Nach bis jetzt noch unbestätigten Meldungen soll es gestern zwischen dem User "Rati" und dem User "Dr.Ribar" zu einem öffentlichen Kampf gekommen sein.
Von bisher unbekannter Seite wurde mir dieses Video zugespielt:
ich würde gerne ein gutes geschichtsbuch (was aber nicht unbedingt A3-größe hat über den balkankrieg haben. leider sind die meisten guten bücher alle auf englisch - da mein englisch jedoch nicht so der hit sind wollt ich nachragen ob jemand eines bzw. gute Bücher diesbezüglich weiß?!
Zitat von riddlergirlich habe da mal eine frage!? ich würde gerne ein gutes geschichtsbuch (was aber nicht unbedingt A3-größe hat über den balkankrieg haben. leider sind die meisten guten bücher alle auf englisch - da mein englisch jedoch nicht so der hit sind wollt ich nachragen ob jemand eines bzw. gute Bücher diesbezüglich weiß?!
halt mal ausschau nach der filmreihe "Bruderkrieg" bzw. such mal danach hier im forum
Hier"nimmt der "Vaterländische Krieg" (1991 - 1995) und die Verarbeitung seiner Folgen einen breiten Raum ein" / "dieser Abriss spart auch die dunklen Flecken der Geschichte Kroatiens nicht aus"(2 Rezensenten): Norbert Mappes-Niediek Kroatien - Das Land hinter der Adria-Kulisse 2009, Ch.Links-Verlag 16,90 €
„Literatur im Herbst“ von 5. bis 7. November im Theater Odeon, 1020 Wien, Taborstraße 10, und dem Kunstverein Alte Schmiede, 1010 Wien, Schönlaterngasse 9; freier Eintritt; Infos: Tel: 01/512 83 29
Zitat von riddlergirlich habe da mal eine frage!? ich würde gerne ein gutes geschichtsbuch (was aber nicht unbedingt A3-größe hat über den balkankrieg haben. leider sind die meisten guten bücher alle auf englisch - da mein englisch jedoch nicht so der hit sind wollt ich nachragen ob jemand eines bzw. gute Bücher diesbezüglich weiß?!
"Srebrenica" von Alexander Dorin ISBN 978-3-89706-839-1
Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom
"...wie der Grillmeister, stets ohne Hilfsmittel, stundenlang versuchte, ein ordentliches Feuer zustande zu bringen und dabei jede Menge Schnaps floss: „Deshalb wird er ab einem gewissen Augenblick völlig meschugge von der Hitze, was zu einem vollendeten Chaos, Zusammenstößen und Herumschreien um den Grill führt. Und wenn es schon so aussieht, das alles zum Teufel gegangen ist, tauchen aus der Rauchwolke und aus dem Feuer perfekt zubereitete Raznjici, Nackenkoteletts und Rippchen auf.“
ha, das waren Zeiten.... als Kind habe ich geflucht und heute schaue ich in die Vergangenheit und denke, was ich für ein Abenteuer jedesmal erlebt hatte.
Ich bin Jahrgang 1975 und bin zeitlebens bis meine Eltern sich 1990 trennten jedes Jahr nach Jugoslawien gefahren, da mein Vater aus Kroate ist. Meist sind wir 6 Wochen gewesen!
Alleine die Reisen geben Stoff für ganze Romane. Gefühlte Tage waren wir mit einem voll gestopften Auto unterwegs, da sämtliche Verwandte mit Bestellungen versorgt werden mussten (Lebensmittel, Elektro und Spielsachen) Durch Österreich gegurkt... für uns Kinder (ich und meine Schwester) kein sonderlich tolles Vergnügen! Heutzutage haben die Kids alleine für die Fahrt allerhand Brimborium (DS,PSP,MP3-Player,tragbarer DVD-Player usw.)... wir mussten stundenlang nur aus dem Fenster schauen und konnten uns mit Büchern oder Malen beschäftigen. Auch die Raststätten waren rar und wenn, war eine Toilette meist Fehlanzeige Endlich hat man den Wurzenpass erreicht und nun ging es los mit der stundenlangen Warterei an der Grenze...im wahrsten Sinne des Wortes wurden die PKW´s fast auseinandergebaut
Als die Grenze (endlich nach gefühlten Tagen) passiert war, gings abwärts nach Jesenice und Richtung Zagreb südlich nach Kutina. Für meinen Teil war die Fahrt mit den riskanten Überholmanövern das Schlimmste... immer hatte ich Angst, dass wir mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kollidieren. (Meist waren es ja schon Überholkonvois) Endlich in Kutina angekommen verließen wir die Zivilisation in Richtung Pakrac... die Straßen waren mit Schlaglöchern geradezu übersät, ständig Pferdeheuwägen vor der Nase und eklige Schwüle bereicherten diesen Teil der Reise. Angekommen bei meinen Großeltern (Bauernhof) auf dem 40 Seelen Dorf mitten in der Nacht nach über 30 Std Fahrt waren wir nur müde und kaputt. Meine Großeltern hatten Anfangs noch kein richtiges Haus mit jeglichem Komfort, d.h. das Haus bestand aus einer Wohnküche mit Lehmboden und einem angrenzendem Schlafzimmer, wo oben drüber der Kornspeicher war...die Lücken der Dielen waren Daumengroß und die ständige Berieselung war gegeben. Unser Wasser hat man vom Brunnen holen müssen (Zum Waschen und Kochen)und die Toilette befand sich quer über dem Hof auf der anderen Seite im Holzhäuschen. Wie ich dieses Klo gehasst hatte! Das Schlimmste war, wenn man Nachts mal musste und nichts sah...schliesslich hatte man zu dieser Zeit freilaufende Hühner, die echt überallhin ihr Geschäft machten... GSD baute mein Vater 2 Jahre später alles um (war viel Arbeit und Geld)Das Haus bekam Bad, Klo und feste Wände und Decken aus Mauern. Schonungslos ging es auf dem Bauernhof zu, wir hatten das tägliche Leben unverschönt erleben dürfen: -das Lieblingshuhn wurde vor unser Augen abgemurkst, gerupft und am nächsten Tag stand es auf dem Tisch ..was haben wir geheult! -dies ist dem netten Ferkel ebenso ergangen und landete als Spanferkel im Grill usw.
Hinzu kommen die Mücken...die gnadenlos auf uns losgingen...einfache Decken...Fehlanzeige, denn die Federn der Hühner werden verwendet und die Federdecken wurden von Jahr zu Jahr schwerer... Highlight war die Reise ans Meer... 1,5 Wochen gönnen wir uns bloß von ganzen 6 Wochen. Die Fahrt alleine dorthin dauerte ewig...gebucht hatten wir nie was, denn Zeitungsanzeigen und Telefon, bzw. Internet gabs ja nicht...also suchten wir stundenlang bis wir etwas halbwegs Vernünftiges gefunden hatten. Die Zeit am Meer war für uns Kinder das Schönste, denn damals war auch an den Strandpromenaden wesentlich mehr los als heute...vor allem familiärer, freundlicher und mit dem Dinar konnte man sich auch echt viel leisten, weil fast alles so billig war. Auch habe ich das Gefühl, dass man früher noch echte Souvenirs kaufen konnte. Heute ist fast alles ein Chinaklump und kostet ein Haufen Kunas, was es nicht wert ist. Trotz dem regen Tourismus damals, gab es Strände, die trotzdem leer waren... auch hat man früher allerhand Schätze im Meer Muscheln aller Art, die Perlmuttmuscheln gab es wie Sand am Meer, Seesterne und Seepferdchen.
Ich erinnere mich, wie Zrce auf Pag aussah, bevor es zum Partystrand ausgebaut wurde. Auch Novalja war früher meiner Meinung nach schöner...im Pavillon wo heute an dem einen Ende der Promenade nun die Stände drin sind, hat man früher toll gegessen und getanzt..direkt am Meer Eine Fährverbindung von Novalja nach Venedig gab es auch.
Ach ja, und Boot fahren ohne Bootsschein durfte man bis 4 oder 5 PS? Wir hatten einen Heidenspass!
Was waren wir traurig, als die 1,5 Wochen vorbei waren und wieder ins Landesinnere mussten. Noch trauriger, als wir die endlose Fahrt nach Deutschland antreten mussten!
Heute bin ich trotzdem auf der Insel Pag hängen geblieben....auch wenn sich viel verändert hat, gefallen tut es uns trotzdem noch
vielen Dank, ja, Klimaanlage besaßen wir damals nicht...gabs das vor 25-30 Jahren überhaupt?!
Der Urlaub hat damals ja schon mit der Fahrt begonnen, gesehen hat man was von der Welt! Heute ist das Ganze mit der Autobahn etwas eingegangen.
Ich glaube, LKW-Fahrer hatten damals auch einen aufregenden Job!
Viele Grüße
Nadine
Klimaanlagen waren in teureren Autos schon vorhanden - aber du hast recht - der Urlaub begann schon bei der Anfahrt - die schönen Bilder, Gerüche und Geräusche bei offenem Fenster, wenn man wieder mal im Stau stand - das gibts heute auf der AB nicht mehr
Super Bericht. Das liest sich wie eine Reise in die Vergangenheit. Viele Dinge erinnern mich an meine Kindheit in den 80er Jahren
Zitat von poisonivynr1Endlich in Kutina angekommen verließen wir die Zivilisation in Richtung Pakrac...Unser Wasser hat man vom Brunnen holen müssen (Zum Waschen und Kochen)und die Toilette befand sich quer über dem Hof auf der anderen Seite im Holzhäuschen. Wie ich dieses Klo gehasst hatte
Ich komme aus der Gegend Nova Gradiska. Ist nicht weit von Pakrac. Noch heute gibt es dort Leute die so kochen oder aufs Klo gehen. Unsere Nachbarn hatten das auch so bis vor 5Jahren. Kann es verstehen das du es gehasst hast
Zitat von poisonivynr1Ich erinnere mich, wie Zrce auf Pag aussah, bevor es zum Partystrand ausgebaut wurde.
Ich kenne Zrce nur heute. Unsere Moderatorin hadedeha hat ein Bild im Forum von Zrce 1986
@Cernik: ja, DAS war früher der Strand Zrce, toll war es! Heute mag ich nimmer dorthin gehen , weder zum Baden, noch zum Feiern...es ist einfach nur grauenvoll! Nova Gradiska... ich glaube, das sagt mir was, ich weiß aber nicht, ob ich schon mal dort war! Soviel ich weiß, waren wir mal öfters in Novska, da ein "tolles" Kaufhaus eröffnete... riesiger Laden und ziemlich spartanisch eingerichtet! Es gab also fast nichts in dem tollen Kaufhaus!
Der ganze Bericht ist ja nur ein kleiner Teil, was ich erlebt hatte. Wenn ich wirklich alles schreiben würde, dann wird ja ein Roman daraus!
Es ist wie, als ob ich die Kinderfilme von Astrid Lindgren anschauen würde, heute ist der Reiz durch die Technik und das Moderne verloren gegangen.
Selbst meine Erlebnisse auf dem Bauernhof ist mit heutigen Bauernhofurlauben nicht zu vergleichen.
Ich kann mich sogar erinnern, dass wir Kinder von Gaj (da wohnten meine Großeltern) zu Fuß nach Lipik ins Freibad gehen wollten... Es hatte Stunden gedauert, als wir ankamen (der Bus fuhr nur alle Jubeljahre) Und das Freibad hatte viele Ähnlichkeiten mit einer Sardinenbüchse ...wir hatten uns aber trotzdem gefreut und sind ins Wasser (oder das was halt im Becken war) Dies war trotzdem das erste und letzte Mal, denn der Weg war doch etwas zu weit.
Anschließend sind wir halt in den nahe liegenden Bach zum Baden rein...war zwar matschig und Mücken gabs mehr als genug...aber egal. Familienmitglieder ist man mit dem Pferdewagen oder Traktor besuchen gegangen und ich fands es immer wieder lustig, als die Leute mit ihren besten Anzügen/Kleidern auf den Traktor oder Heuwagen stiegen...
Nachbarn von meiner Oma sind alle gekommen um die Nachrichten im Fernseher zu verfolgen, denn im ganzen Dorf war dies er Einzige und den hatten wir aus DE mitgebracht...war immer erstaunlich voll abends. Zum Telefonieren ist man zum Nachbarn am anderen Ende des Dorfes...da ging man ein und aus wie in einer Telefonzelle.
Zitat von poisonivynr1@Cernik: ja, DAS war früher der Strand Zrce, toll war es! Heute mag ich nimmer dorthin gehen , weder zum Baden, noch zum Feiern...es ist einfach nur grauenvoll
So schlimm ist es da auch nicht. Aber jedem das seine
Zitat von poisonivynr1 Nova Gradiska... ich glaube, das sagt mir was, ich weiß aber nicht, ob ich schon mal dort war! Soviel ich weiß, waren wir mal öfters in Novska, da ein "tolles" Kaufhaus eröffnete... riesiger Laden und ziemlich spartanisch eingerichtet!
Zitat von poisonivynr1Der ganze Bericht ist ja nur ein kleiner Teil, was ich erlebt hatte. Wenn ich wirklich alles schreiben würde, dann wird ja ein Roman daraus! Es ist wie, als ob ich die Kinderfilme von Astrid Lindgren anschauen würde, heute ist der Reiz durch die Technik und das Moderne verloren gegangen. Selbst meine Erlebnisse auf dem Bauernhof ist mit heutigen Bauernhofurlauben nicht zu vergleichen.
Genau das macht die Landschaft dort aus. Wir im Forum hören gerne Geschichten Noch heute kann man sehen wie die Menschen Leben als wäre die Zeit vor hundert Jahren stehen geblieben. Jeder dort hat ja Schweine, Hühner und baut selber Gemüse an. Für Touristen eine Atraktion. Es gibt auch Dörfer wo man Übernachten kann und lernt wie es früher war. Hier nicht weit von Nova Gradiska.Stara Kapela. Das Antistress Dorf.
Zitat von poisonivynr1Ich kann mich sogar erinnern, dass wir Kinder von Gaj (da wohnten meine Großeltern) zu Fuß nach Lipik ins Freibad gehen wollten... Es hatte Stunden gedauert, als wir ankamen (der Bus fuhr nur alle Jubeljahre)Und das Freibad hatte viele Ähnlichkeiten mit einer Sardinenbüchse ...wir hatten uns aber trotzdem gefreut und sind ins Wasser (oder das was halt im Becken war) Anschließend sind wir halt in den nahe liegenden Bach zum Baden rein...war zwar matschig und Mücken gabs mehr als genug...aber egal.
Lipik und Pakrac wurden im Krieg leider viel Zerstört. Dort gibt es aber sehr viel mit Wasser. Thermalquellen und Bäder. Die Gegend steht als nächstes an wenn ich in Slawonien bin. Im Krieg mußten wir da immer durchfahren weil die AB gesperrt war. Das im Bach baden haben wir auch oft gemacht in den 90er Jahren nach dem Krieg. Ist schön das es noch viele Bäche und Seen gibt die sauber sind und man da Baden kann.
Hallo poisonivynr1"...( was für name !!!!???) Das alles ist mir bekant..Ich bin auf den Bauernhof geboren...zitat :"Toilette befand sich quer über dem Hof auf der anderen Seite im Holzhäuschen. Wie ich dieses Klo gehasst hatte! Das Schlimmste war, wenn man Nachts mal musste und nichts sah...schliesslich hatte man zu dieser Zeit freilaufende Hühner, die echt überallhin ihr Geschäft machten..." ...da hattest Du aber keinen Fußpilz... Und hast dich mal auf Salamander hingesetzt, in der Dunkelheit..... Und so ein Sche..Haus habe ich noch Heute... man braucht nicht von der Wiese ins haus hinein...schnell Stiefi abstreifen... Zitat";haben wir geheult!.....dies ist dem netten Ferkel ebenso ergangen und landete als Spanferkel im Grill usw"... und bist Heute Wegetarier......'s Leben ist oft hart un ungerecht ..."Noch trauriger, als wir die endlose Fahrt nach Deutschland antreten mussten!".... Damals gab es noch so viel,autobahn im Österreich ( Trieben unter die Kalk-Transport band....)..um München konnte man auch noch nicht herumfahren..sondern im Ramersdorf hinein.. Mitleren Ring durch, ...und im München nord raus....Darauf habe ich soviel Sehnsucht...wie nach EX JU...
durch Zufall bin ich auf "meinen" alten Thread gestossen, und habe mit großem Interesse Deine Beiträge - gefüllt mit positiven und negativen Erinnerungen - gelesen. Vielen, vielen Dank dafür
LG Petra
Ich wurde nicht geboren, um so zu sein wie andere mich gerne hätten
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