Rijeka habe ich bisher nur mit dem Auto durchquert, als es noch keine Autobahn in Kroatien gab und ich somit die Küstenstraße zur Anreise genutzt habe. Nun ist Rijeka europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2020. Offensichtlich gibt es da einiges zu sehen, was ich bisher verpasst habe. Auf jeden Fall erwartet man durch diesen Titel zusätzliche Touristen.
Zitat von Thofroe im Beitrag #1 Nun ist Rijeka europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2020. Offensichtlich gibt es da einiges zu sehen, was ich bisher verpasst habe.
Richtig. Rijeka hat eine sehr schöne Innenstadt, allerdings auch viele Gegensätze zu bieten. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.
Leider ist die verlinkte Seite / Foto / Video nicht mehr verfügbar. - Thofroe
Die Eröffnungszeremonie findet im Hafen von Rijeka statt, dem Ort, der die starke Identität der Stadt Rijeka widerspiegelt. In der Geschichte und Gegenwart der Stadt ist der Hafen ein Symbol für das moderne und offene Rijeka.
Hallo zusammen, Dobra večer Bok Ich würde sehr dankbar über Informationen sein, ob man sich Plätze für die Corsogalerie buchen sollte, oder wo, wer von den Veranstaltern darüber Auskunft geben kann. Wir wollen über das WE 21/23. vielleicht einen Kurztrip von Wien aus machen. Liebe Grüße Hvala unaprijed za pomoć!
Nachtrag Kulturhaupstadt: Wir waren dort von Freitag bis Sonntag, ein paar Tage vor dem Shutdown. Grundsätzlich möchte ich sagen, dass wir, obwohl unsere Vermieterfamilie in Tovarnele in Rijeka ein Haus haben und uns den Charme dieser Stadt zu vermitteln versucht haben, wir zweimal recht enttäuscht durch- und dann schnell wieder weitergefahren sind. Es war uns einfach nur grau, schmutzig, schäbig..erschienen. Da ähnliches für uns auch für Triest gegolten hatte, was sich aber im Sommer 2019 aufgrund ein paar guter Tipps, wo einzuparken, etc. relativiert hat, haben wir zwei Nächte ein Apartment in der Zagrebačka 25 gebucht. Unsere Tovarneler/Rijeker Freunde waren nicht in der Stadt, sondern bei den Kindern in Zagreb, weil er Physio-Behandlungen hatte. trotzdem bekamen wir von ihnene als Essensempfehlung das "Mornar". Dieses sollte sich vis a vis vom Apartement gelegen herausstellen, und war - trotz der hafennahen Lage - ein wirklich guter Tip! Jedesmal wenn wir uns vornahmen das Zimmer zu verlassen, heiterte sich das Wetter auf, den Samstag strandelten wir am Markt herum, abends wars einigermanße warm - kurz gesagt, für die winterliche Jahreszeit wunderschön, Wermuthstropfen - wir mussten das Auto weit raus stellen um Sonntag wegzukommen, aber sogar die Taxifahrer sollten sich als nett herausstellen... Während des Umzugs (bevor sich die Alkoholisierung bei einigen als unangenehm herausstellte), strahlender Sonnenschein, sitzen im Straßencafegarten, Erholung pur! und bei der Heimfahrt haben wir noch in Siroli ein wirklich interessantes Abendessen bekommen. Photos werden folgen
von Rijeka hätte ich auch noch Fotos. sind allerdings vom Vorjahr.
zuerst eine kleine Hafen- Runde das graue Schiff im Hintergrund ist eines aus der TITO- Zeit, soll renoviert werden. die Rettungsboote am Kai sind zum Üben und Prüfen Erinnerungen an die Prüfungen bei`m "MASTER" das "MORNAR" (Matrose) ist eine gute Empfehlung übernachtet wurde auf der "MARINA" - eine "gute Bekannte" aus Mali Losinj der Spruch : es gibt kein schlechtes Wetter - nur unpassende Bekleidung !" hat besonders im Kvarner - und damit in Rijeka - seine Bedeutung.
welche Veränderungen mit der Kulturhauptstadt verbunden sind - noch nicht schlau gemacht.
die GALEB wurde nach kraljevica geschleppt und wird dort wieder "aufgebaut", mit gelder von der EU...... Bravo, ich freue mich, dass dieses kulturgut in kroatien erhalten bleibt.
SO 13.9.2020 3sat 18:30 - 19:00 Sta da - echt jetzt? Die Kulturhauptstadt Rijeka
Rijeka ist neben dem irischen Galway Europäische Kulturhauptstadt 2020. Ein guter Anlass, die kroatische Hafenstadt zu besuchen - obwohl die Corona-Pandemie die Veranstaltungspläne belastet. Viele Veranstaltungen wurden abgesagt, einige werden verspätet stattfinden, und das Kulturhauptstadt-Budget wurde um die Hälfte gekürzt. „Sta da?“ - die Floskel, die jeder in Rijeka benützt und die in diesem Fall so viel bedeutet wie „echt jetzt?“ - passt perfekt. Rijeka sei schon eine seltsame Stadt, meint die Schriftstellerin Tea Tulic. Schließlich würde sich ihre Geburtsstadt dem Besucher nicht in Richtung Meer öffnen, sondern sich viel eher hinter einer Art „Rust Belt“ zur Küste hin verstecken. Dennoch: 2020 ist Rijeka eine der europäischen Kulturhauptstädte. Ein Bürgermeister, der sich beim traditionellen Karneval als Titos Gattin verkleidet, ein ehemaliger Punk-Rocker als Kulturstadtrat: Rijeka versteht sich als Stadt des Antifaschismus. Auch bei den letzten Wahlen am 12. Juli 2020 dominierten wieder die Sozialdemokraten. Der Eröffnung der Kulturhauptstadt im Februar blieben die konservativen, nationalistisch ausgerichteten Staatsoberhäupter Kroatiens fern. Schade, meint Bürgermeister Vojko Obersnel - es sei ein fulminantes Fest gewesen. Eine Eröffnung - und gleichzeitig auch Schlussveranstaltung, wie Musiker Goran Tomic mit Galgenhumor bemerkt, denn viel war seither nicht mehr möglich. Ein Besuch lohnt sich dennoch in der Stadt, die auch als jene in die Geschichte einging, in der Gabriele D‘Annunzio als Vorreiter des italienischen Faschismus auftrat. Die „Galeb“, Titos Staatsjacht, liegt hier - noch rostend - vor Anker, wird aber zum Museum umfunktioniert, auch diverse Industriebauten der Vergangenheit werden in Museen und andere Kulturinstitutionen umgewandelt. Barbara Pichler-Hausegger war in der Stadt in der Kvarner Bucht unterwegs und ist in die Atmosphäre, die wohl am besten mit „lässig“ zu beschreiben ist, eingetaucht. „Sta da“!
Rijekas verlorenes Jahr als europäische Kulturhauptstadt
Die kroatische Hafenstadt in der Kvarner Bucht wollte den Titel Kulturhauptstadt Europas 2020 als Starthilfe für einen größeren Anteil am Touristenkuchen Kroatiens nutzen. Dafür wurden 40 Millionen Euro investiert, die Altstadt aufgehübscht und etwa Titos Palast restauriert. Doch dann kam die Coronapandemie und die Besucher blieben aus.
Museumsschiff „Möwe“ Wie mit Titos Luxusjacht in Kroatien Jugoslawien-Gefühle aufkommen Jugoslawiens einstige Staatsyacht soll renoviert im kroatischen Rijeka Touristen anlocken. Unumstritten ist das Schiff nicht, einige der Älteren freuen sich aber. Die „Galeb“ – im italienischen Genua 1936 als Bananenfrachter „Ramb III“ erbaut
Schiffshörner dröhnten in den grauen Februarhimmel, als die „Galeb“ – auf Deutsch bedeutet das Möwe – im kroatischen Rijeka endlich das Ziel ihrer letzten Fahrt erreichte. Die überholte Yacht des einstigen Staatenlenkers Josip Broz Tito (1892-1980) habe eine „sehr interessante Vergangenheit“ freute sich Oberbürgermeister Marko Filipovic über die um fast fünf Jahre verspätete Ankunft der neuen Attraktion der Hafenstadt: „Wir rechnen damit, dass jährlich 50.000 Menschen das Museumsschiff besuchen werden.“ 1936 als Bananenfrachter erbaut
Im italienischen Genua im Jahr 1936 als Bananenfrachter „Ramb III“ erbaut, im Hafen von Rijeka 1944 als deutscher Minenleger „Kiebitz“ versenkt: Der erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1948 vom Hafengrund gehievte und zunächst zum Schulschiff umgebaute Ex-Frachter sollte im sozialistischen Jugoslawien vor allem als Titos schwimmende Nobelresidenz für Furore sorgen.
Auf insgesamt 14 „Friedens- und Freundschaftsmissionen“ der Bewegung der blockfreien Staaten legte die „Galeb“ mehr als 88.600 Seemeilen zurück. Doch Tito nutzte die luxuriös ausgestattete Yacht nicht nur als Diplomatie-, sondern auch als Partyboot. Ob nun die britische Königin Elizabeth, der äthiopische Kaiser Haile Selassie und der sowjetische Kremlchef Leonid Breschnew oder ob Hollywood-Stars wie Sophia Loren und Richard Burton: Der internationale Jetset ließ in den 1960er- und 1970er-Jahren an Bord der „Galeb“ ausgiebig die Gläser klingen.
Mit den Jugoslawien-Kriegen der 1990er-Jahre begann für die nutzlos gewordene Staatsyacht eine zermürbende Odyssee. Jahrelang verrottete die flügellahme Möwe in Adria-Häfen und Werften. 2009 erwarb die Stadt Rijeka das Halbwrack schließlich für 150.000 Euro bei einer Zwangsversteigerung. Doch der Mangel an Mitteln und politische Widerstände durchkreuzten die Pläne der damaligen Stadtväter, die „Galeb“ zum Museumsschiff umzubauen.
Erst als Rijeka den Zuschlag zur Ausrichtung des Europäischen Kulturjahres 2020 erhielt, wurden in Zagreb und Brüssel die benötigten Mittel frei. 2019 wurde die Yacht in die Dalmont-Werft in Kraljevica geschleppt. In 14 Monaten sollte die „Galeb“ für 7,8 Millionen Euro überholt werden, so lautete zumindest der hoffnungsfrohe Plan.
Doch nicht nur die Corona-Epidemie, sondern auch der schlechte Zustand des morschen Staatskahns sollten für enorme Verzögerungen und die Verdoppelung der Kosten sorgen. Für die „aus ideologischen Gründen“ verschleuderten Mittel „hätte man drei Kindergärten errichten können“, wettert der rechtsklerikale Parlamentarier Marin Miletic (Most).
14 Millionen Gesamtkosten 4,2 Millionen Euro der bisherigen Kosten von 14 Millionen Euro sind nach Auskunft der Stadtväter allerdings mit EU-Zuschüssen gedeckt. Bis zu der Eröffnung des Schiffsmuseums am 9. Mai, dem nun als „Europatag“ gefeierten Jahrestag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg, müssen noch die Ausstellung installiert sowie letzte Innenausbauten erfolgen. Noch keinen Käufer oder Pächter hat die Stadt für die 1000 Quadratmeter gefunden, die kommerziell genutzt werden sollen. „Ein Schiff und 100 Probleme“, titelt entnervt die Zeitung „Novi List“.
Ältere Zeitzeugen des verschwundenen Jugoslawiens zeigen sich über die Heimkehr der „Galeb“ erfreut. „Dies ist unsere Möwe – seit es sie gibt“, sagte bei der Begrüßung des wieder in Rijeka vertäuten Museumsschiffs lächelnd ein Pensionist.
Buchtipp Der „Galeb“ ist auch ein Kapitel des Buches „Lost Places in der Alpen-Adria-Region“ (Styria-Verlag) gewidmet. Es im Kleine-Zeitung-Shop und im Buchhandel erhältlich.
In Rijeka soll eine fast 6 Kilometer lange Küstenpromenade entstehen. Die Westküste der bei Urlaubern überaus beliebten Stadt Rijeka soll zu einer zusammenhängenden Promenade von Preluk bis zur 3. maj Werft beziehungsweise Lučica Brguda ausgebaut werden.
In unserem Kroatien-Forum finden Sie umfassende Informationen über Urlaub und Ferien in Kroatien sowie passende Ferienwohnungen, Hotels, Apartments und Ferienhäuser für den Kroatienurlaub.