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Dieses Thema im Kroatien-Forum hat 144 Antworten
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 Sonstiges zum Thema Kroatien und Urlaub in Kroatien
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Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

15.08.2006 15:06
#41 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Zitat
Das in der ehemaligen Kriegsregion ein gewisser Hass besteht, gerade wegen damaliger Vorkomniss, ist auf der anderen Seite schon zu verstehen. Ich glaube aber auch, daß wir als ausenstehende nicht so verstehen können wie die betroffnen, die Verwandte, Hab und Gut verloren haben. Bei diesen Menschen werden die Wunden niemals heilen.Ich denke, es wird bestimmt noch eine Generation dauern, bis es zu einer weiteren Annäherung kommt.


Da magst du wohl absolut recht haben. Was ich allerdings doch sehr problematisch finde, wenn eine Horde Demonstranten, die gegen die Bestrafung der Brandstifter demonstrieren, dies mit erhobenem rechten Arm tun.
Was soll einem das wohl sagen ?
Da hört mein Verständnis dann leider auf.

Dieses aussagekräftige Foto war übrigens in der Zeitschrift Globus abgedruckt.

[grün]Leider stimmt der Link zum Foto nicht mehr. - Thofroe[/grün]
Osvetnici iz Škabrnje - Die Rächer aus Škabrnja

Leider ist die verlinkte Seite nicht mehr verfügbar. - Thofroe

Karolina Offline



Beiträge: 34

19.08.2006 23:00
#42 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Man weiß genau,was sich abgespielt hat,und wer sich schuldig gemacht hat!

Gegen Rückkehrer,die nur geflüchtet sind,ohne das sie sich "schuldig" gemacht haben,wird es keine Probleme geben.Die anderen müssen wirklich überlegen,was sie tun!

Gerdade in der Gegend um Zadar!!

Man hat nicht vergessen,man ist nur auf der Hut!

mfG Karolina

Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

20.08.2006 10:32
#43 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen
In Antwort auf:
Gegen Rückkehrer,die nur geflüchtet sind,ohne das sie sich "schuldig" gemacht haben,wird es keine Probleme geben.

Es ist schon erstaunlich, wieviele Leute sich anmaßen zu wissen wann, wie, welche Individuen handeln - und
dann auch noch im Kollektiv.
Das ist so, als wenn man behaupten würde, "Ausländer, die sich in Deutschland anständig verhalten, haben keinerlei
Übergriffe zu befürchten." Hahaha !
Man muss ja nichts überbewerten, aber dieses zwanghafte Kleingerede, schlimmer noch Verleugnen spezieller Tendenzen in Cro, ist echt daneben.
Ich persönlich kenne "Gerdade in der Gegend um Zadar!!" genügend Leute denen es sch...egal ist, ob sich
jemand was zu Schulden kommen lassen hat oder nicht.
Die auch nicht im geringsten damit hinterm Berg halten, dass es ihnen sch...egal ist.

Karolina Offline



Beiträge: 34

20.08.2006 13:11
#44 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Schön für Sie!

Wünsche ein ruhiges Wochenende und ein weniger aggressives Verhalten,das besonders, lege ich Ihnen ans Herz!

Bog,

Karolina

Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

20.08.2006 13:18
#45 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

In Antwort auf:
und ein weniger aggressives Verhalten


Kritik = aggressives Verhalten ?

Küsschen, Küsschen




dalmatinac76 Offline



Beiträge: 84

20.08.2006 23:15
#46 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Serben schämen sich bestimmt nicht, sie haben das Problem das sie bis vor kurzem noch Serbien Montenegro waren davor Jugoslawien.Sie haben ja noch bei der WM die alte Jugoslawisch Hymne gespielt.Erst jetzt haben sie ein eigenes Land und eigene Hymne.Zum Nationalbewußtsein kann ich mich noch an Fußballspiele in der B/A-Klasse erinnern als sich beide Seiten gegenüberstanden also damals wußte jede Seite woher man wirklich ist.Ich meine damit die Zeit während des Krieges.

Claudia Offline



Beiträge: 5.337

22.08.2006 16:47
#47 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Passend zum Thema

aus http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=95794&IDC=2
von Veronika Wengert, Zagreb

Wir konnten es einfach keinem recht machen«

Gemischt-nationale Ehen waren in Jugoslawien normal.
In den Nachfolgestaaten sind sie ein Tabu-Thema

Im Vielvölkerstaat Jugoslawien waren sie nichts Besonderes: Ehen von Partnern unterschiedlicher Nationalität. Ob da jemand Serbe, Kroate oder Slowene war, spielte kaum eine Rolle. Doch als der Bürgerkrieg Anfang der 90er Jahren über das Land hereinbrach, konnte die ethnische Zugehörigkeit plötzlich über Leben und Tod entscheiden.

..

Mit der einen Hand schmeckt Anica Zurcak den Kartoffelsalat ab, mit der anderen greift sie zur Fernbedienung. Nachrichten auf Slowenisch, danach wird auf einen kroatischen Fernsehsender gezappt. In solch einer Ehe müsse man gewisse Kompromisse eingehen, sagt die Rentnerin mit einem Augenzwinkern. Anica ist Slowenin, ihr Mann Danijel Kroate.
Das Paar lebt in Novo Mesto, einer Kleinstadt im Osten Sloweniens. Fast 30 Jahre hat Anica in Kroatien gearbeitet, wo sie auch ihren Mann kennen gelernt hat. Zu Zeiten Jugoslawiens habe die nationale Zugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Ethnisch gemischte Ehen seien nichts Ungewöhnliches gewesen, sagt Anica. Alle hatten damals einen jugoslawischen Pass, alle mussten die Amtssprache Serbokroatisch erlernen – ob sie in Slowenien oder Mazedonien lebten, erinnert sie sich.


Jede siebte Ehe war gemischt

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der gemischt-nationalen Partnerschaften in Jugoslawien sprunghaft angestiegen: Die schnelle Industrialisierung und die Urbanisierung des Landes trugen zu einer erhöhten Mobilität der Bevölkerung bei. Arbeiter und Händler zog es in die nördlichen Republiken Slowenien und Kroatien, in denen der Lebensstandard am höchsten war. Junge Menschen aus allen Republiken kamen zum Studium in die Hauptstadt Belgrad oder lernten sich im Sommer in Ferienlagern kennen. Und Angehörige der Jugoslawischen Volksarmee waren in allen Winkeln des Landes stationiert. Die Bevölkerungswanderung innerhalb der Föderation war rege und wirkte sich entsprechend auf die Partnerwahl aus.
Die offizielle Politik unter Staatschef Josip Broz Tito sah wohlwollend auf gemischte Ehen: Was sonst hätte die jugoslawische Parole »Brüderlichkeit und Einheit« besser demonstrieren können? In Gegenden, in denen traditionell mehrere Volksgruppen miteinander lebten, war der Anteil besonders hoch: In der autonomen Provinz Vojvodina war jede vierte Ehe ethnisch gemischt, wie die Volkszählung von 1971 ergab. In ganz Jugoslawien war es damals jede siebte Partnerschaft.
Die meisten dieser Beziehungen – fast ein Drittel – wurden zwischen Kroaten und Serben eingegangen. Slowenen, Mazedonier und Albaner blieben unterdessen lieber unter sich. Noch heute aber ist in Serbien jede siebte Ehe ethnisch heterogen, wie ein Blick in die Bevölkerungsstatistik zeigt.
Wie akzeptiert solche Lebensgemeinschaften waren, macht eine serbische Studie aus dem Jahre 1968 deutlich: Damals konnten sich zwei Drittel der Bevölkerung vorstellen, eine Beziehung mit einem Angehörigen einer anderen Nationalität einzugehen. Kurz vor dem Zerfall Jugoslawiens, als sich die ethnischen Spannungen im Land bereits zugespitzt hatten, war immerhin noch die Hälfte aller Einwohner zu solch einer Partnerschaft bereit, wie eine entsprechende Sozialstudie von 1989 zeigte. Unter anderen Vorzeichen kam die kroatische Wochenzeitschrift »Globus« fünf Jahre später, als sich der Hass auf das »Brudervolk« auf dem Zenit befand, zu einem durchaus ähnlichen Resultat: Die Hälfte aller Kroaten würde ihren Kindern die Ehe mit einem serbischen Partner verbieten, lautete damals das Ergebnis.


Als Vukovar in Schutt und Asche versank

Bei diesem Thema kann auch Dijana Antunovic Lazic mitreden. Schlechter hätten die äußeren Umstände für die junge Frau kaum sein können: Als sie Anfang der 90er Jahre beschloss, ein gemeinsames Leben mit ihrem heutigen Ehemann Sinisa zu beginnen, versank ihre Heimatstadt gerade in Schutt und Asche. Den Alltag in der ostkroatischen Kleinstadt Vukovar prägten Granaten und Heckenschützen. Der Bürgerkrieg zwischen Serben und Kroaten tobte hier blutiger als anderswo. Ihre Umwelt habe schockiert und mit Ablehnung auf die junge Liebe reagiert, erinnert sich Dijana heute. Sie galt plötzlich als Verräterin, die sich mit dem Feind eingelassen hatte – denn Dijana ist Kroatin, Sinisa Serbe. Die beiden waren gemeinsam im ethnisch gemischten Vukovar aufgewachsen.
Der Druck von außen wurde immer größer, der Spott zermürbend. »Wir konnten es einfach keinem recht machen«, sagt Dijana. Unermüdlich füllte das junge Paar Ausreiseanträge aus, wollte mit Hilfe internationaler Organisationen in einem neutralen Drittland noch einmal von vorne beginnen. »Das klappte jedoch nicht, wir bekamen nur Absagen«, erinnert sich Dijana.
Das Paar zog nach Serbien, in die Kleinstadt Sombor, nahe der ungarischen Grenze. »Wir wollten uns unsere Liebe durch diesen Krieg nicht kaputt machen lassen«, sagt die Mittdreißigerin. Viele andere Paare, die sich in ähnlicher Situation befanden, hätten sich unter dem Druck der Umgebung voneinander getrennt, weiß Dijana.


Bis heute »stille Diskriminierung«

Irgendwann, als die Waffen Mitte der 90er Jahre wieder schwiegen, kehrte das Paar nach Vukovar zurück. Bis heute habe die »stille Diskriminierung« jedoch nicht aufgehört, sagt Dijana. Jahrelang suchte die junge Frau Arbeit, bevor sie endlich von einer Organisation angestellt wurde, in der Serben und Kroaten gemeinsam an Friedensprojekten arbeiten. Ihre beiden Kinder, Andrej und Ela, haben einen kroatischen Pass, mit dem Vermerk »Nationalität unbestimmt«.
Was Dijana und Sinisa nicht gelungen war, haben andere Paare geschafft: Ein Ausreisevisum zu erhalten. Wenn morgen ein Klassentreffen stattfände, müssten ihre ehemaligen Freundinnen aus Kanada, den USA, Skandinavien, Australien und Russland anreisen, überlegt Dijana.
Miso aus Sarajevo und Marina aus Split beispielsweise flohen nach Kanada. In Calgary leben die beiden bei klirrenden Minusgraden im Winter, und nicht selten packt sie nicht nur wegen des Klimas die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat.
Die Geschichte des Paares wird in einem Internetforum für »Jugonostalgiker« erzählt. Im virtuellen Raum tauschen sich Menschen aus dem ganzen ehemals jugoslawischen Raum aus: über Serbische Bohnensuppe zum Mittagessen oder die Sehnsucht nach ihrem Jugoslawien, das heute nur noch in den Geschichtsbüchern oder eben im Internet existiert. Bei der Volkszählung 1991 hatten sich noch über fünf Prozent der Bevölkerung als »Jugoslawen« deklariert. Meist seien dies Paare gewesen, die in ethnisch gemischten Partnerschaften lebten, sagen Sozialforscher.


»Knochen im Hals« von Nationalisten

Wie viele Ehen nach dem Zerfall Jugoslawiens tatsächlich am nationalen Hader zerbrochen sind, ist unbekannt. In einer Untersuchung bezeichnet die Belgrader Soziologin Maja Kandido-Jakšic diese Fragestellung als Tabu-Thema. Binationale Ehen würden das Konzept jener zerstören, die sich damals für die Auflösung des Vielvölkerstaates entschieden hätten.
Svetlana Broz, Enkelin des jugoslawischen Staatschefs Tito, bezeichnet solche Partnerschaften und Kinder aus solchen Ehen in einem Interview mit der »Bosnian Post« als »Knochen im Hals« nationalistisch gesinnter Politiker. Sie bereitet gerade ein Buch dazu vor. Der Arbeitstitel klingt allerdings wie ein trotziger Appell an die Medien, die das Thema heute nahezu verschweigen: »Es gibt sie immer noch« – womit Svetlana Broz den Brüderlichkeitsslogan ihres berühmten Großvaters zumindest ansatzweise fortsetzt.

Soline Offline

verstorben

Beiträge: 499

22.08.2006 17:08
#48 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Hallo Claudia!

Die Leute vom Neuen Deutschland -der sozialistischen Tageszeitung- hatten schon immer den Durchblick und man konnte sich darauf verlassen, daß sie immer die Wahrheit geschrieben haben.

Pozdrav! Soline

Vera Offline

Moderatorin im Kroatien-Forum


Beiträge: 33.617

22.08.2006 17:42
#49 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Zitat
Die Leute vom Neuen Deutschland -der sozialistischen Tageszeitung- hatten schon immer den Durchblick und man konnte sich darauf verlassen, daß sie immer die Wahrheit geschrieben haben.



Ich kenne die Zeitung nicht und deren üblichen Inhalt, aber der hier zitierte Artikel erscheint mir durchaus real und keinesfalls abwegig.

Gruß Vera

Orebic&Peljesac Offline

verstorben


Beiträge: 10.640

22.08.2006 17:42
#50 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Zitat
immer die Wahrheit

Lässt sich evtl. nachprüfen:

"Unter anderen Vorzeichen kam die kroatische Wochenzeitschrift »Globus« fünf Jahre später, als sich der Hass auf das »Brudervolk« auf dem Zenit befand, zu einem durchaus ähnlichen Resultat: Die Hälfte aller Kroaten würde ihren Kindern die Ehe mit einem serbischen Partner verbieten, lautete damals das Ergebnis." (ND)

Claudia Offline



Beiträge: 5.337

22.08.2006 17:49
#51 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Ich bin eher zufällig über den Artikel gestolpert, die Zeitung kenne ich auch nicht.
Er spiegelt für mich die Wirklichkeit, wie sie war und ist, wieder. Für manche sollte
er zur Pflichtlektüre werden.

Grüsse Claudia

Soline Offline

verstorben

Beiträge: 499

22.08.2006 18:15
#52 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

@ Claudia und Vera!

Dann muss ich mal versuchen Euch beide aufzuklären. Die Zeitung das "Neue Deutschland", war das "offizielle Sprachorgan" der ehemaligen kommunistischen Regierung, in der Deutschen Demokratischen Republik. Auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands erscheint diese Zeitung weiter und ich werde ihr nicht zu nahe treten, wenn ich behaupte, daß sie jetzt der SED Nachfolgepartei, des Herrn Gysi, sehr nahe steht. Soweit mir bekannt ist, ist diese Partei auch Inhaber dieser Zeitung.
Wenn Du, Claudia meinst, daß dieser Artikel zur Pflichtlektüre für Manche werden soll, dann fühle ich mich jedenfalls nicht angesprochen. Deren Ausführungen sind sehr einseitig geprägt und es hat keinen Zweck, hier im einzelnen darauf einzugehen. Es würde zu weit führen. Diese Redakteure sollten erst mal ihre eigene Vergangenheit und die Vergangenheit ihrer Partei untersuchen, bevor sie sich um unsere Probleme kümmern. Da darf man sich nicht wundern, wenn es auch hier im Forum zu einem Beitrag kommt, wie wir ihn gerade heute zu lesen bekommen haben.
Da muß man sich schon fragen lassen, ob diese Artikel ausgewogen und richtig sind! Auch als Antinationalist glaube ich das nicht.

Pozdrav! Soline







Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

22.08.2006 19:50
#53 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

In Antwort auf:
Auch als Antinationalist glaube ich das nicht.

Die Herkunft des Artikels bleibt mal dahingestellt, aber was genau glaubst du nicht ?


fredinada Offline

Mitglied im Kroatien-Forum


Beiträge: 9.689

22.08.2006 20:44
#54 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

In diesem Artikel steht "unermüdlich füllte das junge Paar Ausreiseanträge aus", ich meine, da verwechseln die Autoren dieser SED-Parteizeitung etwas mit ihrer "glohreichen" DDR-Vergangenheit.

Snjegulica Offline



Beiträge: 3.994

22.08.2006 20:50
#55 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen
Da steht im Zusammenhang:

In Antwort auf:
Unermüdlich füllte das junge Paar Ausreiseanträge aus, wollte mit Hilfe internationaler Organisationen in einem neutralen Drittland noch einmal von vorne beginnen. »Das klappte jedoch nicht, wir bekamen nur Absagen«,

Sieht so aus, als ob sie eher diverse Einreiseanträge gestellt haben und kein Land Interesse an
einer Übersiedlung der beiden hatte.

"Ausreiseanträge gestellt" klingt natürlich wirklich missverständlich.

rowi Offline




Beiträge: 248

23.08.2006 00:44
#56 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Obwohl ich von der Zeitung "Neus Deutschland" nichts halte, gerade wegen der linken Orientierung , kann ich den Artikel nachvollziehen, und sehe ihn als real an, zumal ich auch einen Bekannten habe, dessen Vater Kroate ist, und die Mutter Serbin.Er selbst lebt schon seit 15 Jahren mit Familie (Frau stammt aus Kroatien/Split) in Deutschland mit deutschem Pass, die Eltern leben in Novi Sad.Wenn er gefragt wird, woher kommt, sagt er meistens aus Jugoslawien, bei näheren Fragen dann halb Kroate, halb Serbe, ohne sich auf eine Nation festzulegen, vielmehr fühlt er sich als Jugo, und noch vielmehr als Deutscher, der die Gegegebenheiten und Gepflogenheiten hierzulande angenommen hat, und die alte Heimat nur noch als Urlaubsziel sieht.Eine Rückkehr in die alte Heimat wäre für ihn ausgeschlossen.Über die Dinge, die eventuell zur Kriegszeit vorgefallen sein könnten, schweigt er sich aber aus.Daher kenne ich die Hintergründe nicht, kann sie aber erahnen.

Der Nationalismus in den verschiedenen Staaten des ehemaligen Jugoslawien dürfte die Volksgruppen mit der Zeit noch weiter voneinander entfernen, auch wenn es auf der wirtschaftlichen Seite Zusammenarbeiten geben wird.Wenn erst einmal die Generation der alten Jugoslawen verstorben ist, werden die Völker noch mehr ihren eigenen Weg gehen.

In Slowenien merkt man das besonders. In den 80er Jahren war dort noch Jugostil zu spüren, wenn auch längst nicht so wie in anderen Landesteilen. Heute wirkt Slowenien ganz anders.Das Land ist total westlich orientiert, besonders in Richtung Italien, östereich und Deutschland. Von Jugostil, und der damaligen Zusammengehörigkeit, insbesondere mit Serbien, Bosnien und Mazedonien ist überhaupt nichts mehr zu merken.So mindestene mein Eindruck.Kroatien geht den gleichen Weg wie Slowenien in Richtung West. Der Rest des ehemaligen Jugoslawien dürfte weiterhin, und bestimmt noch auf sehr lange Zeit deutlich zurückbleiben.Im Gegensatz zu Slowenien und Kroatien dürften die restlichen Jugoländer auch keine große Lobby i Europa haben, Österreich reicht da allein nicht.

Soline Offline

verstorben

Beiträge: 499

23.08.2006 11:27
#57 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Zu diesem Thema kann man auch einen anderen Bericht lesen, der heute hier: http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2137850,00.html
veröffentlicht worden ist.

Pozdrav! Soline

Golphi Offline



Beiträge: 1.906

23.08.2006 12:13
#58 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

In Antwort auf:
Zu diesem Thema kann man auch einen anderen Bericht lesen, der heute hier: http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2137850,00.html
veröffentlicht worden ist.


Fast richtig, er ist nur aufgewärmt worden:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2128812,00.html

In Antwort auf:
Ivana Zrilic, Zadar
DW-RADIO/Kroatisch, 9.8.2006, Fokus Ost-Südost


Letztlich ist es egal, wann er erschienen ist. Der Beitrag hat eine richtige Schlußfolgerung:

In Antwort auf:
Und die Menschen müssen Arbeit finden und sich dem Alltag zuwenden, was im Hinterland von Zadar nicht einfach ist.


................
Golphi

mischkind ( Gast )
Beiträge:

23.08.2006 14:59
#59 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen


Hallo,

ich habe mir die Antworten hier durchgelesen und möchte ein paar Sachen dazu sagen:

Ich komme seit 1970 fast jedes Jahr (außer in der Zeit des Krieges) nach Bosnien und Kroatien. Meit Vater ist gebürtig
aus Bosnien, meine Mutter ist Deutsche. Wenn jemand behauptet,das früher alles in Ordnung war, was das Zusammenleben
im ehemaligen Jugoslawien betraf, dann ist es gelogen. Gruppierungen, egal ob es das Zusammenleben in Dörfern oder
am Abend das Ausgehen in der Kneipe betraf, gab es schon seit ich denken kann. Die Jugend, damals in den 80-er Jahren (ich bin jetzt 41) hat diese Unterschiede nicht mehr so gemacht.
Trotzdem hatte man Angst, dass einen Vater oder Mutter oder Verwandte mit den "anderen" sah. Man hat vieles
heimlich gemacht.
Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, wen ich für den Hauptschuldigen an diesem Krieg halte, aber die Provokationen, die es damals gab und auch heute noch zuhauf gibt, reissen von einer Seite nicht ab. Solange
damit nicht aufgehört wird und das Sticheln ewig weiter geht, solange wird es auch keine Ruhe geben. Und auch keine
Arbeit und eine arme Gegend ist für mich kein Freibrief sich so zu verhalten.Leben und Leben lassen.
Ich habe wunderschöne Zeiten in Kroatien und Bosnien erlebt, die letzten Jahre waren sehr bedrückend für mich.
Was die Menschen mitgemacht haben kann man von heute auf morgen nicht einfach vergessen. Es ist noch
viel Hass da.
Ich hoffe dass sich dieser Hass nicht weiter fortpflanzt und diejenigen die meinen sie müssen ihn weiter säen,
ihre gerechte Strafe kriegen.





Claudia Offline



Beiträge: 5.337

23.08.2006 16:36
#60 RE: Kroaten attackieren serbische Rückkehrer und setzen deren Häuser in Brand Thread geschlossen

Hallo Soline,

In Antwort auf:
Dann muss ich mal versuchen Euch beide aufzuklären.


Danke, aber inzwischen habe ich micht selbst über die Zeitung informiert.

In Antwort auf:
Wenn Du, Claudia meinst, daß dieser Artikel zur Pflichtlektüre für
Manche werden soll, dann fühle ich mich jedenfalls nicht angesprochen.


Ich habe dich auch nicht angesprochen. Es bleibt jeden selbst überlassen, was
er lesen will oder nicht. Manchen würde es aber nicht schaden, sich einmal
über die Schwierigkeiten der Mischehen zu informieren. Aufgewachsen in einer
Gemeinde, die bedingt durch einige Industriebetriebe in der Nachbarschaft,
einen sehr grossen Anteil an jugoslawischen Gastarbeitern hat (der eine holte
den anderen nach), habe ich miterlebt, wie schwierig es für solchen Menschen
jetzt in der Nachkriegszeit ist. Ausserdem habe ich noch gemischte Schwiegereltern.
Er Donauschwabe aus einem deutschen Dorf in Serbien, sie Kroatin, beide seit 1959
nach einem Lageraufenthalt in Deutschland. Sogar in diesem Fall wird man schief
angesehen, wenn mein Schiegervater erzählt, dass er einmal in Serbien gelebt hat,
auch wenn es bald 50 Jahre zurück liegt.
Weiter sind die Taufpaten unseres Sohnes kroatisch/serbisch gemischt. Also habe
ich schon ein wenig Einblick in die Problematik.

In Antwort auf:
Deren Ausführungen sind sehr einseitig geprägt und es hat keinen Zweck,
hier im einzelnen darauf einzugehen


Schade, ich dachte schon, es kommt wieder einer deiner Romane

In Antwort auf:
Diese Redakteure sollten erst mal ihre eigene Vergangenheit und die
Vergangenheit ihrer Partei untersuchen, bevor sie sich um unsere Probleme kümmern.


Selbstverständlich sollte jeder erst einmal vor seiner eigenen Haustüre kehren.
Der Artikel bleibt für mich trotzdem sehr realistisch und gut nachvollziehbar, spätesten
dann, wenn wieder einmal einer der eingefleischten Nationalisten hier im Forum auftaucht.

Damit ist für mich zu diesem Thema alles gesagt.

Grüsse Claudia


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