Wie ist das Leben dort so, hat da jemand Erfahrung, würde mich interessieren, ich war zwar schon mal da, aber da konnte ich keine Eindrücke sammeln, da die Zeit zu kurz war. Wäre schön wenn mir jemand etwas erzählen könnte. Gruß Frank
Ich kenne Benkovac nur aus der Urlauberperspektive. Ich bin oft durchgefahren, habe den Bauernmarkt besucht, und vergeblich eine Gaststätte gesucht.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass es für mich außer dem Bauernmarkt und der Tankstelle nichts gibt, was sich lohnen würde, den Ort zu besuchen. Allerdings gibt es in der Umgebung z.B. die Asseria, die man sich anschauen kann. Allerdings ist auch das nicht wahnsinnig spektakulär.
Das war mir schon klar. Aber solche detaillierten Kenntnisse habe ich von Benkovac nicht.
Auf jeden Fall solltest du dir den Ort und die Umgebung mal selbst in Ruhe anschauen. Wenn du dort ein Haus erwirbst, dann musst du es dort ja auch eine Weile aushalten.
Wenn du ausgesetzte Hundewelpen aufpäppeln willst, bist du in Benkovac auch genau richtig, denn die tummeln sich da auch regelmäßig als Hinterlassenschaft des Bauernmarktes.
Inzwischen gibt es durchaus eine Infrastruktur dort mit Banken, Supermärkten, Frisör und auch Cafés und Pizzerien usw. Ich kenne den Ort allerdings auch nur vom Durchfahren. Vielleicht verschafft dir Street View erste Eindrücke. Die Aufnahmen dort sind großteils von 2022.
Ich empfinde Benkovac mehr als Dorf statt als Stadt. Eine gewisse Infrastruktur ist vorhanden, Supermärkte, Bäckereien, Cafés, Apotheken, Ärzte, Grundschule und Highschool. Wer eine Immo mit viel Ruhe zum noch preiswerten Kurs erwerben möchte wird dort fündig. Dicht an der Autobahn, 20km von der Adria (Biograd), recht neue Landstraße nach Zadar. Benkovac ist eine von vier offiziellen Städten in der Zadarska. Mir persönlich wäre es zu sehr „Dorf“ mit alt eingesessenen Nachbarn, keine/kaum Arbeitsplätzen…
Ich erinnere an die jährliche Radltour von Knin nach Zadar am ersten Sonntag im August. Als wir ( ich, Zet und sieg01) seinerzeit in 2005 durch Benkovac gefahren sind, hatte uns eine Polizei-Eskorte auf Motorrädern begleitet. Soll heißen hier war/ist eine "Serbenhochburg"(?) Vielleicht gibt es deshalb "günstigen Baugrund"?
Wurde der Markt am 10. eines Monats nicht kürzlich in/an eine neue Location verlegt
Also, 2005 war Benkovac sicher keine "Serbenhochburg" mehr. Vor der "Oluja" 1995 war es das wohl, nachzulesen bei Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Benkovac
Wohin soll der denn umgezogen sein? Oder war der früher mehr zum Ort hin gelegen? Ich war noch nicht da, darum frage ich. Rundherum scheinen da einige Neubaugebiete zu entstehen.
ZitatEtwas verwirrt war ich allerdings über die veränderte Lage des Marktes. Ich mag es nicht, wenn nicht alles an seinem gewohnten Platz ist 😅 Aber gefallen hat es mir trotzdem.
Wir waren am 10.01., also vor 2 Wochen, auf dem Markt. Da werden diese Türmchen gebaut. Ist direkt dort, wo gerade der Markt in dem kleinen Wäldchen stattfindet. Das ist am Ortseingang von Karin her kommend.
Mal sehen wie es wird. Ich glaube, die Atmosphäre wird verlieren.....die Hygiene bestimmt gewinnen
Zitat von stefgra im Beitrag #11Wir waren am 10.01., also vor 2 Wochen, auf dem Markt. Da werden diese Türmchen gebaut. Ist direkt dort, wo gerade der Markt in dem kleinen Wäldchen stattfindet. Das ist am Ortseingang von Karin her kommend.
Mal sehen wie es wird. Ich glaube, die Atmosphäre wird verlieren.....die Hygiene bestimmt gewinnen
Meinst du diese? Das ist eine Aufnahme von Street View vom Oktober 2022. Oder ist da schon mehr zu sehen?
Der Bau (Idee, Planung, Umsetzung) läuft bereits seit sechs Jahren. Im Dezember fand eine Infoveranstaltung statt. Der erste von drei Bereichen hat die volle Nutzungserlaubnis erhalten. Aber für bestimmte Teile sind mittlerweile Verträge ausgelaufen und auch die Kassen sind leer, sodass wieder neue Ausschreibungen laufen. Der Eingangsbereich, mit den vier Toren aus Benkovacsteinen, ist fertig, es fehlen noch Wege, Verwaltungsgebäude, die Quarantänestallungen sind auch noch nicht fertig. Alles in allem findet der Markt noch weiterhin auf den der Witterung ausgesetzten Schotterplätzen statt. Irgendwann soll es dann auf dem modernisierten angrenzenden Gelände soweit sein.
Offensichtlich ist es ein schwach frequentiertes Ausflugsziel. Es wird einerseits hier im Kroatienforum wenig darüber berichtet und andererseits habe ich bei meinen Besuchen bei der Asseria nie jemanden dort getroffen. Dennoch ist die Asseria bei Benkovac (nahe dem Dorf Podgrađe) einer der bedeutendsten archäologischen Fundplätze in Norddalmatien und ein echtes Highlight für Geschichtsinteressierte, die abseits der großen Touristenströme unterwegs sind.
Eine Zeitreise durch 1000 Jahre Geschichte
Asseria war eine antike Stadt, die über ein Jahrtausend lang besiedelt war:
• Liburnische Ursprünge (ab ca. 5. Jh. v. Chr.): Gegründet vom illyrischen Stamm der Liburner, war sie ein wichtiges Zentrum mit gewaltigen Verteidigungsanlagen.
• Römische Blütezeit: Nach der Eroberung durch die Römer wurde Asseria zum Municipium ausgebaut. Kaiser Trajan zog im 2. Jahrhundert auf seinem Weg zu den Dakerkriegen hier vorbei, weshalb ihm zu Ehren ein prachtvoller Triumphbogen in das Stadttor integriert wurde.
• Niedergang: Im 6. Jahrhundert n. Chr. wurde die Stadt während der Völkerwanderung verlassen.
Was gibt es heute zu sehen?
Das Gelände ist weitläufig und wirkt durch die Lage auf einem Plateau sehr majestätisch:
• Monumentale Stadtmauern: Besonders beeindruckend sind die bis zu 7 Meter hohen Überreste der liburnischen und römischen Mauern. Man erkennt gut die verschiedenen Baustile aus unterschiedlichen Epochen.
• Das Trajans-Tor: Die Reste des westlichen Stadttors (Triumphbogen).
• Das Forum & die Kirche: In der Mitte des Areals, wo früher das römische Forum war, steht heute die kleine Kirche des Heiligen Geistes (Crkva Duha Svetoga), umgeben von einem alten Friedhof.
• Liburnische Grabsteine (Cippus): Man fand hier viele der typischen zylindrischen Grabsteine. Viele Originale befinden sich heute im Archäologischen Museum in Zadar, einige Repliken und Fundstücke sind jedoch im Heimatmuseum Benkovac (im Kastell Benković) ausgestellt.
• Auch Naturliebhaber kommen bei der Asseria auf ihre Kosten. Wer genau hinschaut entdeckt viele interessante Insekten und auch Schlangen. Meist handelt es sich dabei um ungiftige Zornnattern, Angst braucht daher niemand zu haben.
Tipps für den Besuch:
• Anfahrt: Von Benkovac aus fährt man Richtung Podgrađe. Achtung: Das Navi führt einen oft über sehr steinige Schotterpisten. Es ist besser, der offiziellen Beschilderung ab Podgrađe zu folgen. Die letzten Meter zum Plateau sind Schotter, aber normalerweise mit einem PKW gut befahrbar.
• Eintritt & Öffnungszeiten: Das Gelände ist ein Open-Air-Museum und frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Im Sommer sollte man Wasser und Sonnenschutz mitnehmen, da es auf dem Plateau keinen Schatten gibt.
• Einsamkeit genießen: Im Gegensatz zu den Ruinen in Salona (bei Split) ist man hier oft völlig allein. Die Stille und der weite Blick über das Hinterland von Zadar (Ravni Kotari) sind einmalig.
Die Asseria ist der perfekte Ausflug für alle, die das 'echte' Hinterland erleben wollen. Es ist kein durchgestylter Archäologiepark, sondern eine wilde, beeindruckende Ruinenstätte. Kombiniert den Besuch am besten mit einem Abstecher zum Kastell in Benkovac, um die dort ausgestellten Fundstücke im Kontext zu sehen.
Es folgen noch einige Fotos von meinem letzen Besuch bei der Asseria im Mai 2025.
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