Diese Regeln sind Teil einer neuen Verordnung für Wasserfahrzeuge aller Art, die seit dem April 2025 gilt. Wer es sich antun möchte, hier der Link Narodne Novine
Hier im besonderen nehme ich nur Bezug auf nicht-motorisierte Wasserfahrzeuge (Kanu, Kajak, SUP und selbst die Luftmatratze fällt nach neuer Definition unter diese Regelung). Die Nutzung von nicht-motorisierten Kajaks, SUPs, Schlauchbooten, Luftmatratze ist auf den Zeitraum zwischen Sonnenauf- und untergang (Tageslicht) beschränkt sowie auf einen 300-Meter-Streifen entlang der Küste begrenzt; in organisierten Badezonen ist die Nutzung generell verboten (also überall wo eine Bojen Kette den Schwimmbereich am Ufer zum Meer hin abtrennt). Wichtige Regeln im Überblick: Schwimmwestenpflicht: Das ständige Tragen einer zugelassenen Schwimmweste (mindestens 100 Newton Auftrieb, ohnmachtssicher) ist verpflichtend. Tageslicht: Kajak- und SUP-Fahrten sind nur bei Tageslicht zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erlaubt. Küstennähe: Sie dürfen sich maximal 300 Meter von der Küste entfernen. Also Überfahrten z.B. von Brestova nach Porezine oder Krk - Cres mit dem Kajak sind nicht mehr erlaubt. Ausnahme: wenn eine motorisierte Begleitung das nicht-motorisierte Fahrzeug absichert. Badezonen: Die Nutzung von Kajaks und SUPs ist in den gekennzeichneten Badezonen generell verboten.
Ziel der Regelungen: Die neuen Vorschriften sollen die Sicherheit auf dem Wasser erhöhen, insbesondere in Bezug auf die Nutzung von Booten und persönlichen Wasserfahrzeugen. Strafen: Die Einhaltung der Regeln wird von der Küstenpolizei überwacht, und Verstöße können mit hohen Geldstrafen geahndet werden.
Soweit die Übersicht und das Gesetz. In der Praxis habe ich dieses Jahr zumindest noch nicht beobachtet, dass die Wasserschutzpolizei (WaPo) irgendjemand vom SUP, Kajak oder seiner Schwimmgerät geholt hat, wenn er keine Schwimmweste trug. Auch habe ich (wie sonst auch immer in der Saison Idioten mit allen möglichen Schwimmgeräten weit draußen auf dem Meer beobachtet, die a) nicht in Not und b) auch keine Hilfe haben wollten und c) mich blöde anglotzen, wenn ich auf möglich Gefahren hingewiesen habe und von denen auch die WaPo keine Notiz nahm.
Hat jemand in diesem Jahr eine andere Erfahrung gemacht?
Naja, ein paar haben Schwimmwesten dabei. Anziehn tut sie keiner. Kontrolliert wurde noch nie. Ich selber fahre mit dem SUP immer noch meine Touren, manchmal auch 2 km von der Küste weg. Ich meine auch gelesen zu haben, dass für SUP Ausnahmen gelten bzgl. Badebereich verboten. Man darf durchaus mit einem SUP den Badebereich durchqueren 🤷
Edit: steht so unter Artikel 49 Absatz 5: (5) Abweichend von der Bestimmung des Absatzes 4 dieses Artikels dürfen Tretboote und Paddle-Boards im Bereich des regulierten Badebereichs verwendet werden.
In unserer Region (Pašman Kanal / Murter / Žut) habe ich diesbezüglich auch noch keine Kontrollen gesehen. Dafür aber endlich sehr gut gekennzeichnete Taucher/Schnorchler mit Schwimmboje. Weiterhin leider verrückte und riskant fahrende Jetskier. Und es gibt immer noch einige Motorboote die viel zu schnell durch den Pašmankanal brettern. WaPo habe ich dieses Jahr gar nicht wahrgenommen.
Zitat von trash4u im Beitrag #1Die Nutzung von nicht-motorisierten Kajaks, SUPs, Schlauchbooten, Luftmatratze ist auf den Zeitraum zwischen Sonnenauf- und untergang (Tageslicht) beschränkt sowie auf einen 300-Meter-Streifen entlang der Küste begrenzt; in organisierten Badezonen ist die Nutzung generell verboten (also überall wo eine Bojen Kette den Schwimmbereich am Ufer zum Meer hin abtrennt).
Also sollen Kinder mit ihrer Luma außerhalb der Badezone planschen, wo sie dann auch nicht mehr versichert sind? Welche Gefahr sieht das Ministerium denn hier für andere Schwimmer, wenn einer mit der Luma herumdümpelt?
Ich bin etwas verwundert über die neuen Regelungen. Zur Luftmatratze äußere ich mich nur dahingehend, dass ich es genau umgekehrt für sinnvoll erachten würde. Damit sollte man eher nur in abgesperrten Gebieten aufhalten. Beim SUP im Meer habe ich keine Erfahrungen. Ich vermute aber, dass man damit ohnehin keine großen Entfernungen zurücklegen wird. Der maximale Abstand zur Küste von 300 m sollte somit kein Problem sein.
Beim Kajakfahren mit Seekajaks halte ich die Regelung allerdings für Unsinn. Vernünftige Kajakfahrer tragen ohnehin eine Schwimmweste, wenn sie weiter rausfahren. Aber der vorgeschriebene maximale Abstand zur Küste macht viele schöne Touren unmöglich. Beispielsweise eine Tour von Vodice zur Insel Prvic wäre nicht mehr machbar. Der Anbieter Karika bietet u.a. auch eine vierstündige Seekajaking-Tour von Vodice zur Insel Prvic an. Geht nun offiziell nur noch in Begleitung eines Motorbootes.
Ich habe jetzt auf die Schnelle versucht, dieses ellenlange Machwerk nach den Vorschriften zu durchforsten, bin aber nicht fündig geworden, was die Fahrzeuge ohne Motor angeht.
"6. Ein Wassermotorrad ist ein Mittel, Gerät oder Apparat, das zur Fortbewegung über, unter und auf dem Meer bestimmt ist, unabhängig von der Antriebsart, für das keine Eintragungspflicht im Schiffsregister besteht (Kanu, Kajak, Gondel, Tretboot, Paddle-Board, Windsurfbrett, Surfbrett, Kite-Surf-Board, elektrisches Windsurfbrett, elektrische Matratze, Unterwasserscooter und dergleichen)."
Eine normale Luftmatratze fällt da sicher nicht darunter, also diesbezüglich Entwarnung.
Und weiter unter Artikel 49 ab Absatz 4 stehen noch ein paar Sachen, die das Ganze präzisieren.
Witzig ist ja die Bezeichnung "Wassermotorrad" für alles, was schwimmt bzw. zur Ausübung von Sport und Hobby verwendet wird. Normal versteht man darunter Jetski oder Unterwasserscooter.
Thomas, doch, mit einem SUP legt man durchaus längere Strecken zurück, ambitionierte Fahrer bringen es ohne Probleme auf 10, 15km und mehr. Richtig ist allerdings, dass sich die Aktivitäten meist auf Küstennähe beschränken. Ich selber bin aber auch schon mit meinem Spezl von unserem Strand bei Lopar aus auf die Otok Grgic (2km) und dieser nach Goli Otok (3km über offenes Wasser) gefahren. Natürlich sichert man sich dabei ab, man fährt nie alleine, nur gesichert mit einer Leash (Leine), die Board und Fahrer fest verbindet und optimal wäre natürlich mit Schwimmweste, sowie Handy dabei, um Hilfe zu rufen.
Ich habe wohl die Reichweiten der ambitioniert SUP-Paddler unterschätzt. Ich kenne bisher nur die eher wackeligen Leute, denen schon die kleinsten Wellen Probleme bereiten können. Aber klar, wenn man das Gerät beherrscht, warum sollte man da nicht zu einer entfernteren Insel fahren. Ich sehe da keinen signifikanten Unterschied in der Sicherheit zwischen SUP, Kajak oder einem motorbetriebenen kleineren Boot. Im Gegenteil, wenn bei einem Boot der Motor ausfällt ist die Fortbewegung mit einem Paddel mühsam. Das kann einem Paddler in dieser Form nicht passieren.
Wir müssen wahrscheinlich abwarten, wie sich die neue Regelung in der Praxis auswirkt. Allerdings finde ich die Herangehensweise „Es kontrolliert sowieso niemand“ immer etwas gewagt. Ich habe keine Lust, mir im Urlaub die gute Laune vermiesen zu lassen. Ob das dadurch passiert, dass ich hoffe, nicht erwischt zu werden oder aus Unkenntnis mit den Ordnungshütern in Konflikt zu geraten, ist dabei schon fast zweitrangig.
Über die Šibeniker Region und Teilen in Istrien gab es aber viele Berichte (TV und Zeitung/Internet) über die Kontrollen. Überwiegend waren es die ersten ausländischen Urlaubsgäste der Saison die davon bis dato gar nichts mitbekommen hatten und nun zur Kasse gebeten wurden. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Ankerabstände und besonders Küstenabstände während der (Gleit-) Fahrt.
Zitat von Anderl im Beitrag #7Und weiter unter Artikel 49 ab Absatz 4 stehen noch ein paar Sachen, die das Ganze präzisieren.
Witzig ist ja die Bezeichnung "Wassermotorrad" für alles, was schwimmt bzw. zur Ausübung von Sport und Hobby verwendet wird. Normal versteht man darunter Jetski oder Unterwasserscooter.
Warum das mit Wassermotorrad übersetzt wird, ist mir ein Rätsel. Wenn man nur "osobna plovila" in den Übersetzer eingibt, kommt persönliches Wasserfahrzeug dabei raus.
Zitat(5) Abweichend von der Bestimmung des Absatzes 4 dieses Artikels dürfen Tretboote und Paddle-Boards im Bereich des regulierten Badebereichs verwendet werden.
Deshalb noch mal der Hinweis: für Jetski’s gilt in Kroatien neben der Westenpflicht auch die HELMPFLICHT!!! Diese Sommersaison wird auch in der Biograder Region viel kontrolliert. Heute haben wir ein deutsches Paar an der Bootstankstelle getroffen die auf den Hafenkapitän warten mussten nachdem ihnen ihre Dokumente eingezogen worden sind. Die Folge? Sie mussten sich umgehend mit entsprechend zugelassenen Helmen versorgen und 400,-EUR Strafe zahlen.
(Und auch uns hatte der Hafenkapitän beim Warten an den Zapfsäulen nach den Eigentumsverhältnissen gefragt. Er hat uns dann aber doch schnell wiedererkannt. Wir sahen wohl auf dem ersten Blick eher wie eine Touristengruppe auf einem in Biograd zugelassenen Boot aus. Stichwort “Schwarzvermietung 🙃.).
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