Hallo werte Campngfreunde! Ich möchte heute wieder einmal seit langer Zeit einen Beitrag in diesem Forum bringen, weil mir schön langsam der Kragen platzt!! Warum? Meine Gattin und ich stehen seit 1995 auf einem privaten Campingplatz in der Region um ZADAR. In dieser Zeit gab es fast keine Schwierigkeiten, außer die "normalen". Diese Zeit haben wir bis dato sehr genossen (immer ca. 60-80 Tage/Jahr); jetzt als Pensionisten etwas mehr. Heuer im Juni standen eines morgens plötzlich und unerwartet 8 Personen (4 Polizisten und 4 BeamtInnen) bei uns am Campingplatz und alle anwesenden Camper wurden durch eine deutschsprachige Dolmetscherin hinzu geholt und über den laufenden Vorgang kurz aufgeklärt. Grund dieses Besuches war, dass offensichtlich der Campingplatz "schwarz"= ohne Genehmigung betrieben wurde, ebenso die Vermietung der Garconieren. Wir wurden eingehend über diverse Dingen befragt und anschließend unwirsch aufgefordert, sofort unsere Autos aus dem Platz zu entfernen und ebenso darüber in Kenntnis gesetzt, binnen 2 Tagen den Campingplatz zu verlassen, da dieser für das gesamte Jahr 2022 behördlich gesperrt und die Eingänge versiegelt werden. Wir glaubten unseren Ohren nicht zu trauen!! Ich versuche jetzt seit über 2 Monaten zu meinem Wohnwagen zu kommen, um diesen abbauen zu können, um ihn zurück nach Österreich zu holen Vergebens! Es ist derzeit einfach unmöglich, überhaupt eine rechtliche Unterstützung zu bekommen, um einen möglichen behördlichen Termin für den Abbau zu erlangen. Es interessiert keinen Rechtsanwalt, eine rechtliche Hilfe anzubieten. Der Campingplstz darf nur mit Bewilligung der zuständigen Behörde betreten werden und nur zum Zwecke einer "Einwinterung" oder eines "Abbaues" des fix aufgestellten Wohnwagens; es werden aber maximal nur 3 Stunden dafür zur Verfügung gestellt, nicht mehr!! In dieser Zeit muss nämlich eine Beamter/Beamtin vor dem Camingplatz im Auto sitzenbleiben, um uns bei unseren Tätigkeiten beobachten zu können?! Es dürfen keine anderen Tätigkeiten verrichtet werden. Strom-Wasser-WC-Dusche sind natürlich am Platz auch abgestellt Ein befreundeter Richter erklärte uns kurz: es darf der Platz deswegen nicht betreten werden, da uns das Grundstück nicht gehört; außerdem ist diese Situation im kroatischen Recht nicht vorgesehen?? Somit wird uns der Zutritt und der Gebrauch unseres Eigentums ganz einfach auf unbestimmte Zeit verwehrt! Unbestimmt deswegen, da wie bereits bekannt, kroatische Gerichtsverfahren über 5-10 Jahre dauern können Bei uns bleibt nach vielen schönen und erlebnisreichen Jahren ein sehr fahler und unschöner Beigeschmack über Kroatien zurück Sollte jemand ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ersuche ich um eine Rückmeldung darüber Schönen Urlaub!!
ZitatIch möchte heute wieder einmal seit langer Zeit einen Beitrag in diesem Forum bringen
was bitte heisst das Du warst schon einmal angemeldet und hast dein Passwort vergessen dann hätte eine PM an den Admin genügt um dich wieder frei zu schalten..
Zuerst einmal eine Frage: Ihr seid also seit 1995 dort gewesen und habt vermutlich nie eine Anmeldebestätigung bekommen und habt auch keine Kurtaxe bezahlt? Dann hätte es euch schon klar sein müssen, dass da irgend etwas nicht rechtens sein kann.
Das Vorgehen der Behörden ist für euch natürlich unschön, aber irgendwann wird auch in Kroatien endlich einmal durchgegriffen und Gesetze eingehalten. Der Betreiber des Platzes hat sich in den fast 30 Jahren wahrscheinlich eine goldene Nase verdient und ihr müsst es jetzt ausbaden.
Bekommst du denn nun die drei Stunden oder nicht? In drei Stunden bekommt man doch einen Wohnwagen abgeholt. Sogar mit dem Aufziehen neuer Reifen, die alten sind vermutlich Schrott.
Ihr hattet zwei Tage Zeit den Platz zu räumen bevor er, sogar angekündigt, behördlich gesperrt wird. Keiner möchte in eurer Situation stecken, aber ganz ehrlich. Finde den Fehler…!?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der TE überhaupt nicht gewusst hat, dass er jahrelang bei einem Schwarzvermieter gecampt hat. Wer fragt schon nach einer Konzession oder einer Rechnung, wenn der Preis stimmt und auch sonst alles in Ordnung ist? Deshalb finde ich Häme hier fehl am Platz.
Dass die kroatischen Behörden auch nicht sonderlich verständnisvoll mit ihm umgehen, kann ich ebenfalls nachvollziehen, denn immerhin hat er ja - vielleicht unwissend? - jahrelang von einer Straftat profitiert. Mitgegangen, mit gefangen.
Dumm gelaufen das Ganze. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Danke für den Link! Die Überlegungen der meisten hatte ich auch, aber letztendlich sind das alles Spekulationen aus Erfahrungen, die man von solchen 'Campingplätzen' hat. Ob das in diesem Falle wirklich zutrifft, weiß man eben nicht. War das wirklich noch ein echter "Campingplatz" mit Wohnwagen drauf mit fest installiertem Vorzelt dran, oder hatte sich die Parzelle mit den Jahren in einen Schrebergarten verwandelt, das Vorzelt ist einem festen Vorbau aus Wellblech, Kunststoffplatten oder Holz gewichen, der Wohnwagen überbaut worden mit einem Dach (wird oft gemacht, weil die Wagen selbst undicht werden mit den Jahrzehnten). In den Vorbau wird dann allerlei Mobiliar und Haushaltsküchengeräte verbracht. Angefangen vom Kühlschrank über den Herd, Fernseher... Oft werden Campingplätze zur Umgehung der Bauvorschriften, also des Verbots, Häuser zu bauen, missbraucht. Aus dem abgestellten WohnWAGEN wird mit den Jahren ein wilder Bau. Ich will das nicht verurteilen, ich bin selbst einer, der das Recht manchmal gerne dehnt. Aber man sollte dann nicht heulen, wenn einen der Rechtsstaat doch wieder einholt. Wie gesagt, alles Spekulationen, wir wissen nicht, was war.
Zitat von kornatix im Beitrag #10..., dass er jahrelang bei einem Schwarzvermieter gecampt hat....
Wenn es denn wirklich noch 'Camping' war, dann sehe ich das Drama nicht. Dann blieb die Mobilität des Wagen gewahrt. Wie gesagt, bestenfalls zwei/vier neue Reifen rauf und man zieht die Kiste von der Parzelle zur nächsten Werkstatt, die sich um die Bremsen kümmert. Wohnwagentechnik ist ziemlich simpel. Camping ist temporär. Ob der Vermieter eine Konzession hatte oder nicht, kann dir ja eigentlich egal sein.
Die Frage wäre noch zu klären wie lange der Wohnwagen da schon steht und ob er Jahr für Jahr neu dort abgestellt wird. Wenn er länger als 3 Jahre steht braucht er ja einen neuen TÜV. Und wen jetzt einige Jahre steht wäre ja eine Abholung auch nicht so einfach möglich ohne TÜV.
Etwas Ähnliches ist 2010-11 in meinem Zweitheimatdorf Kukljica passiert. Dort hattte die Gemeinde (!!!) seinerzeit, also noch vor dem kroatischen EU- Beitritt, einen Sportboothafen gebaut und die Plätze unter Umgehung der Zollvorschriften ganzjährig auch an Ausländer vermietet. Irgendwann kam die Kreisverwaltung dann dahinter, der Gemeinde wurde die Konzession entzogen, und die ausländischen Boote kamen erst mal an die Kette, weil sie als illegal importiert galten. Wie die Bootseigner aus der Nummer 'raus gekommen sind, weiß ich nicht. Ein paar Monate später waren sie jedenfalls alle weg.
Heute wird dieser Sportboothafen von der Kapetanija Zadar verwaltet. Als Ausländer kann man dort zeitweise einen Platz mieten, nicht aber ganzjährig, weil Dauerliegeplätze nach kroatischem Recht nur von regulären Marinas an Ausländer bzw. EU-Bürger vermietet werden dürfen, nicht aber in anderen Häfen. Deshalb läuft mein Boot unter kroatischer Flagge.
Zitat von recas im Beitrag #13Die Frage wäre noch zu klären wie lange der Wohnwagen da schon steht und ob er Jahr für Jahr neu dort abgestellt wird. Wenn er länger als 3 Jahre steht braucht er ja einen neuen TÜV. Und wen jetzt einige Jahre steht wäre ja eine Abholung auch nicht so einfach möglich ohne TÜV.
Solche Probleme ergeben sich, wenn man den Campingbegriff überdehnt/missbraucht. Wenn man es genau nimmt, ist ein Wohnwagen ohne TÜV und Zulassung, Versicherungsschutz kein Wagen mehr, also kein Fahrzeug, sondern eine Bude, Hütte. Wenn man selbst sich außerhalb des geltenden Rechts begibt, also einen Campingplatz zu einem Schrebergarten macht, einen Wagen zur Hütte umwidmet, weil nicht mehr fahrbar ist, muss man sich nicht wundern, dass der Rechtsstaat einen nicht mehr schützt. Das sind dann illegale Bauten. Dann versteht man auch, dass es im Kroatischen Gesetzt keine Möglichkeit gibt, sein illegal errichtetes Gebäude werterhaltend abzutragen. Für Campingfahrzeuge gibt es ja diese 3-Stundenregelung. Die Eigner müssen noch hoffen, die Entsorgung der alten Wohnwagen nicht tragen zu müssen. Das wäre garantiert in D oder Österreich der Fall.
Der arme unschuldige Camper 😉 ! Er wird bei der Zahlung wohl eine Quittung bzw. Rechnung erhalten haben, wo auch Daten draufstehen. Kurtaxe wird er auch brav bezahlt haben, oder etwa nicht ?? Wenn er jahrelang augenzwinkernd schwarz zahlt, hält sich mein Mitleid aber in sehr engen Grenzen.
@Trollfahrer.. Da hat sich ein älteres Paar vor Jahren einen Dauerstellplatz in Kroatien zugelegt, sowas machen etliche Leute in D. auch. Jetzt haben die Pech gehabt und hoffen auf ein wenig Hilfe. Was machst du... Hackst noch drauf rum mit deinem Geschwafel. 🤮
Vor Jahren waren die Leute noch kein älteres Paar. Und wer hackt auf ihnen rum?
Allerdings wird hier vieles gemutmaßt, ohne Fakten zu kennen. Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung, da man sich z.B. über die Einreisevorschriften eines Landes informieren sollte. Dann wäre es auch bekannt gewesen, dass man sich vor dem EU-Beitritt innerhalb 24 Stunden nach Einreise polizeilich anmelden musste. Bei einem illegalen Platz wäre das gar nicht möglich gewesen. Also hätte man da schon hellhörig werden können, dass da irgendwas nicht ganz koscher ist. Wenn einem das egal ist, muss man wohl irgendwann mit Konsequenzen rechnen. Dann kann man am Ende noch froh sein, wenn nur der Vermieter zur Rechenschaft gezogen wird.
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