In Lopar auf der Insel Rab gibt es sowas wie Sandstrand. Auf der Küstenstraße bis nach Stinica fahren, Fähre nach Rab und die ganze Insel durchfahren bis Lopar. Da können schon mal 3 Stunden oder mehr für eine Strecke zusammenkommen. In der Haupturlaubszeit ist der Strand auch rappevoll.
Spontan fiel mir auch der Norden der Insel Rab ein. Allerdings fallen bei einem Besuch aus Richtung Senj neben der Fahrzeit auch jedes Mal die Gebühren für die Autofähre an. Ich habe zwar schon einen wunderschönen Urlaub in Sveti Juraj (wenige Kilometer südlich von Senj bzw. Zengg) gemacht. Aber wir haben uns Anfang Juni mehr auf Ausflüge in die Berge und auf die Inseln Rab und Pag konzentriert. Also kann ich leider keinen sinnvollen Strandtipp geben.
Sandstrand ist der ungebrochene Liebling aller Urlauber. Ein langes Thema in unserem Kroatien-Forum zeigt, dass auch in Kroatien Sandstrand gesucht wird: Wo gibts Sandstrand in Kroatien ? Allerdings klappt das fast nie. Kalkstein verwittert halt nicht zu Sand.
Es kommt in einigen Urlaubsgebieten immer mehr in Mode, dass an den Stränden feiner Kalksplitt aufgeschüttet wird. Das sieht gut aus und ist auch angenehmer zu laufen als grobe Steine oder Felsen. Ich halte es allerdings für fraglich, ob das für die Unterwasserwelt zuträglich ist. Besonders gut konnte ich die Schäden in Pirovac beobachten. Ich kannte dort die Strände noch im Naturzustand. Unter Wasser war viel zu sehen. Es gab Steckmuscheln, Seeigel, Fische usw. Dann begann man mit dem Aufschütten der Strände mit Kalksplitt. Dabei wurde das Wasser extrem milchig. Im Jahr darauf erkannte ich die Unterwasserwelt nicht mehr wieder. Es sah aus, wie eine einzige graue Einöde. Ich habe keine Ahnung ob sich die Natur dort kurzfristig wieder erholt.
Also, das mit dem Sandstrand ist eine Frage der Definition von Sand. Bei den Entfernungsangaben zum Flughafen Split und zum NP Krka hat man bei der Reisewerbung von Lidl mal glatt mind. 200 Km weggelassen. Dummheit oder Frechheit🤔
Wenn ich im Internet nach dem Hotel Miramare in Crikvenica suche, sehen auch die Fotos von Hotel anders aus. Übrigens mein Routenplaner gibt als schnellste Route zwischen Hotel und Flughafen Split / Trogir sogar 303 km an. Bis zum Nationalpark Krka sind es „nur“ 257 km oder mit Autobahn 232 km. Vielleicht sollte man mal in Erfahrung bringen, wieviel Rückerstattung man auf Grund der falschen Angaben erhalten kann. Vielleicht lohnt es sich dort zu buchen.
Beim Hotel Miranmare in Vodice stimmt wenigstens die Entfernung zum Flughafen. Nur bei der Entfernung zum Nationalpark Krka muss man 10 km drauflegen. Bis zum Strand sind es 180 bis 200 m. Das ist o.K. Aber Sandstrand? Wenn eine Körnung von 15 bis 20 mm Sand ist, dann stimmt es. Man kann jedoch nachlesen, dass Sand bis zu einer Korngröße von 2 mm reicht. Danach heißt es Kies.
Zitat von Thofroe im Beitrag #8Aber Sandstrand? Wenn eine Körnung von 15 bis 20 mm Sand ist, dann stimmt es. Man kann jedoch nachlesen, dass Sand bis zu einer Korngröße von 2 mm reicht. Danach heißt es Kies.
Ich glaube, in Kroatien wird Sand anders definiert.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass auf den offiziellen touristischen Seiten neuerdings hauptsächlich von Kiesstränden gesprochen wird. Damit stimmt das. Zum Glück ist mir das vollkommen egal, bzw. Fels oder Steinstrand sogar lieber. Da hat man nicht so viel Sand in den Klamotten und unter Wasser ist es meist schöner. Ein etwas gespaltenes Verhältnis habe ich zu den aufgeschütteten Stränden aus feinem Kalksplit. Über Wasser sieht es toll aus und es ist recht bequem zum Laufen oder Sitzen. Unter Wasser ist meist die Natur kaputt.
Das passt zwar nicht ganz zur eigentlichen Frage nach Sandstränden, sollte aus meiner Sicht aber dennoch erwähnt werden – Thomas ist ja bereits kurz darauf eingegangen: Es ist wirklich ein Jammer, was vielerorts in Kroatien mit künstlich aufgeschütteten Stränden passiert. Kurzfristig gibt es zwar mehr Liegeflächen und höhere Einnahmen, langfristig leidet jedoch die Wasserqualität erheblich. Viele moderne Strände bestehen aus industriell gebrochenem Kalkstein. Dauerhafte Feinpartikel im Wasser verringern die Lichtdurchlässigkeit und damit die Sauerstoffproduktion, was wiederum verstärktes Algenwachstum, häufigeres Quallenauftreten und eine erhöhte bakterielle Belastung in flachen Buchten begünstigt. Der neue Strand macht das Badewasser damit langfristig deutlich schlechter. Viele Aufschüttungen sind zudem illegal oder halblegal, oft ohne Umweltprüfung und heimlich im Winter. Im verwendeten Material finden sich nicht selten Plastikreste, Reifenabrieb und Industriefeinstoffe, die direkt in die Nahrungsketten gelangen. Die ökologische Erholung der betroffenen Meeresböden dauert leider extrem lange – von mehreren Jahrzehnten bis zu Jahrhunderten – und ist damit im menschlichen Zeitmaßstab praktisch irreversibel. Gerade vor diesem Hintergrund ist es für mich kaum verständlich, warum man in Kroatien sehenden Auges genau jene Fehler wiederholt, deren Folgen andernorts längst unübersehbar sind.
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