Mich erstaunt die gegenwärtige Preisentwicklung in z.B. Zadar. Seit 1.1.2026 gehen die Preise "gefühlt" durch die Decke.
Kann das jemand bestätigen oder ist das nur "gefühlt"?
Da die Betriebskosten eines Unternehmens steigen, werden notgedrungen auch die Preise für Dienstleistungen und Produkte steigen.
Kroatien hat sich zwar vorgenommen die hochpreisigste Tourismusregion auf dem europäischen Kontinent zu werden - allerdings frage ich mich wirklich ob und wie die Menschen vor Ort damit zurechtkommen werden, denn nícht jeder ist im Tourismussektor tätig.
Hey. Pauschal kann man es nicht dem 01.01.26 zuschreiben. Die Preise steigen bereits in jeglichen Segmenten seit dem Spätsommer 2022, also einige Monate vor der Euroeinführung (ein Schelm wer dabei Böses denkt…). Im Lebensmittel steigen sie durchgängig, obwohl es für gewisse Produkte Preisbremsen gibt. Beim Bäcker zahlt man mittlerweile für einen Wrap bis zu 7,-€. Das war schon letztes Jahr ein Diskussionsthema beim Elternabend in der Schule vor Ort. Die Preise beim Schlachter steigen ebenso. Das Rinderhack ist in gut zwei Jahren in unserem Ort um 30% gestiegen. Im Tourismussektor erkennt man ebenso viele Steigerungen. Für eine Pizza im Restaurant zahlt man in unserem Ort aktuell 9,-€ bis 13,-€, in Zadar nichts unter 14,-€. Fleischgerichte sind deutlich teurer geworden bzw. die Portionen kleiner und für‘s Auge anschaulicher/attraktiver. Die Strandliegenmiete ist um über 50% gestiegen. Ferienunterkünfte sind mindestens um 25% gestiegen. Bootsplätze in den Marinas steigen wahnsinnig. Für Eigentümer sind Nebenkosten deutlich gestiegen, das einzig Konstante ist HRT (wie GEZ). In vielen Regionen steigt die Wasserversorgung, zumal viel investiert und erneuert wird. Kanalisationen, zentrale Versorgungen, … Stromkosten steigen langsam aber stetig. Spritpreise sind nicht mehr staatlich gedreckelt, also schwanken die Preise. In vielen Regionen wurde in den letzten drei Jahren die Bettenpauschale für die touristische Vermietung deutlich erhöht, ebenso die Ferienhaussteuer. Die Reinigungskräfte bücken sich selten noch für unter 20,-€/Std, cash versteht sich. Immobilienpreise steigen seit gut fünf Jahren, ebenso die Mietpreise. Versicherungen bleiben ansich unverändert, aber die privaten Zusatzbausteine für die Krankenversicherung sind zum 01.01.2026 gestiegen. Beim Wocheneinkauf lohnt sich immer der Vergleich, weil Preise stark schwanken, besonders bei den Angeboten. Butter kostet aktuell im Angebot 1,09€ bis 1,49€, während sie drüben im Discounter Eurospin 2,49€ kostet. Der Estragonsenf von Postravac ist regulär bei Kaufland preiswerter als beim Discounter Lidl. Von Markenprodukten im Drogeriebereich darf man gar nicht erst sprechen. Spülmaschinentabs, Waschpulver und Co sind ebenso wie Deo und Duschgel sehr teuer. Bei all dem muss man aber auch berücksichtigen, dass das Netto-Durchschnittsgehalt bei den Einheimischen steigt. Die Verhältnisse haben sich insgesamt sehr stark verschoben. Und im Großen und Ganzen ist es gefühlt deutlich teurer geworden, aber es ist immer noch preiswerter als in Deutschland. Ich empfehle unseren Gästen und Freunden immer: bringt Pflegeprodukte mit, beim Rest kneift die Augen zu oder nehmt euch die Zeit und vergleicht. Sonnencreme kann man bei DM ab 4,-€ bekommen, bei Kaufland auch für 29,95€. In der Apotheke ist sie preislich stabil geblieben. Und genauso ist ein Vergleich auch in anderen Bereichen, besonders Immobilien und Baustoffe bzw Dienstleistungen, absolut ratsam.
Soweit ich das überblicke, gleicht sich das Preisniveau des ehemaligen "Billiglands" Kroatien so langsam dem deutschen an und Dinge, die man nicht unbedingt braucht wie z.B. Kosmetika oder Süßigkeiten sind sogar teurer. Allerdings sind auch - mit Ausnahme der Renten - die Einkommen kräftig gestiegen. Mein Hafenkapitän, der vor 10 Jahren noch stolz auf seine 7.000 Kuna = 1000 € im Monat war, bekommt jetzt 2.400 €, und der Monteur, der meinen Bootsmotor vor drei Jahren noch für 50 € gewartet hat, nimmt jetzt 150. Österreichische Freunde hatten in meiner Nachbarschaft früher ganzjährig ein kleines Appartement für 2.500 € gemietet, jetzt fordert der Vermieter 4.400 €. Die Immobilienpreise sind explodiert, und die Cevapcici sind beim "Jugo" im Ruhrpott mittlerweile preiswerter als in Murter.
Natürlich passt uns das nicht, aber irgendwie habe ich Verständnis dafür. Weshalb sollten die Kroaten schlechter leben als wir, und weshalb sollte es auf Krk billiger sein als auf Korsika? Billiger als Sylt oder Amrum sind die wunderschönen dalmatinischen Inseln immer noch...
Und was die Einheimischen angeht, die nicht vom Tourismus profitieren: denen geht es zwar nicht viel besser, aber auch nicht viel schlechter als früher. Die sind leidensfähig...
Es passt nicht ganz zum Thema. Aber ich habe ein ganz bestimmtes Sofa ins Auge gefasst, welches in HR leider nur in der einfachsten Ausstattung online zu bestellen ist. Nun habe ich genau dieses Modell mal in diesem Möbelhaus in den verschiedenen Ländern online verglichen:
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