>>Zwei Tote an Bord der "Louis Majesty" - Riesenwellen treffen Kreuzfahrtschiff
Mehrere acht Meter hohe Wellen haben vor der spanischen Küste das Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty" getroffen. Zwei Menschen kamen ums Leben, als mehrere Fenster eines Salons zerbarsten. / An Bord des 200 Meter langen Schiffes waren 1350 Passagiere und 580 Besatzungsmitglieder, wie die griechischen Behörden weiter mitteilten. Der Kapitän des Schiffes sei ein Grieche. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press mitteilte, erlitt eine 62-jährige Frau Brüche an beiden Beinen. Die übrigen Verletzten wurden nur leicht verwundet.<<
Ort des Unfalls: "Según informó a Europa Press una portavoz de Salvamento Marítimo, el barco sufrió el accidente a 25 millas de tierra, a la altura del Cabo de Begur, en Girona" http://www.europapress.es/nacional/notic...230257.html?rel
Wiki: "Monsterwellen sind keine Tsunamis. ... Der bisher letzte in der Öffentlichkeit bekannte Fall ereignete sich am 3. März 2010, als auf dem Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty" vor Spanien zwei Menschen durch das Phänomen der "Drei Schwestern" getötet und sechs weitere verletzt wurden." http://de.wikipedia.org/wiki/Monsterwellen
Ich war schon auf viel kleineren Schiffen bei höheren Wellen und da sind auch keine Fenster zerborsten, was mir, da ich ein wenig Ahnung vom Glas habe, auch logisch ist.
Wenn überhaupt, dann haben die Wellen das Schiff seitlich getroffen, nur dann müsste der Steuermann besoffen gewesen sein oder hat der Chile-Phantom-Tsunami auf irgendeiner merkwürdigen Art und Weise das Mittelmeer erreicht und den Steuermann einfach überrascht
Dann wären aber inzwischen schon etliche Küstenstädte im Mittelmeer überschwemmt, da die Wellen irgendwo aufs Land stoßen müssen, von den unzähligen kleinen Schiffen, die dort rumkreuzen ganz abgesehen.
Denn, wenn schon ein 206-Meter-Schiff so beschädigt wurde, müssten doch alle 10-15-Meter-Kutter inzwischen auf dem Meeresgrund liegen.
Ich glaube den Quatsch jedenfalls nicht.
Wenn ich mir das Bild von dem Kahn betrachte, reichen ein paar 8-Meter-Wellen noch nicht mal aus, um den Kollos richtig zu waschen, geschweige dermaßen ins Bedrängnis zu bringen
Und was vermutest du, was da passiert ist? Der Schaden ist ja da und die Toten und Verletzten ebenso. Solche Geschichten denkt man sich ja nicht aus. Möglich, dass die Mannschaft unachtsam war und darum das Schiff nicht mehr rechtzeitig drehen konnte. Erinnert mich an den Film "Poseidon" So ein Schiff reagiert doch sehr träge...
Zitat von Ratibierdann müsste der Steuermann besoffen gewesen sein
Wiki hingegen: "Gegenmanöver Bis vor kurzem galt es als sinnvollste Gegenmaßnahme, die Welle mit voller Maschinenkraft möglichst frontal anzugehen, da dieser Bereich des Schiffes für die höchsten Belastungen ausgelegt ist und damit die Welle förmlich zerschneidet. Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass dies nicht das Optimum darstellt, sondern die Welle − sofern sie früh genug erkannt wird und ein Manöver überhaupt noch möglich ist − analog zur Technik des Überfahrens einer Düne mit einem Geländewagen leicht schräg anzuschneiden sei. Zwar entsteht hierdurch eine extreme Druckbelastung des Vorderbugs durch die Wassermassen, die Gefahr des Durchbrechens des Schiffes ist jedoch deutlich geringer, und bei nicht zu großem Winkel ist auch die Wahrscheinlichkeit des Kenterns nicht sehr hoch."
Zitat alle 10-15-Meter-Kutter
War seit 40 Jahren nicht mehr am Cala SaTuna / Begur und weiß nicht, ob es da noch Fisch(er) gibt.
Jetzt bin ich gespannt, was Fred dazu sagt. Hallo Fred!
Zitat von VeraUnd was vermutest du, was da passiert ist? Der Schaden ist ja da und die Toten und Verletzten ebenso. Solche Geschichten denkt man sich ja nicht aus. Möglich, dass die Mannschaft unachtsam war und darum das Schiff nicht mehr rechtzeitig drehen konnte. Erinnert mich an den Film "Poseidon" So ein Schiff reagiert doch sehr träge...
Ich weiß es nicht Ich weiß nur, dass so ein Klotz über die 8-Meter-Wellen nur lachen würde und dass man sich sogar als Passagier auf so einem Riesenpott immer sicher fühlt
Natürlich spritzt die Gischt ziemlich hoch, davon gehen aber keine Scheiben kaputt
Habe schon selber bei Riesenwellen auf dem Bug gestanden und bin dabei zwar ordentlich nass geworden, das ist aber relativ harmlos und es macht richtig Spaß, in die Luft zu springen, wenn der Bug gerade einen 10-Meter-Satz nach unten macht. Das ist so, als wenn man fliegen würde.
Habe das schon oft in einem Aufzug probiert. Da funzt das aber nicht, obwohl das im Prinzip nix anderes ist.
Auf dem Schiff macht das aber richtig Laune. Da meckern zwar gleich welcher oder sie sperren einem sogar die Türe zum Vorderdeck ab, aber dass ein paar 8-Meter-Wellen auf so einem Schiff jemand töten können, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Soo gross ist der Kahn auch wieder nicht. Die Louis Majesty gehört zu den kleineren Kreuzfahrtschiffen. Manche Reedereien wissen schon warum sie ihre kleineren Schiffe über den Winter in ruhigere Gewässer bringen und nur die grossen Pötte im Mittelmeer kreuzen lassen.
Zitat von RatibierLaut dem N-24 Typen sind angeblich in den letzten 20 Jahren über 200 Großschiffe durch diese Monsterwellen gesunken Da habe ich wohl was verpennt.
Bei den Passagierschiffen darf aus Sicherheitsgründen bei den Fenstern/Luken das VSG-Glas resp. die PVB-Folie nicht verwendet werden, damit die Fenster im Notfall als Notausstieg genutzt werden können.
>> „Ich bin früher gesegelt, insofern hatte ich keine große Furcht vor diesen wirklich hohen Wellen. Die schlugen dann immer heftiger gegen die Bordwand. Immer wenn das Schiff aus einem Wellental hochkam, knallte so eine Riesenwelle vor den Bug. Ich als kleiner Segelboot-Kapitän habe nur gedacht: Mensch, der müsste doch vielleicht ein bisschen beidrehen, damit er die Wellen nicht genau vor die Nase kriegt. Aber das ist ja ein erfahrener Kapitän.“ ... „Ich wollte mir noch einen Koffer kaufen im Duty-Free-Shop und war auf dem Weg dorthin, als plötzlich ein großer Aufruhr auf dem Schiff war. Kinder kamen mir auf dem fünften Deck entgegen und schrien ganz furchtbar. Eine Riesenwelle hatte erst eins und dann weitere vier, fünf Fenster auf Deck fünf eingeschlagen. Eine Riesenmenge Wasser kam rein und schlug das Mobiliar um. Eine Frau ist regelrecht erschlagen worden, ein Mann ist mit seinem Sessel nach hinten gekippt. Er soll, das habe ich aber nur gehört, an einem Herzinfarkt gestorben sein. Es sind auch etliche Passagiere von den herumfliegenden Scheiben getroffen worden. Der Salon stand in null Komma nichts unter Wasser, und es tropfte in die darunter liegenden Decks. ... An Bord war die Ansage, dass eine unvorhersehbare, überdimensional große Welle das Schiff getroffen hat. Das kann ich auch bestätigen. <<
hab diesen Bericht auch nur aus dem TV. das wesentliche daran dürfte sein :
- das Schiff befand sich in etwa SÜDLICH der RHONE und SÜDÖSTLICH der PYRENÄEN. - und hatte gleichzeitig Wind bzw. Seegang aus NORD und NORDWEST. also KREUZSEEN ! - ein Sachverständiger sagte dazu : 4 m See aus einer Richtung und 4 m See aus einer anderen Richtung sind 8 m Kreuzsee !!!
- so eine Kreuzsee ist eigentlich keine Welle - sondern ein Wellenberg der an der Begegnungsstelle der beiden auslösenden Wellen (eben aus verschiedener Richtung) entsteht. Und entsteht eigentlich aus dem Nichts ohne Vorwarnung. Wie Kabbelwasser ... nur eben 8 m hoch !
- die Fenster sind sicher nur nach Winddruck und Sog bemessen. sicher nicht auf eine solche Last ! der besondere Dank ist an die Architekte zu richten, welche unbedingt große ungeteilte Glasflächen haben wollen.
- in der ADRIA kenne ich keine vergleichbare Stelle. Der "Löwengolf" ist ja berühmt- berüchtigt.
- im Gegensatz zur "scheinber richtiger Logik" geht es kleineren Fahrzeugen recht gut in soeiner Situation. sie fahren eben als Ganzes die Wellen rauf und runter. werden halt ordentlich geschüttelt. haben auch nicht sooo große Fenster. was macht es uns schon aus, wenn eine Welle aufs Luk donnert. nur dieser große Pot kann nicht "Achterbahnfahren". sitzt ja mit dem Heck noch auf der letzten Welle !
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