So 9.8.26 Pro7 19:05 Uhr Galileo X-Plorer: Zoom In - Europa u.a. Was verbirgt sich hinter einer rätselhaften Waldkreuzung in Kroatien, die zu einem gigantischen Bergtor führt? - 20:15 Uhr
Übersicht „Galileo X-Plorer“ zoomt ran und reist quer durch den Kontinent. Mit „Galileo X-Plorer“ geht‘s auf besondere Entdeckungs -und Erlebnisreisen.
Details „Galileo X-Plorer“ reist durch Europa: Warum fliegen in Griechenland Zehntausende selbstgebaute Raketen durch einen Ort? Was suchen Taucher in Estland in den Ruinen eines sowjetischen Gefängnisses? Wie bringt ein norwegisches Dorf Sonnenstrahlen in die monatelange Dunkelheit? Was verbirgt sich hinter einer rätselhaften Waldkreuzung in Kroatien, die zu einem gigantischen Bergtor führt? Warum schwebt ein Mann in Deutschland in einem seltsamen Gefährt über Millionen von Pflanzen?
Hinweis Die letzten Rätsel der Kontinente, die abgelegenste Insel der Welt, die Wunderwelt der Sahara oder die Geheimnisse der Megacities - mit „Galileo X-Plorer“ begeben sich die Zuschauer:innen am Sonntagvorabend auf eine Entdeckungs -und Erlebnisreise zu den geheimnisvollsten und ungewöhnlichsten Orten des Planeten. [Bild: 16:9 ]
Hinter der von Galileo beschriebenen „rätselhaften Waldkreuzung“ verbirgt sich einer der geheimsten und eindrucksvollsten Militär-Lost-Places Europas: Die verlassene Flugzeugkaverne Željava (Codenamen: Objekat 505 oder Klek). Sie liegt versteckt in den Wäldern am Fuße des Plješevica-Gebirges, direkt an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina.
Was hat es mit der Waldkreuzung und dem Bergtor auf sich? Wer den verwilderten Waldwegen und alten Rollfeldern vor Ort folgt, stößt an einer Straßenkreuzung mitten im Grün unvermittelt auf gigantische, in den Berg geschlagene Betonöffnungen. Diese T-förmigen Tunnelsysteme („Bergtore“) sind exakt an die Silhouette von MiG-21-Kampfflugzeugen angepasst, damit die Maschinen direkt vom Rollfeld im Berg verschwinden konnten.
Die Geschichte von Objekt 505 • Atombunker der Superlative: Der Komplex wurde zwischen 1957 und 1968 unter dem jugoslawischen Staatschef Josip Broz Tito unter strengster Geheimhaltung erbaut. Die Baukosten lagen schätzungsweise bei über 6 Milliarden US-Dollar. • Autarke Festung: Die Kaverne war so konstruiert, dass sie einem direkten Treffer einer Atombombe (bis zu 20–30 Kilotonnen) standhalten konnte. Im Berg gab es Platz für bis zu 80 Kampfflugzeuge, eigene Treibstoff- und Wasservorräte, Luftfilteranlagen sowie Unterkünfte für über 1.000 Soldaten. • Die Zerstörung: Beim Zerfall Jugoslawiens 1991/1992 machte die abziehende Armee die Anlage mit mehr als 56 Tonnen Sprengstoff unbrauchbar. Monatelang brannten die Tunnel tief im Berg.
Der heutige Zustand von Željava Heute ist Željava ein spektakulärer Hotspot für Urban Explorer (Urbex). Von außen wirken die riesigen Bunkereingänge mitten in der Natur wie Kulissen aus einem Science-Fiction- oder Endzeitfilm.
Wichtiger Hinweis für Besucher: Das Gelände gilt als nicht gefahrlos. Neben Einsturzgefahr und Giftstoffen in den Ruinen ist das Verlassen der befestigten Wege wegen verbliebener Landminen im Grenzgebiet strengstens zu vermeiden.
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