Wird die Schweine-Grippe zur Gefahr für ganz Europa und damit auch für Kroatien? Könnte sie sich ausweiten wie einst die Spanische Grippe? Sagen uns die Behörden die ganze Wahrheit?
Die Pandmien des 20. Jahrhunderts Schon im Mittelalter gab es weltweite Ausbrüche der Grippe. Im zwanzigsten Jahrhundert gab es drei Grippe-Pandemien.
Der schlimmste Ausbruch fand 1918/1919 statt, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Bei dieser Pandemie starben zwischen 20 und 40 Millionen Menschen weltweit, mehr als im Krieg gestorben sind. Entsprechend ihrer Herkunft wird diese Pandemie auch "spanische Grippe" genannt.
1957 folgte dann die "asiatische Grippe" und 1968 die "Hongkong Grippe", die jeweils etwa 1 Million Todesopfer forderten. Schwerer Verlauf bei jungen Menschen Bei einigen Grippe-Pandemien, z.B. bei der spanischen Grippe 1918, war auffällig, dass vor allem junge Erwachsene erkrankten und starben.
Das ist insofern verwunderlich, weil bei der normalen Grippe vor allem alte Menschen und kleine Kinder betroffen und gefährdet sind.
Inzwischen hat man herausgefunden, dass die jungen Menschen bei der spanischen Grippe nicht an den Wirkungen des Viruses und einem für den Virus zu schwachen Immunsystem gestorben sind, sondern daran, dass ihr Immunsystem zu heftig auf die Viren reagiert hat.
Das überaktive Immunsystem hat einen sogenannten Zytokinsturm ausgelöst. Damit wollte es die Grippe bekämpfen, hat aber stattdessen den Tod des Erkrankten bewirkt.
Zytokine sind Proteine, die vom menschlichen Immunsystem hergestellt werden. Das bekannteste Zytokin ist das Interferon, auch von Interleukin hört man immer mal wieder. Normalerweise sind diese Zytokine sehr nützliche Substanzen, die dem Körper bei der Heilung von Infektionen und sogar Krebs helfen.
Aber wenn zu schnell zu viele dieser Zytokine ausgeschüttet werden, kommt der Körper nicht mehr damit klar. Es ist wie eine heftige allergische Reaktion, wie ein anaphylaktischer Schock. Natürlich ist ein Zytokinsturm aufgrund einer Pandemie-Grippe etwas ganz anderes als ein anaphylaktisher Schock beispielsweise durch Bienenstich-Allergie. Aber vom Grundprinzip her betrachtet, sind sie durchaus vergleichbar.
Das Immunsystem von älteren und schwächeren Menschen ist nicht mehr sehr reaktionsfreudig, sodass es weniger leicht zu einem Zytokinsturm kommen kann. Da wird der Nachteil, der sonst zu häufigeren Infektioenn führt, zu einem lebensrettenden Vorteil.
Bei jungen Menschen reagiert das Immunsystem heftig auf den bisher unbekannten Virus. Die Reaktion fällt so heftig aus, dass es zu dem potentiell tödlichen Zytokinsturm kommt.
Anders als bei einer normalen Grippe kann es bei einer solchen Pandemiegrippe also nicht das Ziel sein, das Immunsystem der Menschen zu stärken, sondern es muss eher gebremst werden.
Könnte sie sich ausweiten wie einst die Spanische Grippe? Sie ist von Mensch zu Mensch übertragbar, das sagt schon viel. Sie ist wohl schlimmer als die Vogelgrippe! Sagen uns die Behörden die ganze Wahrheit? Bestimmt nicht!
es könnte sich eher ausweiten, da wir noch keine Medikamente dafür haben
noch wird nach einem Impfstoff geforscht...
Aus meiner Tageszeitung "Wertheimer-Zeitung" von gestern:
Weltweit gibt es mehrere Forschungseinrichtungen, die sich mit dem Thema beschaeftigen. In deutschland ist das Marburger Institut das einzige... In dem vorhandenen Hochsicherheitslabor sei mit den Arbeiten unverzüglich begonnen worden. Man stehe auch in engem Kontakt zur Weltgesundheitsorganisation WHO, die die Anstrengungen der verschiedenen Forschungseinrichtungen koordiniere. Es gehe darum den Impfstoff so schnell wie möglich in größeren Mengen zu produzieren.
Bei der Entwicklung und Herstellung arbeitet das Marburger Institut nach eigenen Angaben eng mit dem Impfstoffhersteller Novartis Behring zusammen. Es gehe darum, daß der Übergang in die Produktion gegebenenfalls möglich nahtlos und rasch vonstatten gehen könnte... Auf die Impfstoff-Fertigung bereitet sich derzeit auch der Pharmahersteller GlaxoSmithKline vor, der in Dresden einen großen Standort hat. Im Falle einer Pandemie würde die laufende Produktion des normalen Grippe-Impfstoffs gestoppt und auf den neuen Impfstoff umgestellt...
Bertram, es geht aber nicht nur um einen Impfstoff, sondern auch um die Bekaempfung, wenn man denn infiziert ist, und das geht heute sehr wirkungsvoll mit Tamiflu!
nix mit Tamiflu - da wird wieder so eine Hype geschürt
mehr dazu in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung
doch dazu habe ich grad keine Lust das auch noch abzutippen
vielleicht finde ich ja online was dazu
hier bitte:
Akt. 30.04.09; 11:21 Pub. 30.04.09; 10:59 Risiko Swissmedic warnt vor Internet-Tamiflu Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic warnt im Zusammenhang mit der Schweinegrippe vor dem Kauf von Tamiflu im Internet.
Wer sich Tamiflu nicht über die offiziellen Vertriebskanäle in der Schweiz wie Spitäler, Ärzte und Apotheken besorge, gehe ein grosses Gesundheitsrisiko ein, teilte Swissmedic am Donnerstag mit. Niemand könne sicher sein, dann auch wirklich das Grippemittel Tamiflu zu bekommen.
Oft Fälschungen
Die Erfahrung zeige, dass Arzneimittel, die aus nicht kontrollierten Quellen stammten, oft gefälscht seien und im günstigsten Fall wenig oder keinen Wirkstoff enthielten. Im schlimmsten Fall enthalten sie gesundheitsschädigende Substanzen, wie Swissmedic warnt. Damit werde in unverantwortlicher Weise die Angst der Bevölkerung genutzt, um Profit zu machen. Das Heilmittelinstitut weist darauf hin, dass in der Schweiz ausreichend Vorräte zur Versorgung der Bevölkerung bestehen. Tamiflu ist als rezeptpflichtiges Medikament zugelassen und soll entsprechend nur auf ärztliche Anordnung eingenommen werden. Bei unsachgemässer Einnahme bestehe die Gefahr, dass sich resistente Virenstämme bildeten, die sich dann ungehindert verbreiten könnten.
Schweinegrippe Helfer in der Not Von Jürgen Dunsch, Zürich
29. April 2009 Die Alarmmeldungen über die Schweinegrippe am vergangenen Wochenende haben den beiden Pharmakonzernen Roche in der Schweiz und Glaxo Smithkline in Großbritannien eine erhöhte Aufmerksamkeit beschert. Denn sie sind die Hersteller der Grippemittel Tamiflu und Relenza, die nach den Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf beide auch gegen die neuartige Infektionskrankheit des Typs H1N1 wirken. Dies spiegelte sich am Montag deutlich in den Börsenkursen: Die Genussscheine von Roche gewannen 3,5 Prozent, die Aktien von Glaxo sogar 5,7 Prozent.
Die rasante Verbreitung der Schweinegrippe verschafft dem Roche-Grippemittel Tamiflu derzeit starke Nachfrage. Der Schweizer Pharmakonzern sei im Zusammenhang mit dem Auftreten des neuen Erregers H1N1 von verschiedenen Regierungen wegen zusätzlicher Tamiflu-Lieferungen kontaktiert worden, erklärte Roche am Mittwoch. Das Basler Unternehmen wollte allerdings nicht näher auf die Anzahl der aktuellen Neubestellungen eingehen. Bis zum Mittwoch habe Roche insgesamt 220 Millionen Tamiflu-Behandlungseinheiten an Regierungen weltweit ausgeliefert, hieß es. Hinzu kämen fünf Millionen Behandlungseinheiten, die das Unternehmen der Weltgesundheitsbehörde WHO im Jahre 2006 gespendet hatte.
Aber auch der Roche-Konkurrent Novartis zeigte sich robust. Dies hat mit dem neu entfachten Interesse an Pharmawerten insgesamt zu tun, aber auch mit den Aussichten auf einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe, der aus den Novartis-Laboren stammen könnte.
Entwicklungszeit im besten Falle drei Monate
Nach den Angaben von WHO-Sprecher Gregory Hartl dauert es fünf bis sechs Monate, bis solch ein Impfstoff entwickelt ist. Doch die Zeit drängt. Die WHO hat als Reaktion auf den neuen Erreger ihre Pandemie-Alarmskala von drei auf vier hochgestuft. Stufe drei war schon vor Jahren beim Ausbruch der Vogelgrippe festgelegt worden. Umso spektakulärer ist jetzt die Hochstufung, mit der eine „erhöhte Übertragung von Mensch zu Mensch“ festgestellt wird...
Phoenix Heute | 30.04.2009 16.15 - 17.00 (45 min.) Neu im Programm
Aktuelles zur "Schweinegrippe"
Berlin: Reaktionen zu den Arbeitsmarktzahlen April 2009
Washington: Päsident Barack Obama 100 Tage im Amt. Pressekonferenz des US-Präsidenten EinsExtra Heute | 30.04.2009 20.15 - 21.30 (75 min.)
Hart aber fair Ernstfall Schweinegrippe - droht uns eine weltweite Epidemie
Zu Gast bei Frank Plasberg:
Klaus Theo Schröder, Staatssekretär
Beda Stadler, Professor für Immunologie
Dr.Werner Bartens, "Süddeutsche Zeitung"
Prof.Dr.Johannes Löwer, Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für Sera und Impfstoffe
Bärbel Höhn, B'90/Grüne Wie gefährlich ist der neue Virus wirklich? Sind deutsche Behörden und Mediziner auf den Seuchenfall vorbereitet? Wie vorsichtig müssen wir sein - und wann beginnt die Panikmache? "hart aber fair" mit Experten und Verantwortlichen, die Antwort auf ihre Fragen geben!
Die Gäste:
Klaus Theo Schröder; Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium
Beda Stadler; Professor für Immunologie, seit 2001 Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern
Dr. Werner Bartens; Wissenschaftsredakteur "Süddeutsche Zeitung"; hat Medizin studiert
Prof. Dr. Johannes Löwer; Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts, Bundesamt für Sera und Impfstoffe
Im Einzelgespräch: Jo Groebel, Medienpsychologe SWR Fernsehen BW Heute | 30.04.2009 20.15 - 21.00 (45 min.)
Zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Clemens Bratzler
Thema u.a.:
Schweinegrippe & Co - Reale Bedrohung oder wieder nur eine Hysterie? Die Schweinegrippe ruft schlimme Erinnerungen wach: Schnelltests, Quarantäne, die Angst vor Massensterben, der Ruf nach neuen Impfstoffen und der Appell: keine Panik! Wie bei BSE, SARS oder Vogelgrippe. Alles schon mal da gewesen - so oder so ähnlich. Doch welche der düsteren Prophezeiungen von damals sind tatsächlich eingetreten? - In Deutschland ist nach heutiger Kenntnis kein Mensch am BSE-Erreger gestorben, die gefährliche Lungenkrankheit SARS ist wieder aus dem Blickfeld verschwunden und auch die Vogelgrippe haben wir glücklicherweise überlebt. Doch was kommt jetzt auf uns zu? Ist die Schweinegrippe der lange befürchtete Fall X? Ein Virus, das sich weiter verbreitet, schneller verändert und härter zuschlägt als jeder bisher bekannte Erreger?
Zu Gast im Studio: Prof. Dr. med. Otto Haller, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Virologie. MDR Heute | 30.04.2009 21.00 - 21.45 (45 min.) Hauptsache gesund - Schweinegrippe
Gäste:
Prof. Uwe Gerd Liebert (Virologe / Leipzig)
Dr. Ullrich Arnold (Virologe / Magdeburg)
Dr. Anne Kathrin Habermann (Apothekerin)
Dr. Anke Gronmayer (Notärztin)
Moderation: Dr. Franziska Rubin
Aus aktuellem Anlass hat "Hauptsache gesund" kurzfristig das Programm geändert. Die Schweinegrippe hat Europa erreicht. Droht uns eine gefährliche Grippewelle - oder haben wir es vor allem mit Medienhysterie zu tun? Stündlich gibt es neue Meldungen, die sich teilweise widersprechen. Ob bisherige Schutzimpfungen wirken, ob man Reisen nach Amerika unterlassen sollte oder der Erreger vielleicht doch durch Fleischverzehr übertragen wird - die Experten sind sich nicht sicher. Dies verunsichert viele Menschen.
Natürlich kann auch das Gesundheitsteam im MDR FERNSEHEN jetzt noch nicht einschätzen, wie sich die Lage bis zum Donnerstagabend entwickelt, aber es wird dann den Zuschauer mit allen Informationen ausstatten, die zu diesem Zeitpunkt wichtig sind. Deshalb sind Experten aus allen relevanten Fachbereichen ins Studio eingeladen, die sich seit Tagen mit dem Thema Schweinegrippe befassen und die aktuellsten Informationen mitbringen: Die Virologen Prof. Uwe Gerd Liebert aus Leipzig und Dr. Ullrich Arnold aus Magdeburg wissen, wie gefährlich das Virus ist und wer besonders bedroht ist. Die Apothekerin Dr. Anne Kathrin Habermann erklärt, welche Medikamente helfen und ob die Vorräte im Notfall überhaupt ausreichen. Die Notärztin Dr. Anke Gronmayer zeigt, bei welchen Krankheitszeichen man sofort handeln sollte - und mit welchen Maßnahmen man das Schlimmste verhindern kann. "Hauptsache gesund" erklärt, wie man einer eventuellen Ansteckung am besten vorbeugt. Die Zuschauer können wie immer live in der Sendung anrufen und mit den Experten sprechen - und bekommen so gleich eine Antwort auf ihre dringenden Fragen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe!
Das Gesundheitsmagazin widmet sich jeweils einem medizinischen Thema, macht mit Schicksalen und Heilmethoden vertraut. Ein Experte im Studio beantwortet die per Telefon und Fax eingehenden Zuschauerfragen
In Antwort auf:Könnte sie sich ausweiten wie einst die Spanische Grippe?
Wohl eher nicht, weil wir heute ganz andere Medikamente haben.
Das muß ich schon sehr bezweifeln. Die ganze Wahrheit sagt man auch nicht, was ja nicht das erste mal ist. Das nächste Problem ist, das sich der Stamm weiter entwickeln und verändern kann. Wieviele kommen aus Mexiko zurück, die nicht erkrankt sind aber den Erreger in sich haben und andere anstecken könnten. Das die WHO die zweitgrößte Warnstufe ausgerufen hat, kann man nicht kleinreden. Ich bin mir sicher, dass auch noch die Stufe sechs ausgerufen wird. Fakt ist, dass man auch hier wieder sieht, dass man von unseren Politikern belogen wird.
"Hart aber fair" hab ich im Übrigen gestern gesehen.
In Antwort auf:Fakt ist, dass man auch hier wieder sieht, dass man von unseren Politikern belogen wird.
Ich bin bestimmt kein zu gutgläubiger Mensch, aber hinter allem und jedem ein Politiker Komplott zu sehen, find ich einfach nur total übertrieben und auch wieder soo verallgemeinernd!
Ich bin zur Zeit bei der Reha im Revital. Dort war heute ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Folgende Anweisung hat er erteilt. Sämtliche Angestellte müssen ab Montag mit Mundschutz arbeiten. Nach jedem Kunden muß man sich die Hände und Arme bis zum Ellenbogen desifizieren. Er meinte, das ist so bei Warnstufe fünf, bei Warnstufe sechs wird das Haus ganz geschlossen sagte er. So etwas gibt einem schon zu denken.
Zitat von Chris"Hart aber fair" hab ich im Übrigen gestern gesehen.
In Antwort auf:Fakt ist, dass man auch hier wieder sieht, dass man von unseren Politikern belogen wird.
Ich bin bestimmt kein zu gutgläubiger Mensch, aber hinter allem und jedem ein Politiker Komplott zu sehen, find ich einfach nur total übertrieben und auch wieder soo verallgemeinernd!
Das hat nichts mit einem Komplott zu tun. Man spielt nur gerne etwas herunter. Das haben wir schon mal erlebt. Nach Tschernobyl hat man auch gesagt kein Problem, die Kinder können weiter im Sand spielen. Was dann rauskam wissen wir.
In Antwort auf:Das hat nichts mit einem Komplott zu tun. Man spielt nur gerne etwas herunter. Das haben wir schon mal erlebt. Nach Tschernobyl hat man auch gesagt kein Problem, die Kinder können weiter im Sand spielen. Was dann rauskam wissen wir.
Mir widerstrebt es einfach, Politiker im Allgemeinen als Lügner oder Versager abzustempeln!!! Du schließt damit von Vorneherein aus, daß sich Menschen auch "irren" können(was ja auch menschlich wäre), und dabei mach ich nunmal nicht mit!
Zitat von Chris Mir widerstrebt es einfach, Politiker im Allgemeinen als Lügner oder Versager abzustempeln!!! Du schließt damit von Vorneherein aus, daß sich Menschen auch "irren" können(was ja auch menschlich wäre), und dabei mach ich nunmal nicht mit!
In wieweit hast Du damals Tschernobyl mitbekommen. Wir in Bayern wissen sehr wohl, wie wir belogen wurden. Ausnahmslos von allen Politikern. Ich kann dir die Aussagen raussuchen. Im übrigen, zeige mir einen der Damen oder Herren die nicht in erster Linie an der Sicherung ihrer Pfründe denken. Aber lassen wir die Politik, dazu ist das Thema viel zu ernst.
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