Eine Volksabstimmung über einen Kroatien-Beitritt erwarte ich nicht (sicher nicht in Österreich), Kroatien ist unstrittig ein europäisches Land und hat auch bei der Bevölkerung in den EU-Ländern ein positives Image, was man nicht von allen Beitrittskandidaten sagen kann.
Natürlich gibts in Österreich und in Deutschland keine Abstimmung. Abwarten muß man aber Irland (weil die über jeden Schmarrn abstimmen) und Holland. Dort hat Kroatien sowieso immer schon einen schweren Stand, sie halten auch gerne Volksabstimmungen über alles mögliche ab und leider Gottes ist der Rechtspopulist Geert Wilders mit an der Macht und der hat bereits angekündigt, jede EU-Erweiterung abzulehnen. Mit dem Image Kroatiens in Europa muß man aufpassen. Es gibt Leute die glauben immer noch da wäre Krieg... Und leider gibts in der ganzen EU aufgrund der Finanzprobleme eine gewisse Aufnahmemüdigkeit. Zumal Kroatien ein Nettoempfänger ist und der ein oder andere sieht in dem Land schon das nächste Griechenland....
Zitat Ich habe mal nachgelesen....dann haben nach dem Zählsytem einiger EU Gegner hier im Forum die Iren damals in Wirklichkeit zugestimmt.....
Nein, fuer eine Aenderung sollte ein gewisses Quorum erreicht werden, nicht fuer die Erhaltung des Status Quo. Ich verweise hier noch mal auf die Regelungen fuer Volksentscheide in den Deutschen Bundeslaendern. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Volksentsch..._in_Deutschland Selbst fuer einfache Gesetzesaenderungen gibt es zum Teil hohe Quoren (Extremfall Saarland: 50 % der Wahlberechtigten müssen zustimmen, somit ist dort Nichteilnahme identisch Nein-Stimme) Bei Abstimmungen zu Verfassungsänderungen gilt so gar in elf Bundeslaendern dieses Quorum (bei drei ist so ein Referendum gar nicht moeglich, bei zwei gelten geringere Quoren, bei einem gibt es kein Quorum.) (Noch mal fuer Langsame: 50% Quorum bedeutet: Nichtteilnahme identisch Nein-Stimme.) Da ja die BR als eines der Musterlaender in Sachen Demokratie gilt, moechte ich nicht in Frage stellen, dass dies eine sinnvolle Gestaltung der Abstimmungsregeln darstellt. Aber, ich halte den Beitritt eines Landes zur EU fuer noch gravierender als eine Verfassungsaenderung in einem Bundesland und von daher haette ich ein entsprechendes Quorum erwartet und fuer vernuenftig gehalten. Noch eine Bemerkung zu "nicht Verlieren koennen": Ich kann mir nur ueber das Abstimmungsverhalten einer einzigen Person einigermassen sicher sein und die hat NICHT gegen den Beitritt gestimmt.)
Zitat von veli konpacNoch mal fuer Langsame: 50% Quorum bedeutet: Nichtteilnahme identisch Nein-Stimme.
Das stimmt definitiv einfach nicht. Die Abstimmung ist ungültig, aber keinesfalls werden Stimmenthaltungen den Nein-Stimmen zugeordnet. Denke da hast Du etwas falsch verstanden. Man muß auch manchmal genau hinschaun, was überhaupt ja und was nein bedeuten. Beim Stuttgarter Bahnhof hast mit ja abstimmen müssen, wenn Du für den Baustopp warst und mit nein wenn sie weiterbauen sollten. Also "nein" zu Stuttgart 21 hieß mit "ja" stimmen. Richtig ist daß es in jedem deutschen Bundesland andere Regelungen bzgl. eines Volksentscheids gibt. Genauso wie es in jedem Bundesland andere Regelungen bzgl. des Nichtraucherschutzes gibt. Nur ein Beispiel.Und das ist nicht so toll und Deutschland sollte da sowieso nicht und auch sonst nicht immer als Vorbild dienen.
Zitat Das stimmt definitiv einfach nicht. Die Abstimmung ist ungültig, aber keinesfalls werden Stimmenthaltungen den Nein-Stimmen zugeordnet.
Es ist doch vollkommen egal, ob man nun die Stimmenthaltungen den Nein-Stimmen explizit zuordnet oder nicht. Wenn Stimmenthaltung oder Nein-Stimme letztendlich den gleichen Einfluss auf das Ergebnis haben, dann sind sie semantisch gleichwertig. Merksatz: Ein Haehnchen ist auch ein Haehnchen, wenn man es Broiler nennt.
Zitat Man muß auch manchmal genau hinschaun, was überhaupt ja und was nein bedeuten. Beim Stuttgarter Bahnhof hast mit ja abstimmen müssen, wenn Du für den Baustopp warst und mit nein wenn sie weiterbauen sollten.
Die Fragen sind natuerlich IMMER so formuliert, dass mit Ja der Status Quo geaendert wird. (Ansonsten muesste man ja fuer jede einzelne Abstimmung das Quorum mal bzgl. der Ja Stimmen und mal bzgl. der Nein Stimmen festlegen.) Merksatz: Es vereinfacht die Sache, wenn man die Frage liest, ueber die man abstimmen moechte.
Ein Artikel in Vecernji wo drinsteht ab 2015 kann man damit rechnen das die Grenzen zur EU wegfallen. Die EU wird dafür 150Millionen Euro jährlich zahlen damit die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Ganz unten im Link gibt es so paar Fragen und Antworten auch wegen Arbeit für Kroaten in der EU nach EU Beitritt. http://www.vecernji.hr/vijesti/manje-pap...a-clanak-369241
Zitat von GattiFür den EU Beitritt war ich, aber die Kuna soll bleiben!
Keine Sorge ,die Kuna wird weiter für viele Jahre bestehen bleiben.
Ist auch nicht weiter schlimm denn,es gibt reichere Länder als Kroatien ,die ihre eigene Währung in der EU behalten haben ,ein Bsp. Dänemark.
Hätte Griechenland damals auch diesen Weg gewählt ,hätten sie heute nicht solche Probleme .
Was sind denn das hier wieder für Aussagen?
1. Natürlich möchte Kroatien so schnell wie möglich die Kuna gegen den Euro eintauschen. Macht ja auch Sinn, da der Euro eh schon oft die "wahre" Währung ist. Zimmerpreise sind heute schon in Euro zu zahlen. Slowenien hatte damals den Tolar auch nur als Übergangswährung und so ist das auch mit der Kuna in Kroatien. 2. Die wirtschaftliche Situation Dänemarks (oder auch Schwedens) ist ja wohl definitiv nicht mit derjenigen Kroatiens zu vergleichen. 3. Der Euro ist doch nicht der Grund für die Überschuldung Griechenlands! Sie können nicht mit Geld umgehen, haben einen zu großen Verwaltungsapparat, sind unfähig, Steuern einzutreiben und die Korruption ist auch zu hoch. Dies ist nur eine Auswahl-es gibt noch mehr Ursachen für die griechische Staatspleite. Der Euro jedenfalls kann da nichts für. Ungarn hat noch den Forint und ist finanziell am Ende! Und umgekehrt gibts auch Staaten wie Estland, die ihre Finanzen vollends im Griff haben und alles dafür taten, den Euro einzuführen und freuen sich dann 2011 über die Erreichung dieses Ziels.
Zitat von Frank23. Der Euro ist doch nicht der Grund für die Überschuldung Griechenlands! Sie können nicht mit Geld umgehen, haben einen zu großen Verwaltungsapparat, sind unfähig, Steuern einzutreiben und die Korruption ist auch zu hoch. Dies ist nur eine Auswahl-es gibt noch mehr Ursachen für die griechische Staatspleite. Der Euro jedenfalls kann da nichts für. Ungarn hat noch den Forint und ist finanziell am Ende! Und umgekehrt gibts auch Staaten wie Estland, die ihre Finanzen vollends im Griff haben und alles dafür taten, den Euro einzuführen und freuen sich dann 2011 über die Erreichung dieses Ziels.
Ja, was ist denn das schon wieder für eine Aussage?
Der Hauptgrund für die Probleme innerhalb der Eurozone sind doch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte. Wer den Euro hat, kann nicht mehr abwerten und durch Sparen wird die Wirtschaft erst richtig abgewürgt.
Lassen wir dazu mal Herrn Sinn zu Wort kommen: Mit ihren Sparbemühungen hätten die Griechen bisher nichts erreicht. Notwendig sei ein Rückgang der Preise um 31 Prozent, um auf das türkische Niveau zu kommen. Davon sei bislang nichts zu sehen – und das sei innerhalb des Euro auch nicht zu schaffen. Wer den Griechen wirklich helfen wolle, sollte ihnen die geplanten 130 Milliarden Euro des zweiten Hilfspakets lieber als Austrittshilfe geben, rät Sinn. Nur die Rückkehr zur Drachme erlaube die Abwertung und erleichtere es dadurch den Unternehmen, konkurrenzfähig zu werden. Genauso pessimistisch zeigt er sich für Spanien, Italien und Portugal. Auch dort seien die Preise nicht gesunken. „Das Beharren auf den falschen Preisen ist das Hauptproblem der Eurozone. Daran kann sie zerbrechen“, warnt er. http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaf...und-deutschland
Ungarn wurde von der vorherigen Regierung ausverkauft. Wie sich Estland weiter entwickelt wird man sehen. Die meisten ehemaligen Ostblockländer sind nämlich nur deshalb nicht so hoch verschuldet, weil sie in diesem Casino noch nicht so lange mitspielen.
Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
Für Staaten die primär vom Tourismus am Laufen gehalten werden ist es auf jeden Fall besser NICHT den Euro zu haben.
Warum ziehen wohl so viele Touris die Türkei Ländern wie Spanien und Griechenland vor? Bestimmt nicht weil es dort soviel besser ist. Es ist einfach billiger.
Richtig, aber genau das soll ja vermieden werden! Und das geht nur über eine vernünftige Wirtschafts-und Fiskalpolitik. Die ständigen Abwertungen sind auf Dauer nämlich auch nicht des Rätsels Lösung, da die Importe sich ja dadurch verteuern. Dies betrifft die Zahlungen für Rohstoffe wie Erdöl usw.
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