verlängert, neuer Name VELEBIT (P-01). Inzwischen sind alle ex-jugoslawischen und das kroatische Boot außer Dienst gestellt, man kann die ex-Yu kaufen, die VELEBIT soll in ein Museum kommen.
Bleibt immer noch die Frage nach dem Zweck des Tunnels. Ein Boot an einer gekrümmten Kaimauer festzumachen ist nicht nur sinnlos sondern verursacht in der Regel auch Schäden. Außerdem wäre den Erbauern viel Arbeit und Geld erspart geblieben, wenn sie für diesen Zweck einfach nur einen geraden Tunnel in den Berg getrieben hätten. Ein geschützter Zugang wäre auch nicht schlecht gewesen. Hier gibt es aber nur einen in der Tunneleinfahrt, der im Falle eines Beschusses die U-Boot-Besatzungen so richtig motiviert hätte, sich zu ihren Booten zu begeben.
Die Nutzung des Tunnels in der Einfahrt von Sibenik für U-Boote ist und bleibt ein Märchen, auch wenn es noch so beliebt ist.
Hallo Dieser Beitrag ist zwar aus dem Jahr 2008 aber trotzdem möchte ich darauf auntworten. Wir sind momentan in Sibenik im Urlaub. Wir haben gestern die Festung des heiligen Nikolaus besucht. Immmer noch frei zugänglich und schon ziemlich imposant. Natürlich haben wir auch den Bunker in der Durchfahrt gefunden. Mit einer Taschenlampe haben wir den Tunnel untersucht. Die Aussage mit einem U Boot aus dem 2 WK ist wirklich absurd die Krümungen an den Ein oder Ausfahrten sind zu stark. Für die Kleinst Uboote oder Schnellboote spricht schon mehr. Der Tunnel ist im mittleren Teil nicht gekrümmt. Ein Stück von 60-100 m ist kerzengerade also geeignet zum anlegen. Die Einbuchtungen sind wahrscheinlich verschlossen. bzw nachträglich zu betoniert. Wenn man ausen ziermlich nah Richtung Festung fährt findet man zwischen den Bunkereinfahrten einen weiteren Bunkereingang, denn man aber schlecht betreten kann.Er ist ziemlich gut getarnt mit Beton und Felsbrocken. Also werden die Einbuchtungen im Tunnel auf der Seeseite nach aussen zu dem versteckten Zugang führen. Es wird wohl keine Soldat hinschwimmen,wenn man dort die Anlage betreten könnte wird man mit Sicherheit zur Durchfaht bzw dem Anlegen durchgehen können Da die Einbuchtungen alle gleich sind werden sie wohl nachträglich verschlossen worden sein. Dafür spricht auch wenn man die Verschallung der Betonamierung anschaut. Wenn man den kleinen Tunnel durchschreitet kommt man in einer kleinen Bucht mit Anleger. Dort ist oberhalb in 10 Meter Höhe eine Kapelle im Fels die zerstört ist. Diese Kapelle hatte als Eingang einen Bunkereingang mit Stahltür. Der Steinaltar ist umgestürzt rechts ist noch ein steinernes Taufbecken und links in der Wand ware wohl ein Madonnenbild eingelassen was aber leider auch zerstört ist. Das ganze Gewölbe ist schwarz gefärbt von Kerzenruß. Geht man dann weiter kommt eine breite gute Treppe die rechts Betonfüße hat worin ca 10x10 Vierkant Eisenstangen betoniert waren. Wahrscheinlich für Tarnnetze. Oben ist erstmal nichts aber in einiger Entfernung ein runder Bau der entweder eine Flakstellung war oder der gesprengte Zugang zur Bunkeranlage. Jedenfals ziemlich zerstört. Zu den Militäranlagen die sich noch weiter Richtung Ausfahrt vor der Festung befinden. Dort wurde Munition gelagert. Das sieht man an den Eisenmasten diese dienten als Blitzableiter. Außerdem befindet sich dort eine Kaianlage mit Verladekran.
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